Pressemitteilung: „Du bist schmutzig“ erscheint am Welttag der Patientensicherheit, um diese auch für ME-Patienten einzufordern

Pressemitteilung: „Du bist schmutzig“ erscheint am Welttag der Patientensicherheit, um diese auch für ME-Patienten einzufordern

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Meine Gedanken sind immer noch bei den Opfern des Anschlags auf den Berliner CSD und ihren Angehörigen. Nur langsam löst sich die Schockstarre und es fällt mir sehr schwer, irgendwie zur Tagesordnung überzugehen.

Die Kundgebung am vergangenen Sonntag in Hamburg an der Alster empfand ich als tröstlich, da ich dort meine Trauer teilen konnte und spürte, dass ich nicht alleine damit bin.

Seht es mir bitte nach, dass ich jetzt drei Beiträge zu einem zusammenfasse, aber ich darf das Marketing nicht völlig im Sande verlaufen lassen und habe einfach keine Kraft für drei einzelne Beiträge.

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So ganz scharf lässt es sich ohnehin nicht trennen, denn es handelt sich um eine Geschichte über ein lesbisches Paar, das eine smarte Pflegewohnung bezieht, weil die an ME/CFS erkrankte Jule diese vor der Markteinführung testen soll. Kaum hat ihre Frau die Wohnung verlassen, treten die ersten Fehlfunktionen auf.

Auf der Presse-Seite findet ihr die Pressemitteilung zu meinem ebook „Du bist schmutzig“, das am 17. September 2026, dem Welttag für Patientensicherheit erscheinen wird und bereits jetzt vorbestellbar ist.

Melde dich gern direkt bei mir (ingoschreibtanders(at)web.de), wenn du ein Rezensionsexemplar haben möchtest.
Ich freue mich angesichts der Kürze der Geschichte auch über 1-3 Sätze und wenn du nur eine Handvoll Follower hast oder lieber Mundpropaganda machen magst, bin ich fein damit.
Alternativ zum barrierefreien ebook stelle ich das Manuskript auch als pdf-Datei zur Verfügung.

Ich habe mich um eine realistische Darstellung von ME bemüht und bin dabei von meinen eigenen Erfahrungen ausgegangen. Auch die technischen Neuerungen sind nicht so ganz weit hergeholt.

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Bei dieser Gelegenheit möchte ich auf diesen kompakten Artikel in der Gelben Liste hinweisen, der auch einen sehr übersichtlichen Praxisleitfaden bietet.

Der Tag, an dem ich in eine neue Arztpraxis komme und die behandelnde Person sich besser mit meiner Erkrankung auskennt als ich und mir helfen kann, wird der sein, an dem ich mich auf meiner Webseite wieder rein auf das Schreiben konzentrieren kann, weil ich es nicht mehr als meine Aufgabe ansehe, als Patient Öffentlichkeitsarbeit machen zu müssen und damit dem Bildungsauftrag nachzukommen, den eigentlich die Hochschulen haben.

So, Akku leer. Bett.

Euer Ingo S. Anders

Vorderseite einer Visitenkarte. Links ein Foto eines bärtigen Brillenträgers in kariertem Hemd vor schwarzem Grund. Rechts schwarze Schrift auf weißem Grund: Ingo S. Anders. Ingo schreibt anders. Unten rechts in der Ecke eine Schildkröte, auf deren Panzer ein Vogel sitzt.

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Kurzrezi: Mama, bitte lern deutsch (Tahsim Durgun)

Kurzrezi: Mama, bitte lern deutsch (Tahsim Durgun)

Mama, bitte lern deutsch – Unser Eingliederungsversuch in eine geschlossene Gesellschaft
Autor: Tahsim Durgun
, Gewinner des Bayern 2-Publikumspreises 2025 und des Grimme-Online-Awards 2024
Autobiografie
Verlag: Knaur
208 Seiten
Taschenbuch 18 Euro, ISBN: 978-3426561140
Kindle 15,99 Euro, ISBN: 978-3426561157
Hörbuch, vom Autor selbst eingelesen, 14,85 Euro
Erschienen am 3. März 2025

Ersteindruck

Das ist ein Buch.

