Das Cover ist da!

Das Cover ist da!

Meine Sammlung kurzer Geschichten, die bisher unter der hochtrabenden Bezeichnung „Anthologie“ und dem Arbeitstitel „Harter Tobak“ lief, wird nun hoffentlich bald als „Tobaksplitter – Facetten meiner Persönlichkeit“ erscheinen.

Da der Uploadbereich von BoD gerade streikt und die Downtime schon zweimal verlängert wurde, ist die Sache leider immer noch nicht in trockenen Tüchern. Ich hoffe, das zieht sich nicht noch mehr in die Länge.

Das Buch kommt seitens BoD frühestens 14 Tage nach dem Upload heraus, geplant hatte ich aber einen etwas längeren Vorlauf. Sobald das Veröffentlichungsdatum steht, gebe ich es natürlich hier bekannt.

Herrenanzug schwarz mit weißem Hemd und silbergrau karierter Krawatte. 
Autorenname: Ingo S. Anders
Titel: Tobaksplitter
Zusatzhinweis: Sammlung kurzer Geschichten
(c) A&K Buchcover

Das ist es!
Ich kann gar nicht genau sagen, warum ich mich für dieses entschieden habe. War wie so oft aus dem Bauch heraus. Wenn ich jetzt überlege: Es hat mich einfach angesprochen – ich mag Anzüge – und ich habe gedacht: Den Typ würde ich gerne kennenlernen.

Wie der Anzug für einen Mann nur seine äußere Hülle ist, ist auch das Cover nur die Außenansicht eines Buches.

Genau das sollen die Leser ja auch wollen. Sie sollen die Geschichten in diesem Buch lesen wollen. Mich darüber ein Stück näher kennenlernen wollen.

Ich hoffe nur, es heißt dann nicht nachher: Außen hui, innen pfui!

Meine Antho ist aus dem Lektorat zurück

Meine Antho ist aus dem Lektorat zurück

Ihr Lieben, es gibt tolle Neuigkeiten!
Meine Sammlung kurzer Geschichten, die bisher unter dem Arbeitstitel Harter Tobak läuft, ist fertig lektoriert und ich habe die Änderungen auch bereits eingearbeitet.
Ich musste nicht lange überlegen, um mich dazu zu entscheiden, das Buch bei Books on Demand im Format 12×19 zu veröffentlichen.

Über Nacht habe ich gesetzt und ich hoffe, ich habe keine Fehler gemacht. -.-
Zum Glück kenne ich jemanden, der sich damit auskennt. Der bindet sogar Bücher mit der Hand aus lauter Spaß an der Freud! Vielleicht kann ich ihn dazu motivieren, einen prüfenden Blick auf mein Manuskript zu werfen.

Jetzt habe ich so einen Ungeduldigkeitsschub, aber ich weiß ganz genau, dass ich jetzt nicht auf den letzten Metern noch in Sprint verfallen darf, sonst gibt es Flüchtigkeitsfehler und andere falsche Entscheidungen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, muss ich erst bei BoD den Vertrag abschließen und bekomme dann von denen die ISBN und den Barcode, der wiederum fürs Coverdesign wichtig ist und da eingebaut werden muss. Es ist also nicht zu früh, jetzt jemanden damit zu beauftragen.^^
Das fertige Cover und die Schutzhülle muss ich dann zusammen mit meinem Manuskript als pdf-Dokument hochladen und allerlei Angaben machen. Wo der Klappentext hinkommt, ahne ich bereits, aber was für Schlagworte ich angegeben soll, ist mir schleierhaft. Da muss ich mal jemanden fragen, der schon bei BoD veröffentlicht hat.

Ich habe mich für ein Cover entschieden, um das ich schon wochenlang rumgeschlichen bin. Auch da habe ich Noob natürlich noch blöde Anfängerfragen.

Ich bin so aufgeregt!

Ich muss noch was beichten: Diejenigen, die von Anbeginn an mein Blog verfolgen oder sich aus anderen Gründen damals auf der Seite umgesehen haben, dürften die eine oder andere Geschichte wiedererkennen. Es sind nicht alles Weltpremieren. Aber es ist auch viel bisher Unveröffentlichtes dabei!

