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Heute erkläre ich, wie ich mit wenig Energie Dinge tue.
Energie verbraucht der Körper bei vielen Dingen: – Sitzen, Stehen, Laufen – Hören, Sehen, Riechen, Fühlen – Denken, Lesen, Schreiben, Rechnen – Gefühle haben – Schmerzen haben – Sprechen
Pausen verbrauchen keine Energie.
Für Dinge, die man haben will, muss man meistens Geld ausgeben. Um Dinge zu tun, muss ich Löffel ausgeben. Je nach dem, wie gut es mir geht, habe ich viele oder wenig Löffel, die ich ausgeben kann.
Was mache ich mit den Löffeln?
Dabei gebe ich die Löffel nicht wirklich jemandem. Sie helfen mir beim Überlegen:
Was kann ich heute tun? Was ist anstrengend? Was ist weniger anstrengend? Was muss ich tun? Was möchte ich gerne tun?
Gesunde Menschen haben zum Beispiel 15 Löffel für einen Tag. Ich bin krank. Heute habe ich 10 Löffel. Das ist ziemlich viel.
Wenn ich weniger als 10 Löffel habe, muss ich meistens zu Hause bleiben. Mit 9 Löffeln kann ich zum Beispiel zum Arzt gehen, wenn ich danach den Rest des Tages im Bett bleibe. Wenn ich nur 5 Löffel oder weniger habe, kann ich NICHT mehr zum Arzt gehen. Ich muss dann fast den ganzen Tag im Bett liegen.
Ich könnte auch sagen, ich habe heute 100 Löffel. Damit kann man genauer unterscheiden, wie anstrengend verschiedene Dinge sind.
Wichtig ist: Am Ende des Tages müssen Löffel übrig bleiben für den nächsten Tag. Man weiß nie, ob man gut schlafen kann. Wenn man gut schlafen kann, bekommt man nachts Löffel dazu. Wenn man NICHT schlafen kann, verliert man nachts Löffel.
Jeden Tag gibt es Dinge, die ich normalerweise an den anderen Tagen auch mache. Und es gibt Dinge, die den Tag besonders machen. Es ist wichtig, dass man Löffel zur Seite legt für Dinge, die man gerne tut. Zum Beispiel ein schönes Bild anschauen, einen Spaziergang machen oder Musik hören. Aber leider muss man auch Löffel ausgeben für Dinge, die man NICHT gerne tut und trotzdem tun muss. Zum Beispiel zum Arzt gehen oder die Wäsche waschen oder sich anziehen. Manchmal können andere Menschen helfen. Zum Beispiel: Wäsche waschen, Putzen oder Kochen. Aber es gibt Dinge, die man wirklich selbst machen muss. Zum Beispiel: Essen, Trinken und aufs Klo gehen.
Beispielrechnung
Ich möchte jetzt wissen, ob ich mit 10 Löffeln am Samstag zu einem Gruppentreffen am anderen Ende der Stadt fahren kann. Ich muss morgens aufstehen: Das kostet 1 Löffel. Ich muss aufs Klo gehen: 1 Löffel. Ich möchte duschen: 4 Löffel. Ich muss etwas anziehen: 2 Löffel. Das sind schon 8 Löffel! Jetzt habe ich nur noch 2 Löffel übrig. Das wird NICHT reichen.
Ich muss etwas ändern.
Der Pflegedienst soll mir morgens helfen. So muss ich nur 3 Löffel ausgeben, um mich morgens fertig zu machen. Abends brauche ich noch 3 Löffel. Ich habe also 3 Löffel für den Besuch der Gruppe. Und 1 Löffel ist übrig für die Nacht.
Mit Bus und Bahn fahren kostet jeweils 3 Löffel. Bleibe ich zu Hause oder ist es wirklich wichtig für mich?
Wenn es mir sehr wichtig ist, kann ich mir ein Taxi bestellen. 1 Löffel für die Hinfahrt, wenn ich mit dem Taxi fahre. 1 Löffel für die Rückfahrt. 1 Löffel für 1 Stunde bei der Gruppe, wenn ich: im Rollstuhl sitze und Pausen mache und Gehör-Schutz trage und eine Assistenz dabei habe.
