Lest in diesem großartigen Artikel bei visite-medizin.de, warum. (Ich bekomme nichts für die Empfehlung.) Mazin Shanyoor hats wirklich begriffen und beschreibt die Dynamik der Fehlwahrnehmung durch Außenstehende (auch und gerade Ärzt:innen!), den Einfluss aufs Selbstbild von Patient:innen und den verzweifelten Versuch, irgendwie noch Teil der Gesellschaft zu bleiben mit den Konsequenzen für die eigene Gesundheit grandios. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können, Chapeau!
Das Ding mit der Krankheitseinsicht habe ich ja schon einmal durch mit der bipolaren Störung.
Ja, auch ich wollte nicht wahrhaben, dass ich – schon wieder – eine (weitere) schwere Krankheit diagnostiziert bekam. Ich sah mich in den Beschreibungen der Betroffenen überhaupt nicht wieder. Und überhaupt, der Ausdruck „betroffen“ macht mich ja erst betroffen. Doppelten Wortsinn merkste selbst, oder?
Deshalb verdrängte und verschleppte ich weiter wider besseren Wissens und das RollingPEM baute sich immer weiter auf. Ich fühlte mich kurzzeitig besser, weil das Adrenalin die Schmerzen unterdrückte – während es mir schleichend immer schlechter ging und ich weniger „leisten“ konnte. Noch bestärkt von meiner damaligen Hausärztin rannte ich auf Krücken zweimal um den Block, um abzunehmen.
Eine Frau, an Myalgischer Enzephalomyelitis erkrankt, hat die Hoffnung fast aufgegeben. Doch dann schleppt sie sich noch einmal mit letzter Kraft in eine Arztpraxis.
Was sie dort erlebt, wird heute Abend vorgetragen.
Grafikdesign by Leon Winkel
Online-Lesung, Allabendlichqueer 📅 20.11.25 🕗 Einlass 19:20 Uhr, Beginn 19:30 Uhr, kein Einlass nach Beginn 🎟️ Eintritt frei 💻 [Per Zoom / keine Anmeldung erforderlich] 🔗 Weitere Infos unter: https://www.wir-schreiben-queer.de/allabendlichqueer/
Zum heutigen Tag der nicht-sichtbaren Behinderungen möchte ich euch zu meinen nächsten Lesungen einladen. Um es sichtbar zu machen: Diesen Werbetext hat eine Assistenz für mich verfasst.
🍂 Lese-Herbst 2025
Titel: Lesung von „PEMM ist, wenn die Löffel nicht gereicht haben“, eine queere SickLit-Kurzgeschichte von Ingo S. Anders
Untertitel: Hamburgs queere Literaturszene lädt Ingo S. Anders zu zwei Terminen, um erstmalsdie berührende SickLit-Kurzgeschichte „PEMM ist, wenn die Löffel nicht gereicht haben“ vorzutragen.
PEMM ist eine schonungslos ehrliche und zugleich hoffnungsvolle Erzählung über die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers und dem alltäglichen Ringen mit den Strukturen unseres Gesundheitssystems. Ein unbequemer Perspektivwechsel, der jedoch mit soviel Charme und humorvoller Selbstreflexion erzählt wird, dass zwischen Lachen und Nachdenken dieser wertvolle Raum entsteht, in dem Verständnis und Empathie wächst. Genau hier liegt die Stärke diesen Textes, was ihn zu einem wertvollem Beitrag eines integrativen Diskurses macht. Wo genau die Grenze zwischen persönlicher Erfahrung und literarischer Ausdruckskraft verlaufen, lässt sich dabei nur erahnen, klar ist jedoch: Diese Stimme will gehört werden!
📚 Zwei Lesungstermine – online & vor Ort:
Online-Lesung, Allabendlichqueer 📅 20.11.25 🕗 Einlass 19:20 Uhr, Beginn 19:30 Uhr, kein Einlass nach Beginn 🎟️ Eintritt frei 💻 [Per Zoom / keine Anmeldung erforderlich] 🔗 Weitere Infos unter: https://www.wir-schreiben-queer.de/allabendlichqueer/
Es geht in der Geschichte um eine Frau, die an ME erkrankt ist und in der ersten Szene schwer krank im Bett liegt. Ja, das tut weh. Im Hauptteil schleppt sie sich in eine Praxis und trifft dort auf eine attraktive Ärztin. Und es gibt sogar ein Happy End! Aber Feelgood-Lektüre kann es nicht sein. Nicht mit dieser Krankheit.