Tobaksplitter erscheint im August!

Tobaksplitter erscheint im August!

Im Buchhandel erhältlich ab: 15. August 2021.

Meine Lektorin hat mir so viel Nettes dazu geschrieben, ein Auszug:

Danke Dir, dass ich diese Texte lesen und bearbeiten durfte. Ich fühle mich emotional und wissenstechnisch vielfach bereichert und auf eindrückliche Weise sensibilisiert für ein Thema, das so ein Otto-Normal-Cismensch ja so ungefähr überhaupt nicht auf dem Schirm hat. Da muss man sich ja wirklich fast schämen, die Komplexität und Tiefe ist der Wahnsinn. Das betrifft nicht nur die trans* Themen, sondern auch in vielerlei Hinsicht den Rest. (Psychiatrie-Erfahrung und so).
 
Mir haben Deine Texte ausnehmend gut gefallen. Du nimmst den Leser fest an die Hand und mit auf die Reise und lässt ihn nicht los, bis die Fahrt vorbei ist. Mein Lieblingstext ist „Herbstsonate“, weil Du die Musik da so wunderschön mit einbaust, so wie ich es soooo gerne mag. „Für immer“ macht so richtig krass Gänsehaut, „Über das Danach“ dito. „Die Hand ausgerutscht“ treibt mir die Tränen in die Augen.

Das Cover ist da!

Das Cover ist da!

Meine Sammlung kurzer Geschichten, die bisher unter der hochtrabenden Bezeichnung „Anthologie“ und dem Arbeitstitel „Harter Tobak“ lief, wird nun hoffentlich bald als „Tobaksplitter – Facetten meiner Persönlichkeit“ erscheinen.

Da der Uploadbereich von BoD gerade streikt und die Downtime schon zweimal verlängert wurde, ist die Sache leider immer noch nicht in trockenen Tüchern. Ich hoffe, das zieht sich nicht noch mehr in die Länge.

Das Buch kommt seitens BoD frühestens 14 Tage nach dem Upload heraus, geplant hatte ich aber einen etwas längeren Vorlauf. Sobald das Veröffentlichungsdatum steht, gebe ich es natürlich hier bekannt.

Herrenanzug schwarz mit weißem Hemd und silbergrau karierter Krawatte. 
Autorenname: Ingo S. Anders
Titel: Tobaksplitter
Zusatzhinweis: Sammlung kurzer Geschichten
(c) A&K Buchcover

Das ist es!
Ich kann gar nicht genau sagen, warum ich mich für dieses entschieden habe. War wie so oft aus dem Bauch heraus. Wenn ich jetzt überlege: Es hat mich einfach angesprochen – ich mag Anzüge – und ich habe gedacht: Den Typ würde ich gerne kennenlernen.

Wie der Anzug für einen Mann nur seine äußere Hülle ist, ist auch das Cover nur die Außenansicht eines Buches.

Genau das sollen die Leser ja auch wollen. Sie sollen die Geschichten in diesem Buch lesen wollen. Mich darüber ein Stück näher kennenlernen wollen.

Ich hoffe nur, es heißt dann nicht nachher: Außen hui, innen pfui!

Meine Antho ist aus dem Lektorat zurück

Meine Antho ist aus dem Lektorat zurück

Ihr Lieben, es gibt tolle Neuigkeiten!
Meine Sammlung kurzer Geschichten, die bisher unter dem Arbeitstitel Harter Tobak läuft, ist fertig lektoriert und ich habe die Änderungen auch bereits eingearbeitet.
Ich musste nicht lange überlegen, um mich dazu zu entscheiden, das Buch bei Books on Demand im Format 12×19 zu veröffentlichen.

Über Nacht habe ich gesetzt und ich hoffe, ich habe keine Fehler gemacht. -.-
Zum Glück kenne ich jemanden, der sich damit auskennt. Der bindet sogar Bücher mit der Hand aus lauter Spaß an der Freud! Vielleicht kann ich ihn dazu motivieren, einen prüfenden Blick auf mein Manuskript zu werfen.

Jetzt habe ich so einen Ungeduldigkeitsschub, aber ich weiß ganz genau, dass ich jetzt nicht auf den letzten Metern noch in Sprint verfallen darf, sonst gibt es Flüchtigkeitsfehler und andere falsche Entscheidungen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, muss ich erst bei BoD den Vertrag abschließen und bekomme dann von denen die ISBN und den Barcode, der wiederum fürs Coverdesign wichtig ist und da eingebaut werden muss. Es ist also nicht zu früh, jetzt jemanden damit zu beauftragen.^^
Das fertige Cover und die Schutzhülle muss ich dann zusammen mit meinem Manuskript als pdf-Dokument hochladen und allerlei Angaben machen. Wo der Klappentext hinkommt, ahne ich bereits, aber was für Schlagworte ich angegeben soll, ist mir schleierhaft. Da muss ich mal jemanden fragen, der schon bei BoD veröffentlicht hat.