Das bedeutet aber auch: Ich kann an diesem Tag nichts anderes tun. Vorher liege ich nur im Bett. Nach dem Treffen liege ich nur im Bett. Im Bett liegen kostet keine Löffel. Und am nächsten Tag muss ich mich ausruhen, damit ich wieder Löffel sammeln kann.
Der Pflegedienst, die Assistenz und das Taxi kosten viel Geld. Das viele Geld muss ich ausgeben, weil ich durch meine Krankheit so wenige Löffel habe. Wer dieses Geld NICHT hat, muss zu Hause bleiben. Ich finde, jeder sollte genug Geld und Gesundheit haben. Damit alle Dinge tun können, die ihnen Spaß machen.
Es ist wohl mal wieder an der Zeit, mich vorzustellen.
Sicher wisst ihr, dass ich nicht nur an einem Roman arbeite, sondern auch kurze Geschichten wie Projekt Rhein veröffentliche. Vielleicht habt ihr auch einen Blick auf meine Über-mich-Seite geworfen, auf der ich meinen schriftstellerischen Werdegang beschreibe.
10 Fakten über mich:
Ich konnte schon als Kind schreiben wie gedruckt ;)
Ich schreibe querbeet und zuletzt hauptsächlich queere SickLit
Ich habe einen Hang zu Dystopien
Ich lese liebend gern Thriller, bin aber bisher zu doof, selbst welche zu schreiben ;)
Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass ich sehr gerne gesungen habe und solange die Knie das noch mitmachten auch liebend gern Queer Tango getanzt habe.
Durch meine Einschränkungen habe ich jetzt neue Hobbys: Ich fahre gerne mit dem Rolli in die Natur und mache Fotos, die ich in der Selbsthilfegruppe teile mit Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen können. Deshalb blogge ich dieses Jahr jeweils am Ersten eines Monats Fotos, die euch anregen sollen, dazu eine Geschichte zu schreiben.
Wer schon mal was von Debütanten gehört hat, kann sich wohl denken, was ich mit Debütonkel meine … Ich freue mich jedenfalls schon auf mein Romandebüt, auch wenn ich jetzt erst beim Endspurt bin.
LUISA lebt in einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung. Sie ist 22 Jahre alt und neugierig auf das Leben. Unbemerkt wird Luisa immer stiller, der Alltag in der Wohngruppe geht weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Sie erzählt niemandem, was passiert ist, sie schweigt. Es wird sexueller Missbrauch vermutet. Ein Drama. Ein True Crime.
Filme sind schreibenderweise nicht mein Metier, aber ich konsumiere sie natürlich auch. Noch habe ich diesen nicht gesehen. Ich finde das Thema wichtig und die Tatsache, dass Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung gemeinsam vor der Kamera standen, finde ich begrüßenswert. Ich bin sehr gespannt auf Luisas Geschichte.
LUISA ist vor kurzem von zu Hause ausgezogen und neugierig, was das Leben für sie bereithält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und kleine Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deutschen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft turbulenten Alltag. Unbemerkt wird Luisa zunehmend stiller, in der Wohngruppe geht das alltägliche Leben weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das passiert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiß, dass ihr Freund Anton nicht zeugungsfähig ist. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch liegt nahe. Luisa entschließt sich, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Die Polizei wird eingeschaltet und versucht herauszufinden, ob eine Straftat vorliegt. Die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und für das gesamte Personal der Wohneinrichtung.
Der Film Luisa kommt nächste Woche Donnerstag, am 23. April 26, in die Kinos.
Die Bilder und Werbetexte wurden mir per Download auf der Webseite freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Realfiction Filmverleih. Dort kann auch erfragt werden, in welchen Kinos der Film zu sehen ist.
Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen, wie wichtig solche Rezensionen in den Online-Kaufhäusern für den Erfolg eines Buches sind. Ich weiß nicht, wer Carolin ist – aber ich bedanke mich ganz herzlich!