Montagsroman -6-

Montagsroman -6-

»Was glotzt ihr alle so dämlich?«, grummelte Erwin. »Pause ist vorbei.« Er nahm seinen Kopf unter den Arm und schritt von dannen.

ENDE


Fazit

Mir hat es großen Spaß gemacht, bis ich gemerkt habe, dass die Leser:innen nicht mitziehen, was den Input angeht. Das fand ich etwas schade, hatte aber offenbar zu hohe Erwartungen.

Ich habe kürzlich in einem Seminar die Nielsen-Regel kennengelernt. Nach der bleiben 90% der Leser:innen in Social Media passiv, 10% reagieren auf Content in Form von Likes und Kommentaren und nur 1% wird selbst aktiv und stellt Content bereit. Das kann ich gar nicht glauben, so voll wie das Netz ist. *lach

Ginge es nur ums Blog, könnte ich sicher noch ne Weile alleine weitermachen, aber da ich das auch bei Insta live poste und Montag mein Ruhetag ist … das ist mir zu anstrengend, mich da terminlich zu binden. Wie das funktioniert, dort Beiträge zu planen, habe ich noch nicht so ganz raus.

Und solcher Trash ist ehrlich gesagt nicht unbedingt das beste Aushängeschild für meine Künste. *hust
Dieser Montagsroman ist ja noch ne Schublade tiefer als die SGZs. xD
Deshalb ist hier an dieser Stelle Ende im Gelände.

Über eure Likes habe ich mich sehr gefreut. :)

Montagsroman -5-

Montagsroman -5-

»Oh, Chef, Frau Papendieck und ich vertiefen gerade noch einmal die Kenntnisse aus der letzten Erste-Hilfe-Schulung«, stotterte Kalle und ließ Suse los.
»Bei Herrn Rahlstetter waren sie offenbar zu spät«, kommentierte Frau Siebenschmitz. »Und nennen Sie mich nicht Chef, Herr Blumfeld. Ich habe einen Namen, mit dem Sie mich bereits seit drei Jahren als Ihre Vorgesetzte ansprechen dürfen.«
»Ja, Frau Siebenschmitz.« Er trat zurück, seine Kollegin rutschte vom Tisch.
»Geht doch. Was ist das hier für eine Sauerei?«
»Na der Ventilator is runtergekommen.« Suse beschrieb den Hergang, nicht ohne ein Funkeln in den Augen.

Montagsroman -4-

Montagsroman -4-

»Suse?«
»Kalle?«
»Stehst du auch so auf Splatter?« Er wischte etwas Blut von ihrer Lippe über ihre Wange und hinterließ dabei eine rote Spur.
»Ja, das macht mich immer so …«
»Sag es nicht.« Er zog sie an sich, presste seine Lippen auf ihre.
Sie ließ ihre Handtasche sinken und nestelte am Reißverschluss ihres Overalls.
Er hob sie auf den Tisch, an dem sie eigentlich hatten essen wollen.
Da öffnete sich die Tür.

Montagsroman -3-

Montagsroman -3-

Im Pausenraum schlug ihnen Kälte entgegen, als hätten sie ein Kühlhaus betreten.
»Hört ihr das auch?«, fragte Suse.
Die Rotorblätter des Deckenventilators dümpelten nicht müde, sondern rauschten regelrecht.
Mit gerunzelter Stirn sah Kalle empor zur Verankerung des wild schwankenden Geräts. Eine Schraube hatte sich bereits gelöst. »Wie schaltet man das denn aus?«
»Nichts wird hier ausgeschaltet!«, herrschte Erwin. Daraufhin fiel das Gerät und der sich noch drehende Ventilator durchtrennte den Hals des Alten. Blut spritzte.
»Na, ich wisch das aber nicht auf«, meinte Suse trocken.

Montagsroman -2-

Montagsroman -2-

Es war unerträglich heiß und die Klamotten klebten ihnen am Leib. Schweiß rann Kalle in die Kimme. »Früher hätten wir jetzt hitzefrei gehabt.«
»Zu deiner Zeit vielleicht«, grummelte Erwin.
»Ist doch schön! Endlich kann man mal luftigere Sachen anziehen, baden gehen, sich in die Sonne legen …«
»Du hast doch nen Sonnenstich, Mädel!«
»Erwin!« Kalle versetzte ihm einen Stoß in die Seite.
Suse ging nicht darauf ein und voran in Richtung Pausenraum. Hoffentlich funktionierte der Ventilator noch.

Montagsroman -1-

Montagsroman -1-

»Ich hasse Montage! Kann man die Woche nicht einfach erst am Dienstag beginnen? Oder am besten gleich freitags! Die Wochenenden sind ja wenigstens noch halbwegs erträglich. Wenn da nicht die Gören wären. Nee, nee, nee.«
»Erwin! Nu halt doch mal den Rand!« Kalle wischte sich den Schweiß von der Stirn und richtete sich ächzend auf.
Suse schüttelte den Kopf. »Immer miese Stimmung verbreiten hier. Es is gleich Pause, danach kannste weiternölen.« Sie griff nach ihrer Handtasche und warf sie sich über die Schulter. Keine Sekunde zu früh, denn im selben Augenblick übertönte eine schrille Glocke den Lärm der Maschinen in der staubigen Halle.

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