ME-Newsletter Nr 9: Müllabfuhr im ME-Gehirn streikt

ME-Newsletter Nr 9: Müllabfuhr im ME-Gehirn streikt

Beim letzten Mal hatte ich eine Studie verlinkt, nach der das Gehirn bei ME entzündet ist. Offen blieb die Frage, warum.

Das erst kürzlich entdeckte glymphatische System, das die Abfallprodukte im Gehirn entsorgt, arbeitet nur, während wir schlafen. Ist der Schlaf gestört, unzureichend oder fehlt er ganz, schränken die „Müllberge“ tagsüber die Aktivität des Gehirns ein und verursachen verschiedene Krankheiten wie zum Beispiel Alzheimer.

Sammeln sich die Stoffwechselabfallprodukte im Gehirn an, so kann das möglicherweise Entzündungen verursachen, die zu verschiedenen Symptomen bei ME/CFS führen, haben australische Wissenschaftler bei dieser Studie herausgefunden.

Außerdem hängt das System im Alarmzustand fest, weshalb viele ME-Betroffene ihren Vagusnerv auf die eine oder andere Weise stimulieren. In einer Studie mit kleiner Kohorte wurde jetzt der Zusammenhang zwischen der verringerten Vagusaktivität und verschiedenen Dysautonomien erkannt, weshalb Anticholinergika helfen könnten.

Meine Überlegungen dazu:

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Manie #diverserdonnerstag

Manie #diverserdonnerstag

Mit Manie diesmal mit einem eigenen Thema von mir. Für mich gehört die Manie durch meine bipolare Störung zu meinen Depressionen dazu, ebenso wie „psychotische Exazerbationen“. Ich habe also auch Psychoseerfahrung. Doch das wird später ein eigener Beitrag.

Die Wikipedia sagt dazu:

Eine Manie ist eine affektive Störung, die meist in Episoden verläuft. Antrieb, Stimmung und Aktivität befinden sich in einer Manie weit über dem Normalniveau.

Wikipedia

Das hört sich ja toll an, als könnte man sehr viel mehr leisten als andere, die nicht manisch sind? Weit gefehlt.

Persönliche Erfahrungen

Das Problem bestand für mich darin, dass ich mich nicht nur übernahm und überschätzte und die Erschöpfung immer größer wurde; mein Denken wurde auch mit der Zeit inkohärent – ich sprang so sehr von Hölzchen auf Stöckchen, dass mir niemand mehr folgen konnte.

In dieser Phase hatte ich schon Logorrhoe, ein mit „Sprechdurchfall“ treffend bezeichnetes Symptom, das beschreibt, dass die Menschen nicht mehr schweigen können, selbst wenn sie wollen. Das habe ich selbst mehrmals erlebt. Ich erinnere mich da an eine Situation, als ich mit einem Freund an der Elbe saß und er Ruhe wünschte, einfach gemeinsam mit mir schweigen wollte, was für mich beim besten Willen unmöglich war.

In der Manie verlor ich die Kontrolle

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