Klappentext

„Dieses Buch hilft mir, meine Mutter besser zu verstehen, und dir, Deutschland besser zu verstehen.“

Noch bevor Tahsim Durgun die Grundschule abschließt, muss er für seine Mutter die Abschiebebescheide entziffern, begleitet sie als Dolmetscher zu intimen Arztbesuchen und verliest Aldi-Kataloge am Fliesentisch. So wie Tahsim geht es vielen jungen Menschen mit Migrationsgeschichte, die früh Verantwortung für ihre Eltern übernehmen und gleichzeitig einen Platz finden müssen in einem oft feindseligen Land.

Schreiben sie die besten Noten, bekommen sie trotzdem nur eine Hauptschulempfehlung. Fahren ihre Mitschüler:innen in den Urlaub nach Thailand, dürfen sie Deutschland nicht verlassen, weil sie kein gültiges Reisedokument besitzen. Hilflosigkeit, Angst und Überforderung sind ihre stetigen Begleiter, Einfallsreichtum und Empathie ihr Handwerkszeug.

Mit messerscharfer Intelligenz, poetischer Sprachgewalt und zynischem Humor: Internet-Star Tahsim Durgun reflektiert die Lebenswirklichkeit der postmigrantischen Gesellschaft. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebensgeschichte in einer kurdisch-deutschen Familie rechnet Tahsim ab mit der deutschen Bürokratie und zeigt gleichzeitig tiefen Respekt für seine Mutter und ihre Errungenschaften, die für die deutsche Gesellschaft immer unsichtbar bleiben werden.

Lektüre

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MS Queer feiert Buchgeburtstag!

MS Queer feiert Buchgeburtstag!

Pünktlich zum 14. Juli, dem Internationalen Tag nicht-binärer Menschen, jährt sich der Release-Day der queeren Kurzgeschichte MS Queer – Mit dem Schiff ins Glück.

Für euch gibt es deshalb ein Geburtstagsgeschenk:

Hier in meinem youtube-Kanal könnt ihr euch den Anfang von MS Queer – Mit dem Schiff ins Glück vorlesen lassen.

Das ebook ist nach wie vor für 99 Cent erhältlich, wo es ebooks gibt.

Euer Ingo S. Anders

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In den USA bin ich nicht länger willkommen

In den USA bin ich nicht länger willkommen

Das hat zwar mit Schreiben nun gar nichts zu tun, aber ich möchte das gerne teilen, weil auch ich erst jetzt mit einem Monat Verspätung erst zufällig über Insta überhaupt davon erfahren habe.

Sicher wäre ich auf diese Information gestoßen, wenn ich konkret eine Reise in die USA planen würde.

Elektronische Reisegenehmigung (ESTA)

Umfassende Informationen zum ESTA-Verfahren können der ESTA-Startseite bzw. den ESTA-Informationen der US-Konsulate in Deutschland, den Informationen zum US State Department Visa Waiver Program sowie der ESTA-FAQ entnommen werden. Die einmal erteilte Reisegenehmigung gilt für beliebig viele Einreisen für die Dauer von jeweils max. 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren. Die zuständigen US-Behörden empfehlen, den Antrag mindestens 72 Stunden vor Reiseantritt zu stellen. Die ESTA-Beantragung ist gebührenpflichtig (21 USD).
Aufgrund einer Executive Order vom 20. Januar 2025 müssen Einreisende in die USA in Zukunft bei ESTA- oder Visumanträgen entweder das Geschlecht „männlich“ oder „weiblich“ angeben; relevant ist hierbei der Geschlechtseintrag der antragstellenden Person zum Zeitpunkt der Geburt. Reisende, die den Geschlechtseintrag „X“ innehaben oder deren aktueller Geschlechtseintrag von ihrem Geschlechtseintrag bei Geburt abweicht, sollten vor Einreise die zuständige Auslandsvertretung der USA in Deutschland kontaktieren und die geltenden Einreisevoraussetzungen in Erfahrung zu bringen.