Ich habe mich für ein Cover entschieden, um das ich schon wochenlang rumgeschlichen bin. Auch da habe ich Noob natürlich noch blöde Anfängerfragen.

Ich bin so aufgeregt!

Ich muss noch was beichten: Diejenigen, die von Anbeginn an mein Blog verfolgen oder sich aus anderen Gründen damals auf der Seite umgesehen haben, dürften die eine oder andere Geschichte wiedererkennen. Es sind nicht alles Weltpremieren. Aber es ist auch viel bisher Unveröffentlichtes dabei!

Montagsroman -6-

Montagsroman -6-

»Was glotzt ihr alle so dämlich?«, grummelte Erwin. »Pause ist vorbei.« Er nahm seinen Kopf unter den Arm und schritt von dannen.

ENDE


Fazit

Mir hat es großen Spaß gemacht, bis ich gemerkt habe, dass die Leser:innen nicht mitziehen, was den Input angeht. Das fand ich etwas schade, hatte aber offenbar zu hohe Erwartungen.

Ich habe kürzlich in einem Seminar die Nielsen-Regel kennengelernt. Nach der bleiben 90% der Leser:innen in Social Media passiv, 10% reagieren auf Content in Form von Likes und Kommentaren und nur 1% wird selbst aktiv und stellt Content bereit. Das kann ich gar nicht glauben, so voll wie das Netz ist. *lach

Ginge es nur ums Blog, könnte ich sicher noch ne Weile alleine weitermachen, aber da ich das auch bei Insta live poste und Montag mein Ruhetag ist … das ist mir zu anstrengend, mich da terminlich zu binden. Wie das funktioniert, dort Beiträge zu planen, habe ich noch nicht so ganz raus.

Und solcher Trash ist ehrlich gesagt nicht unbedingt das beste Aushängeschild für meine Künste. *hust
Dieser Montagsroman ist ja noch ne Schublade tiefer als die SGZs. xD
Deshalb ist hier an dieser Stelle Ende im Gelände.

Über eure Likes habe ich mich sehr gefreut. :)

Montagsroman -5-

Montagsroman -5-

»Oh, Chef, Frau Papendieck und ich vertiefen gerade noch einmal die Kenntnisse aus der letzten Erste-Hilfe-Schulung«, stotterte Kalle und ließ Suse los.
»Bei Herrn Rahlstetter waren sie offenbar zu spät«, kommentierte Frau Siebenschmitz. »Und nennen Sie mich nicht Chef, Herr Blumfeld. Ich habe einen Namen, mit dem Sie mich bereits seit drei Jahren als Ihre Vorgesetzte ansprechen dürfen.«
»Ja, Frau Siebenschmitz.« Er trat zurück, seine Kollegin rutschte vom Tisch.
»Geht doch. Was ist das hier für eine Sauerei?«
»Na der Ventilator is runtergekommen.« Suse beschrieb den Hergang, nicht ohne ein Funkeln in den Augen.

Montagsroman -4-

Montagsroman -4-

»Suse?«
»Kalle?«
»Stehst du auch so auf Splatter?« Er wischte etwas Blut von ihrer Lippe über ihre Wange und hinterließ dabei eine rote Spur.
»Ja, das macht mich immer so …«
»Sag es nicht.« Er zog sie an sich, presste seine Lippen auf ihre.
Sie ließ ihre Handtasche sinken und nestelte am Reißverschluss ihres Overalls.
Er hob sie auf den Tisch, an dem sie eigentlich hatten essen wollen.
Da öffnete sich die Tür.

Montagsroman -3-

Montagsroman -3-

Im Pausenraum schlug ihnen Kälte entgegen, als hätten sie ein Kühlhaus betreten.
»Hört ihr das auch?«, fragte Suse.
Die Rotorblätter des Deckenventilators dümpelten nicht müde, sondern rauschten regelrecht.
Mit gerunzelter Stirn sah Kalle empor zur Verankerung des wild schwankenden Geräts. Eine Schraube hatte sich bereits gelöst. »Wie schaltet man das denn aus?«
»Nichts wird hier ausgeschaltet!«, herrschte Erwin. Daraufhin fiel das Gerät und der sich noch drehende Ventilator durchtrennte den Hals des Alten. Blut spritzte.
»Na, ich wisch das aber nicht auf«, meinte Suse trocken.

