Buchvorstellung: Projekt Rhein

Buchvorstellung: Projekt Rhein

Deutschland, 2050, mit knapp über vierzig Grad einer der kühleren Sommertage. Leonidas liegt im Schatten seiner Maispflanzen, als ihm eine Einladung des Bundeskanzlers übermittelt wird. Es geht um den längst ausgetrockneten Rhein …

Eine dystopische Kurzgeschichte.


Das ist der Klappentext. Hoffentlich habe ich die richtigen Worte gewählt. Das ist gar nicht so einfach, finde ich. Genre, Setting und Stimmung müssen klar werden, ebenso braucht der Leser sofort ein Bild vor Augen und muss sich mit einer sympathischen Hauptfigur identifizieren können.
Der Text soll zum Kauf animieren, darf aber nicht zu viel verraten. (Ich hasse es, wenn ich noch bis nach dem Mittelpunkt etwas weiß, das noch kommen muss, weil es im Klappentext stand.)
Vor allem darf man keine falschen Erwartungen wecken, nicht die falschen Leser:innen anziehen, weil diese dann enttäuscht wären von der Lektüre …

Ist mir das gelungen, was denkt ihr?

Wie gefällt euch das Cover?

Bis das ebook erhältlich ist, wird allerdings noch einiges Wasser den Rhein hinunterfließen. Im Augenblick ist das Manuskript im Korrektorat. Trotzdem wollte ich euch wie versprochen das Cover zeigen.

Euer Ingo S. Anders

Folgt mir auch auf Instagram!

Gebt meiner Facebook-Seite ein Like!

Seelische Unterstützung online für den Hamburger Süden

Wohnst Du im Hamburger Süden und hast Interesse an einer geschützten Online-Gruppe, die sich wöchentlich in einem Zoom-Meeting trifft?

Die Gruppe wird von einer Psychologin geleitet und bei Bedarf gibt es auch Einzelgespräche.

Schau gleich nach im Flyer der Online-Gruppe der Brücke Harburg

Nalex: Öffentliche Bücherschränke

Im Februar hatte ich von meiner Herzensangelegenheit erzählt. Heute nun ein Gastbeitrag von Nalex zum diesem Thema:

Schon seit längerem habe ich mit dem Gedanken gespielt, einen Beitrag über öffentliche Bücherschränke zu schreiben. Doch bis jetzt habe ich noch nicht den Grund dafür gehabt, es auch zu tun. Das hat sich geändert, als der Blogring ins Leben gerufen wurde und die Planung für 2023 gemacht wurde.

Also habe ich mich im Internet ein wenig umgeschaut und aus dem, was ich herausgefunden habe, einen kleinen Text zusammengestellt.

Bücherschränke (allgemeine Informationen)

Bei den Bücherschränken handelt es sich um richtige Schränke in Gebäuden, wetterfeste Regale an der Straße, ausgediente Telefonzellen oder einfache Kisten an zentral gelegenen Orten, die für jeden zugänglich sind.

Die dort befindlichen Bücher sind zur kostenlosen Mitnahme oder zum Tausch dort hinterlegt. D. h. man kann sie einfach so mitnehmen und bringt sie dann zurück oder wie schon erwähnt, tauscht sie gegen andere Bücher aus.

All das ist ohne Kosten, unverbindlich und vor allem anonym. Es sind also auch keine Mitgliedschaften vonnöten und somit auch keine Beiträge, was die Leihfristen wie in Bibliotheken ebenso ausschließt.

In den meisten Fällen finden sich auch Menschen, die sich um die Bücherschränke jeglicher Form kümmern und ein Auge darauf haben, was sich darin befindet.

Allgemeine Auflistung von Bücherschränken in den Bundesländern

Baden-Würtemberg 600

Bayern 302

Berlin 82

Brandenburg 103

Bremen 22

Hamburg 170

Hessen 271

Mecklenburg-Vorpommern 44

Niedersachsen 374

Nordrhein-Westfalen 571

Rheinland-Pfalz 157

Saarland 42

Sachsen 108

Sachsen-Anhalt 80

Schleswig-Holstein 102

Thüringen 61

Im gesamten Bundesgebiet gibt es also 3090 Bücherschränke, deren genaue Standorte im Internet ersichtlich sind.

Für wen sind Bücherschränke interessant?

Im Großen und Ganzen ist für jeden der Bücherschrank an sich interessant. Vor allem aber profitieren Vielleser, Personen mit begrenzten finanziellen Mitteln und Familien davon.