Quelle: Auswärtiges Amt

Dass die Aufforderung, die Auslandsvertretung in dieser Sache zu kontaktieren, ein Zwangsouting darstellt, ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass das Offenbarungsverbot auf dem Papier nichts bringt, wenn man immer wieder durch institutionelle Gewalt dazu gezwungen wird, sich selbst zu offenbaren.

Das ist genauso lächerlich wie die Schweigepflicht von Ärzt:innen, von der man diese entbinden muss, sobald man einen Antrag stellt auf EM-Rente oder Eingliederungshilfe oder seinen Grad der Behinderung feststellen lässt.

Aber sagen wir mal so: Ich war noch niemals in New York und dabei wird es auch bleiben.

Und in meiner Heimat?

Was mir Sorge macht, sind die geplanten und weitere mögliche Entwicklungen in Deutschland.

Friedrich Merz kann Trumps Entscheidung bzgl. Geschlecht nachvollziehen und die CDU will das Selbstbestimmungsgesetz wieder abschaffen.

Was wird noch auf uns zukommen?

Wird Deutschland das nächste europäische Land sein, in dem queere Menschen nicht willkommen sind?
Spätestens mit der Abschaffung des Selbstbestimmungsgesetzes fängt dieser Prozess an.

Das wäre ein super Thema für eine Dystopie gewesen, wenn man es vor der Wahl veröffentlicht hätte.

Am Telefon

Am Telefon

Erinnert ihr euch noch an Rosalinde und Heinz? Rosa hatte sich am Spülbecken mit dem Gedanken getragen, sich am Telefon etwas dazuzuverdienen. Ob sie es wohl jetzt tut?


»Rosa hier«, sagte sie fragend.

Sie strich sich die Schürze glatt und schüttelte den Kopf. »Nein, du willst nicht wissen, was ich anhabe.«

Rosa lachte herzhaft. »Nein, wirklich nicht.«

»Noch nicht sehr lange.«

Sie legte den Kopf schief und überlegte einen Augenblick. »Du bist mein elfter Kunde.«

»Erfahrung habe ich genug, glaub mir, mein Lieber.« Wieder dieses herzhafte Lachen.

»Oh, vielen Dank.« Sie senkte den Kopf, als wolle sie sich verneigen, schonte aber ihren Rücken.

Mit einem Finger kreiste sie über die Arbeitsplatte ihrer Küche. »Ich mag sehr gerne diese New York Cheesecakes. Essen sollte ich aber nicht zu viel davon. Die schlanke Linie, nicht wahr.«

»Du Charmeur! Nun ist aber gut, sonst wird Heinz noch eifersüchtig. Für wie viele Personen soll die Torte reichen?« Sie notierte sich die Zahl.

»Also gut, einmal gedeckter Apfelkuchen, eine Marzipantorte und einmal Schwarzwälder Kirsch.«

Rosa fiel bald das Telefon aus der Hand vor Lachen. Als sie sich wieder einkriegte, sagte sie bestimmt: »Nein, ich springe nicht aus der Torte. Und jetzt lass mich bitte mit deiner Frau sprechen.«

»Hallo, meine Liebe. Nein, dafür musst du dich doch nicht entschuldigen. Ich weiß ja, wie er ist.« Sie seufzte. »Heinz würde so was im Traum nicht einfallen.«

»Er hat sich gut wieder erholt. War schon nicht ohne, die Infektion. Aber Unkraut vergeht nicht, wie er immer sagt.«

Rosa setzte sich auf den Küchenstuhl. »Mit mir ist alles in Ordnung. Die üblichen Wehwehchen, ja.«