Montagsroman -2-

Montagsroman -2-

Es war unerträglich heiß und die Klamotten klebten ihnen am Leib. Schweiß rann Kalle in die Kimme. »Früher hätten wir jetzt hitzefrei gehabt.«
»Zu deiner Zeit vielleicht«, grummelte Erwin.
»Ist doch schön! Endlich kann man mal luftigere Sachen anziehen, baden gehen, sich in die Sonne legen …«
»Du hast doch nen Sonnenstich, Mädel!«
»Erwin!« Kalle versetzte ihm einen Stoß in die Seite.
Suse ging nicht darauf ein und voran in Richtung Pausenraum. Hoffentlich funktionierte der Ventilator noch.

Montagsroman -1-

Montagsroman -1-

»Ich hasse Montage! Kann man die Woche nicht einfach erst am Dienstag beginnen? Oder am besten gleich freitags! Die Wochenenden sind ja wenigstens noch halbwegs erträglich. Wenn da nicht die Gören wären. Nee, nee, nee.«
»Erwin! Nu halt doch mal den Rand!« Kalle wischte sich den Schweiß von der Stirn und richtete sich ächzend auf.
Suse schüttelte den Kopf. »Immer miese Stimmung verbreiten hier. Es is gleich Pause, danach kannste weiternölen.« Sie griff nach ihrer Handtasche und warf sie sich über die Schulter. Keine Sekunde zu früh, denn im selben Augenblick übertönte eine schrille Glocke den Lärm der Maschinen in der staubigen Halle.

#shortstorydienstag – KW 22 „Am See“

#shortstorydienstag – KW 22 „Am See“

Dennis saß auf seinem Handtuch und sah seiner besten Freundin Rasheeda nach.
Sie stand in ihrem babyblauen Badeanzug schon am Ufer des nach Algen riechenden Sees und drehte sich noch einmal zu ihm um. »Willst du wirklich nicht mit ins Wasser kommen?«
Er schüttelte den Kopf. Noch war er nicht so weit. Heute saß er oben ohne da, das war für ihn schon etwas Neues. Also wirklich oben ohne. Kein T-Shirt, kein BH, kein Binder, keine Brüste. Nur große Narben zeugten davon, dass er welche mit sich rumgetragen hatte. Jetzt war der Eingriff lange genug her. Er durfte wieder Sonne an seine Haut lassen. Es war total ungewohnt, die kühle Brise an seinen Brustwarzen zu spüren.
Rasheeda versank mit ihrer dunklen Haut im grünen See und sie planschte fröhlich, sodass das Wasser in alle Richtungen spritzte. »Na, komm schon! Hier sieht uns keiner!« Eine Ente flatterte quakend auf und ließ sich in sicherer Entfernung nieder.
»Nee!«, rief er. »Viel Spaß!«
Daraufhin begann sie, ihre Bahnen zu ziehen. Dennis legte sich auf den Rücken und guckte in den Himmel.
Er war gerade eingedöst, da schreckte ihn ein furchtbarer Schrei auf. Rasheeda!
Ohne nachzudenken sprang er auf und stürzte mit einem Hechtsprung ins Wasser.
»Dennis, nein!«
»Geht es dir gut?«
»Ja, ich … es war wohl nur ein Fisch, der mein Bein gestreift hat.«
»Fuck! Meine Hose! Mein Handy!«
»Tut mir leid, dass ich so geschrien habe. Ich hab mich voll erschreckt.«
»Schon gut. Nur wie kriege ich jetzt meine Klamotten trocken?«
»Ich kann dir meinen Rock anbieten.«
»Auf gar keinen Fall!«
»Tja dann … Ausziehen, in die Sonne legen.«
»Sag mal, Rasheeda?«
»Ja?«
»Warum trägt der Fisch eine Armbanduhr?«
Wieder schrie sie wie am Spieß und machte, dass sie aus dem Wasser kam.
»Reingelegt!«, rief Dennis und lachte.
»Biest!« Jetzt lachte auch sie und ließ sich auf ihr Handtuch fallen.


Diese Szene mit meinen Protagonist:innen aus „Schwuppenplanschen“ wird so nicht in den Roman kommen. Ich würde sie am ehesten als Prequel einordnen.

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