Vor- und Nachteile

Zu den Vorteilen gehören folgende Punkte:

  1. Einsparung von Ressourcen bei der Produktion von Büchern
  2. Autoren können entdeckt werden um sich selbst deren Bücher zu kaufen oder sich diese auch zu gewissen Anlässen schenken zu lassen
  3. Die Möglichkeit sich einen Teil von Buchreihen oder alle Teile von diesen Reihen zu holen
  4. Keine großen Ausgaben um sich Bücher zu holen
  5. Hin und wieder kommt man auch ins Gespräch mit anderen Lesern um sich dann mit diesen über das gemeinsame Hobby zu unterhalten
  6. Bücher werden nicht in den Papiermüll geworfen

Zu den Nachteilen gehören jene Punkte:

  1. Umsatz in lokalen Buchläden sinkt
  2. Schriftsteller bleiben jedoch im Gespräch, aber auch deren Verkäufe gehen somit zurück

Mehr von Nalex lest ihr auf ihrem Blog: read and write

Buchtipp: Als ich aus der Zeit fiel (Jens Jüttner)

Buchtipp: Als ich aus der Zeit fiel (Jens Jüttner)

Heute anstatt einer ausführlichen Rezension mal ein kurzer Buchtipp von mir: „Als ich aus der Zeit fiel – Mein Weg durch die paranoide Schizophrenie“ von Jens Jüttner ist eine gelungene Mischung aus Schilderungen persönlicher Erlebnisse und Aufklärung über die Erkrankung. Sehr interessant fand ich vor allem die ebenfalls eingebrachte Perspektive der Angehörigen.

Jens Jüttner ist wie ich zertifizierter Genesungsbegleiter und anders als ich auch als Peerberater tätig und hält Vorträge.

Ich hatte mir das Buch gekauft, um mal zu sehen, wie ein Sachbuch aufgebaut ist, in dem persönliche Erfahrungen mit einer psychischen Erkrankung ansprechend verpackt werden. Hieran kann man sich auf jeden Fall ein Beispiel nehmen.

Ich gratuliere zu 5.000 verkauften Exemplaren!

Euer Ingo S. Anders

Folgt mir auch auf Instagram!

Gebt meiner Facebook-Seite ein Like!

Der Brotjob gehört zum Autor wie …

Der Brotjob gehört zum Autor wie …

der Leser zum Buch. Einen Brotjob muss freilich nicht jede:r Autor:in haben, viele aber schreiben nebenberuflich und träumen noch davon, eines Tages genug Geld mit den Büchern zu verdienen, dass sie sich voll und ganz darauf konzentrieren können. Viele machen sich dann ganz selbstständig und ergänzen ihr Einkommen durch buchnahe Tätigkeiten wie Lektorat, Korrektorat, Sensitivityreading und Coaching.

Ich gehe den umgekehrten Weg, denn ich hatte ja die letzten Jahre als Erwerbsminderungsrentner den lieben langen Tag Zeit für das Schreiben. Und zwar nur für das Schreiben (okay: und Arzttermine) – bis ich mit Tobaksplitter mein erstes Buch veröffentlichte. Denn dann ging es los mit dem Marketing und der Buchhaltung, der Organisation von Lesungen (okay: einer Lesung), der ständigen Präsenz in den Sozialen Medien (okay: erst mal nur Instagram) und der Notwendigkeit, das alles irgendwie zu erledigen und trotzdem noch Zeit und Muße fürs Schreiben zu finden.
Wie viel andere bei Insta machen und wie häufig andere einen neuen Roman auf den Markt bringen, hat mir gezeigt, dass ich da nie und nimmer mithalten kann. Mit Verlag oder ohne, ich werde stets eine Randerscheinung bleiben. Da ich überwiegend über Nischenthemen schreibe, macht das ja auch nichts, solange ich nur genug Sichtbarkeit bekomme, damit die potentiellen Käufer:innen auch vom Buch erfahren. Doch woher nehmen wenn nicht noch mehr investieren?

Der andere, für mich persönlich viel wichtigere Aspekt ist, dass ich überhaupt keine Energie und auch keine Lust, oft nicht mal die Zeit hatte, etwas zu schreiben. Nicht Kurzgeschichten, erst recht nicht am Roman. Dabei wollte ich mir doch genau dafür eine Präsenz aufbauen: damit ich schon eine Fanbase habe, wenn mein Roman dann mal rauskommt … irgendwann.
Außerdem stellte ich fest, dass ich Tages- und Wochenstruktur brauche. Es ist zwar verlockend, sich einfach ins Bett legen zu können, wenn man erschöpft oder müde ist, aber es zieht auch die Stimmung runter, wenn man unterm Strich zu viel schläft.
Auf der anderen Seite mache ich mir immer noch Sorgen, wenn ich voller Freude nachts schreibe, dass ich gerade in eine Hypomanie rauschen könnte …

Deshalb und auch weil ich mich nach Anleitung und konkreten Aufgabenstellungen sehne, will ich wieder in bezahlte nichtselbständige Arbeit. Auf dem Weg bin ich seit Januar letzten Jahres, seit Oktober habe ich eine Jobcoach, mit der ich zweimal die Woche Sitzungen hatte.
Und am Dienstag geht es dann mit der Arbeitserprobung los. Erst mal drei Stunden einmal in der Woche. Heute war ich beim Vorgespräch.
Parallel dazu werde ich an einen Kurs teilnehmen mit dem Oberthema Kommunikation. Ich bin gespannt auf Austausch zu den Themen Verhaltensstile im Kritikgespräch, Konzentration und Selbstsicherheit. Vor allem Selbstsicherheit brauche ich.
Wenn ich Glück habe, bin ich ab Mai in der Ergotherapiepraxis meiner Wahl beim Gruppentraining Sozialer Kompetenzen dabei – da entscheidet das Los im April.

