Die Liste mit den 100 Begriffen

Die Liste mit den 100 Begriffen

Für 100 Geschichten in 100 Tagen, an denen gegen die Zeit geschrieben wird, braucht es auch 100 Begriffe.

Hier ist die Liste mit 117 Begriffen. So ist es kein stures Abarbeiten, sondern es bleibt etwas »Würfelglück« im Spiel.

1 ABGESCHNITTEN
2 ABWECHSLUNG
3 ANFANG
4 APRIL-APRIL
5 AUFGABE
6 AUGENBLICK
7 AUSBRUCH
8 BESESSEN
9 BEWEGEND
10 DÄMMERUNG (mind. 500 Wörter!)
11 DRUCK
12 EIGENLOB
13 EINGESCHRÄNKT
14 ELF
15 ENGEL
16 ERFÜLLUNG
17 ERHABEN
18 ERWACHEN
19 ERWARTUNG
20 ERZ
21 FALL
22 FEST
23 FLIEGEN
24 FREUDE
25 FUNKEN
26 GEDÄCHTNIS
27 GEDULD
28 GELASSEN
29 GELEGENHEIT
30 GEMEINSAM
31 GESCHENK
32 GESELLSCHAFT
33 GESTÄNDNIS
34 GEWISSENSBISSE
35 GLAS
36 GRÜN
37 HALT
38 HAPPY END
39 HERZLICH
40 HINDERNIS
41 HUMOR
42 INSTRUMENT
43 KARTENSPIEL
44 KELLERFENSTER
45 KETTEN
46 KLAGEN
47 KOSTEN
48 KREIS
49 KRÖTEN
50 KUNST
51 LABYRINTH + JAGEN + PALME
52 LAUSCHEN
53 LEDERJACKE
54 LEGENDE
55 LEID
56 LERNEN
57 LEUCHTTURM
58 LIEBE (ohne den Begriff zu nennen)
59 LINSEN
60 LOCKEN
61 LOSE
62 LUFTBALLON + KRUMM + SCHÄUME (der Begriff muss im Text stehen)
63 MAGISCH
64 MÖCHTEGERN
65 MOOR
66 MUSCHEL
67 MYSTERIÖS
68 NICHTS
69 PFLASTER
70 PLANUNG
71 PLÖTZLICH
72 PRESSE
73 RASEN
74 RECHT
75 REGEN
76 ROLLEN
77 RUND
78 SAUER oder WALD
79 SCHALLPLATTE
80 SCHATTEN
81 SCHEIN
82 SCHIENENERSATZVERKEHR
83 SCHMERZ
84 SCHNITTE
85 SCHUH
86 SCHÜTZE
87 SEHNSUCHT
88 SIEBEN
89 SINN
90 SIRENEN
91 SOMMERSONNENWENDE
92 SPIEGEL
93 SPINNEN
94 STEHLEN
95 STILLE
96 STURMSCHÄDEN
97 SUCHEN
98 TANZEN
99 TEILEN
100 THEATER
101 TRICK
102 TRIVIAL
103 UMZUG
104 UNSICHTBAR
105 UNVERSEHRTHEIT
106 VERGEBUNG
107 VERSTECK
108 VERTRAUEN
109 VERWANDTSCHAFT
110 WEGWEISER
111 WÜSTE
112 WUT
113 ZAHLEN
114 ZÄRTLICHKEIT
115 ZEITUMSTELLUNG
116 ZIEL
117 ZUFALL

Hier ist noch mal der Link zum Zufallsgenerator: https://www.der-zufallsgenerator.com/zufallszahl.html

Also, übermorgen geht es los!

Bald geht’s los!

Bald geht’s los!

Damit ihr einen Eindruck davon bekommt, wie so ein SGZ-Text aussehen kann, hier mal ein Text, den ich am gestrigen Sonntagabend verfasst habe. Der Begriff war: „RÄUCHERSTÄBCHEN“.