»Von den Kindern habe ich schon eine ganze Weile nichts gehört, leider. Aber keine Nachricht ist eine gute Nachricht. Wäre etwas passiert, hätte ich das schon längst gehört.«

»Kurz nach Neujahr. Und du?«

»Ach!«

»Das ist ja allerhand! Und, war das schlimm?«

»Ich musste ja nur damals in Quarantäne, ganz am Anfang, als ein Kollege meines Sohnes Kontakt zu einer infizierten Person hatte.«

»Ja, völlig übertrieben. Ich hab mich bis heute nicht angesteckt.«

»Oder nichts gemerkt.« Sie zuckte mit den Schultern. »Stimmt.«

»Okay, dann lass uns bitte noch mal die Bestellung abgleichen.« Mit der Lesebrille auf der Nase prüfte Rosa die Notizen und beendete dann das Gespräch.


Entstanden bei der Übung 7-14-7 im Schreib-Forum. Bei dieser Übung sollte diesmal ein Text mit einem Telefonat entstehen, bei dem nur eine Seite des Dialogs gezeigt wird, dem man aber trotzdem folgen können sollte.

Am Spülbecken

Am Spülbecken

Mit einem wohligen Seufzer legte Rosalinde ihre Lektüre beiseite. Stroh auf dem Heuboden war so wunderbar prickelnd geschrieben, dass sie auch dieses Buch ihrer Lieblingsautorin ihrem Heinz in letzter Zeit vorgezogen hatte. Doch jetzt war es an der Zeit, aufzustehen. Es war schon später Nachmittag und in der Küche stapelte sich das schmutzige Geschirr der letzten drei Tage. Ächzend erhob sie sich und schlurfte in die Küche.
Sag mir was Schmutziges, dachte sie und grinste schief. Auf die Küche traf das ganz eindeutig zu. Also stapelte sie die Teller, legte das Besteck in eine der Schüsseln und ließ Wasser ins Spülbecken ein.
Gerade hatte sie den Topf abgewaschen und beiseitegestellt, da klingelte ihr Handy. Sie trocknete sich die Hände ab, nahm den Anruf entgegen und stellte das Telefon auf Lautsprecher.
»Rosalinde?«
»Ja, Heinz?«
»Ich bin im Laden, aber sie haben die Butter nicht, die du haben wolltest.«
Sie tauchte einen Teller ins Wasser.
»Bist du in der Badewanne?«, fragte er.
Sie lachte. »Heinz! Aber klar doch. Ich liege hier nackt, plansche ein bisschen und warte nur auf deine Rückkehr.«
»Welche Butter soll ich denn jetzt mitbringen? Oder Margarine? Die haben sie auch.«
»Du kannst Massageöl mitbringen.« Sie kicherte.
»Für den Kuchen?«
Vor Lachen ließ sie beinahe den Teller fallen. »Nein, natürlich nicht für den Kuchen.«
»Heinz, ob Butter oder Margarine ist egal. Du kannst auch Hausmarke nehmen. Jetzt, wo alles so teuer ist. Aber den Geburtstagskuchen bekommt unser Enkelkind.«
»Danke, meine Lotusblüte. Dann noch viel Spaß beim Baden.«
»Bis gleich, mein wilder Hengst.«
Rosalinde schüttelte den Kopf und fragte sich, ob wohl auch ein fremder Mann beim Plätschern des Spülwassers sofort an eine nackte Frau in der Badewanne denken würde. Vielleicht, dachte sie, sollte sie sich ein Beispiel an der Heldin aus Stroh auf dem Heuboden nehmen und sich mit dem Telefon ein kleines Zubrot verdienen. Genug Fantasie hatte sie auf jeden Fall und Spaß machen würde es sicher auch.

Nachdem Heinz sein Fahrrad abgestellt und die Einkäufe ausgepackt und verräumt hatte, fand er seine Frau in der Badewanne liegend vor.


Entstanden beim Schreiben gegen die Zeit im Schreib-Forum.