Heute habe ich also meinen neuen Arbeitsplatz kennengelernt.
Das Vorgespräch war ganz angenehm und diesmal habe bei der offen gestellten Frage „Erzählen Sie mal etwas über sich“ keinen Blackout gehabt. Ganz simpel kurz die wichtigsten beruflichen Stationen abgehandelt, ohne zu hetzen oder mich zu verhaspeln – so sollte es mal in einem Bewerbungsgespräch laufen.
Der Raum, in dem ich arbeiten werde, bietet drei Computer-Arbeitsplätze, die aber nachmittags (In meiner Welt fängt der Nachmittag um 14 Uhr an, aber dort muss ich um 12:30 schon anfangen.) alle frei sind. Das heißt: Quasi Einzelbüro. Mobiliar stört mich ja nicht. Und es gibt kein Telefon am Platz. Das bedeutet, ich bin auch davon erst mal verschont. Wohl habe ich aber die Möglichkeit, später mal Telefonieren zu üben, wenn ich das unbedingt will. Einzelne Anrufe kann ich an bestimmten Arbeitsplätzen erledigen, aber üblicherweise sollte das gar nicht notwendig werden.
Zunächst geht es aber nur um die Überprüfung, ob ich den Rahmenbedingungen da draußen wieder gewachsen bin. Regelmäßig zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort aufschlagen. Krankmelden, wenn es mir nicht gut geht. Einfache Aufgaben wie etwa Adressrecherche erledigen, Kommunikation mit den Ansprechpartnerinnen. Und weiteres erfahre ich dann am Dienstag.

Das Schreiben macht als Hobby so unglaublich viel Spaß. Es fühlt sich anders an, wenn es nicht in Arbeit ausartet. Wenn ich es nicht tun muss, um etwas zu erreichen, sondern tun darf, weil ich die Möglichkeit dazu habe. Das ist nicht gleichzusetzen mit minderer Qualität! Ich habe dann einfach nur nicht diesen Zeit- und Erfolgsdruck, den ich habe, wenn ich von mir erwarte, kostendeckend zu arbeiten. Das klappt einfach nicht in jedem Jahr, schon gar nicht am Anfang. Nach dem, was ich inzwischen so mitbekommen habe, liege ich mit den Verkaufszahlen auch gar nicht so schlecht, wie ich das gedacht hatte.

Wenn ich dann also das nächste Mal eine Deadline verbaselt habe, kann ich sagen: Musste arbeiten.
Auf Arbeit als Ausrede freue ich mich so richtig!

Euer Ingo S. Anders

Folgt mir auch auf Instagram!

Gebt meiner Facebook-Seite ein Like!

Schreibanregung Liebesgeschichte

Schreibanregung Liebesgeschichte

Die Schreibanregung des Monats März beschäftigt sich mit dem Genre Liebesgeschichte.

Grundsätzlich gilt: Du darfst jederzeit von meinen Vorschlägen abweichen. Es geht nur darum, dich zum Schreiben anzuregen.

Stufe 1:
Für eine leichte Fingerübung ohne Genrekonventionen lass etwas mit einem Faxgerät in einem Café passieren. Die Hauptfigur ist ein:e Eisverkäufer:in.

Stufe 2:
Für eine erhöhte Schwierigkeit soll diese Geschichte ins Genre Liebesgeschichte passen. Dazu ist Folgendes wichtig:
Meistens geht es um die Beziehungsanbahnung und zwei Menschen verlieben sich in einer spannenden oder interessanten Rahmenhandlung. Dabei gibt es widrige Umstände oder die Liebe verursacht Leiden und mindestens eine der beiden Personen kämpft um die Beziehung. Die Liebenden treffen immer wieder aufeinander.
Häufige Tropes sind friends to lovers oder enemies to lovers. Das Genre wird auch als Romance bezeichnet.

Beim Schreiben von Genreliteratur ist es wichtig, die gängigen Genrekonventionen einzuhalten, sonst enttäuschst du Erwartungen an deine Geschichte und brichst damit sozusagen dein Versprechen an die Leser:innen. Diese Konventionen sind allerdings Veränderungen unterworfen, neue Genre und Subgenre entstehen.
Auch interessant: Eine Geschichte lässt sich häufig nicht klar nur einem Genre zuordnen. Mach dir also keine Sorgen, wenn du das Gefühl hast, deine Geschichte könnte auch in eine andere Schublade passen.
Weitere Infos zu verschiedenen Genres und Subgenres gibt es hier, hier und hier.

Stufe 3:
Das ist dir noch nicht spicy genug? Dann gebe ich dir dazu folgendes Thema:
Klimawandel

Nun aber ran an die Tasten!
Lass mich gerne wissen, was aus dieser Schreibanregung für die Liebesgeschichte geworden ist. Schreib mir einen Kommentar und verlinke deine Geschichte oder poste die Geschichte im Forum mit Verweis auf diese Schreibanregung!

Euer Ingo S. Anders

Mein Blog. Folgt mir auch auf Instagram!

Gebt meiner Facebook-Seite ein Like!