Raucherstäbchen
Dichter Rauch stand in dem ungelüfteten Raum.
»Mach deine doofen Räucherstäbchen aus! Das stinkt!« Das Mädchen hielt sich die Nase zu.
Die schlanke Endzwanzigerin wandte sich ihr zu. »Schantall, das heißt Ziggis! Und der Kalle kann rauchen, wie er will. Haste das verstanden?«
»Ich heiße Chantal! Und Rauchen ist ungesund! Egal ob Ziggis, Sargnägel, Kippen oder Räucherstäbchen.«
»Hör nich auf das Kind, Kalle. Das hat die von ihrem Vadder. Das is son verklemmter Grüner. Der Kalle is jetzt dein neuer Papa, Schantall.«
»Nein!« Wütend griff Chantal eine der Zigarettenschachteln vom Wohnzimmertisch und trat darauf herum, sprang sogar.
»Ey, das warn meine.« Kalle wandte den Blick vom Fernseher ab und sah das Kind das erste Mal an.
»Haste se noch alle?!« Schon setzte es die erste von Mutters Ohrfeigen.
Chantal war es nicht gewohnt, sich ducken zu müssen, und so traf der Schlag sie mit voller Wucht.

Am Busbahnhof war es kalt. Sie hatte in ihrer Schultasche nur das Wichtigste mitnehmen können – etwas zu trinken und zu essen, die Zahnbürste und Zahnpasta, ihren Teddybären und etwas frische Wäsche –, darum hatte sie keine wärmende Decke. Der Anorak war einfach nicht für längere Aufenthalte an der frischen Winterluft gedacht. Und sie hatte nicht damit gerechnet, dass es so lange dauern würde, zu Papa zu fahren. Sie hatte einfach angenommen, wenn der eine Bus anhielte, käme sofort der nächste. Doch so einfach war das mit dem Umsteigen bei den Fernbussen nicht. Der erste Fahrer war nett gewesen und hatte sie umsonst mitgenommen. Aber als der nächste Bus kam, hatte die Fahrerin erst auf einem Ticket bestanden und überhaupt wollte sie ein Kind ohne Erwachsene gar nicht erst mitnehmen.

Als sie endlich die warme Wohnung ihres Vaters betrat, umhüllte sie sogleich der angenehme Duft indischer Räucherstäbchen.

Die ersten zwanzig Minuten habe ich auf dem Begriff herumgedacht und die Räucherstäbchen wollten einfach nicht zünden, sodass ich den Umweg über die „Raucherstäbchen“ genommen und den Begriff nicht ins Zentrum gestellt habe. Als ich dann drin war in der Geschichte, hätte ich noch locker mehr schreiben können und auch wollen, aber die Zeit war um. Ich habe mir jedoch sagen lassen, dass der – natürlich nicht überarbeitete – Text auch für sich alleine stehen kann.

Am Donnerstag gibt es die Liste mit den 100 Begriffen für alle, die bei der Aktion „100 Geschichten in 100 Tagen“ mitmachen oder einfach mal die Übung Schreiben gegen die Zeit ausprobieren wollen!

SGZ: 100 Geschichten in 100 Tagen

SGZ: 100 Geschichten in 100 Tagen

100 Geschichten in 100 Tagen – wie soll das gehen?

Im Schreib-Forum machen wir jeden Abend von 20-21 Uhr eine Schreibübung namens »Schreiben gegen die Zeit« (SGZ).
Man hat genau diese Stunde Zeit, aus einem Begriff eine kleine Geschichte oder wie auch immer gearteten Text zu basteln. Das darf auch ein Gedicht sein oder auch ein Plotansatz, ein Ausschnitt eines Romans – ganz egal, Hauptsache man tippt möglichst hemmungslos irgendwas runter. Dabei gehts auch nicht um die Masse der Anschläge an sich, sondern darum, sich den Kopf freizuschreiben. Sich zu erlauben, auch mal schlecht schreiben zu dürfen. Den Kritiker geknebelt in die Ecke stellen. Um welchen Begriff es sich handelt, weiß man vorher nicht, der wird erst abends um acht bekannt gegeben. Danach wird dann gegenseitig gelesen und kommentiert.
Bei unserer wöchentlichen Übung habe ich natürlich seit Beginn nicht jede Woche teilnehmen können und so ist eine Liste mit über 100 Begriffen zustande gekommen, zu denen ich noch keine Geschichte geschrieben habe. Also wird es mal Zeit!

Für meine Zwecke werde ich die Übung etwas abwandeln. Ich mache sie nicht abends um acht, sondern gleich nach dem Aufstehen.
Da ich sie alleine mache, habe ich niemanden, der mir den Begriff vorgibt. Deshalb habe ich mir etwas einfallen lassen, wie ich mich selbst überraschen kann, um dann spontan zu einem Wort etwas zu schreiben:

  1. Jeder Begriff in der Liste hat eine Nummer. Ich verwende einen Zufallsgenerator, um eine Nummer zufällig (ja, liebe IT-ler, es heißt »Pseudozufall«) aus der Liste auswählen zu lassen.
  2. Timer auf 60 Minuten stellen und spätestens beim Klingeln wird veröffentlicht. Tipp: In den letzten Minuten lese ich noch mal drüber und mache letzte Korrekturen.
  3. Danach wird die Nummer aus der Liste gestrichen (Zeile löschen) und für die verbleibenden Begriffe werden die Nummern neu vergeben (einfach von oben nach unten ausfüllen).
  4. Und am nächsten Tag fange ich wieder bei 1. an.
    Wichtig ist nicht die Reihenfolge, sondern dass jede Nummer in der Liste nur einmal auftaucht und kein Begriff leer ausgeht.

Wer will, kann mitmachen!
Meine Liste mit den Begriffen werde ich demnächst – rechtzeitig vor Beginn der Aktion am 09.01.21 – als Blogbeitrag zur Verfügung stellen. Es laufen dann jeweils nach meinem Beitrag 24 Stunden, innerhalb derer der eigene Beitrag gepostet werden kann.
Wer vor dem Schreiben des jeweiligen SGZ über den Begriffen brütet, pfuscht!

Ich behaupte, das ist zu schaffen, jeden Tag eine Stunde zu schreiben. Ob jeden Tag eine Perle daraus hervorgeht, wird sich zeigen. Aber es ist möglich!
Ob ich die Aktion 100 Tage am Stück überhaupt durchhalte? Das sind immerhin über drei Monate. Ich weiß es nicht, aber da mich der letzte NaNoWriMo so beflügelt hat, kann ich es mir gut vorstellen.

Vielleicht traut sich ja jemand, es mit mir aufzunehmen. Wer möchte mitmachen?:D

Frohes Neues!

Ich bin wieder da.

Das habe ich manchmal, dass ich für eine Weile abtauche und eines schönen Tages aus meinem Winterschlaf aufwache. Ich brauche das, dieses Alleinsein bis hin zur Einsamkeit, um wieder Hunger nach dem Leben zu bekommen.
Das vergangene Jahr hat mich diesbezüglich aus dem Takt gebracht. Wie uns alle wohl.

2020 sollte mein Jahr werden. Ich habe mir eine anständige Schreibsoftware gekauft, die mir geholfen hat, meinen Roman zu überblicken.
Zudem hatte ich mir vorgenommen, jetzt endlich mal in einer Anthologie veröffentlicht zu werden. Ich nahm an diversen Wettbewerben teil und schaffte es in der Sparte Queer mit »Freiwillig schwul werden?« auf die Longlist des Berliner Literaturpreises »Wortrandale 2020«. Mein größter Erfolg dabei war, dies auch als Erfolg anzuerkennen.
Im November ist es mir gelungen, die Rohfassung meines ersten Romans abzuschließen. Ich war nach drei Jahren bei der Hälfte und dann habe ich innerhalb von drei Wochen – NaNoWriMo lässt grüßen – den Rest runtergetippt. Ich war total von den Socken, als ich mich mehr als 10.000 Anschläge pro Tag tippen sah.
Bis auf Weiteres befindet sich das Manuskript in der Überarbeitung. Erst ruht es eine Weile. Da brauche ich wohl auch noch Zeit, bis ich den Bogen raus habe, wie man das macht und wo meine Schwächen liegen, die ich ausbügeln muss.

Für 2021 habe ich mir vorgenommen, daran anzuknüpfen, im Idealfall noch eins draufzusetzen:

  1. Meinen zweiten Roman runterschreiben.
  2. Meinen ersten Roman überarbeiten.
  3. Aktion »100 Geschichten in 100 Tagen« im Blog starten.

Was es mit der Aktion auf sich hat, erzähle ich dann beim nächsten Mal.

Möge 2021 uns allen nur das Beste bringen!