Schwuppenplanschen pausiert

Etwas zu kurz geraten
Wie soll ich sagen? Zwischenzeitlich konnte ich bei Schwuppenplanschen Richtfest feiern; die Rohfassung war zu Ende geschrieben. Leider hatte sie da gerade mal etwa 21k Wörter. Jetzt 22k, nachdem ich begonnen habe, die Szenen auszuschmücken, was ich nur höchst ungern tue. Ich tippe die Dialoge runter und am liebsten würde ich es dabei belassen. In einer Kurzgeschichte kann man das auch mal machen, aber nicht in einem Roman.
Mit dem jetzigen Umfang hat das Werk allerdings erst knapp den Umfang einer Novelle erreicht und ist weit entfernt von einem Roman – dreimal so lang sollte es werden. Nur mit ausschmücken werde ich das auch nicht mehr schaffen, denke ich. Der Mittelteil ist viel zu dünn, das Ende bisher nur skizziert.
Ich kann nun zweierlei tun: Grundlegend den Plot überarbeiten und neue Szenen einfügen oder gar eine ganze Nebenhandlung – oder mich auf eine Novelle beschränken. Ich weiß es noch nicht, aber ich tendiere dazu, den Plot auszubauen.

Die elende Überarbeitung
Ich muss zugeben, dass ich die Überarbeitung immer ziemlich vor mir herschiebe.
Irgendwie habe ich ein Problem damit, einmal hingeschriebene Zeilen noch einmal zu verändern. Wenn ich mich dransetze, um den Szenen mehr Atmosphäre zu verleihen, sehe ich wieder alles vor mir (das ich noch nicht alles hingeschrieben habe) und lese meine eigene Geschichte, anstatt sie zu überarbeiten. Ich nehme stark an, dass das ein Indiz dafür ist, dass ich sie ruhen lassen muss, bis ich so viel Abstand habe, dass ich den Text lesen kann, als sei es eine fremde Geschichte.
Wenn ich dagegen Rückmeldungen von etwa Testlesern bekomme, dann ist das kein Problem, schnell etwas zu ändern. Aber ohne diese Impulse bin ich betriebsblind, wie wohl jede:r ab einem gewissen Punkt.
Deshalb habe ich die erste Überarbeitung zunächst pausiert. Ich hoffe nur, ich schiebe sie nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag vor mir her.

Ein Anflug von Größenwahn
Es hat mich mal wieder ein Wettbewerb angelacht.
Ich habe übrigens seit Anfang 2020 an 10 Wettbewerben teilgenommen und seither 8 Absagen erhalten bzw. Daten von Preisverleihungen – an denen ich nicht teilnahm – verstreichen sehen, eine Rückmeldung steht aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf noch aus und einmal habe ich es auf die Longlist geschafft: Sparte Queer beim Berliner Literaturpreis Wortrandale 2020. Dabei habe ich jetzt nicht mitgezählt, wenn ich, wie in diesem Fall, mehrere Geschichten einreichen durfte.
Ich habe also in einem verzweifelten Anfall von »Ich kann das und wenn nicht, ist es eh egal!« just einen Auszug von Schwuppenplanschen eingereicht. Wenn ich Pech habe, muss ich aus diesem noch nicht abgeschlossenen Werk lesen – und das vor Fernsehpublikum.
Wenn ich Absagen bekomme, bin ich immer erleichtert, dass ich nicht vorlesen muss. In diesem Fall würde mich eine solche Auszeichnung sicherlich beflügeln, das Werk in welchem Umfang auch immer fertigzustellen, weil es mir zeigen würde, dass Interesse an der Geschichte besteht. Ich mache mir allerdings keine großen Hoffnungen.

Und schon steht der nächste Wettbewerb vor der Tür: #newwritingtalent
Für den würde ich ein neues Projekt starten. Da wird nämlich ein ganzer Roman gesucht. Das wäre allerdings sehr sportlich, würde ich das innerhalb von 10 Wochen schaffen.

Warum diese Scham?

Warum diese Scham?

Seit einigen Jahren trage ich mich mit dem Gedanken, einige meiner kurzen Geschichten in einer Sammlung herauszugeben, also als eigene Anthologie.

2018 hatte ich alles zusammengestellt und testlesen lassen. Ich bekam die Rückmeldung, man habe gelacht und geweint. Ein schöneres Feedback kann ich mir als Autor doch gar nicht wünschen. Es sind also nicht die Texte an sich, für die ich mich schäme. Die Geschichten sind von guter Qualität. Auch das ist es nicht.

Es handelt sich nicht nur um fiktive Texte, es sind auch autobiografische Erzählungen darunter. Es fühlte sich einfach nicht richtig an, so Persönliches zu veröffentlichen. Außerdem: Wer nimmt schon eine Anthologie? Bevor ich da Klinkenputzen gehe, veröffentliche ich doch lieber im Selfpublishing. Doch ich wollte meine Geschichten zu diesem Zeitpunkt nicht mit der ganzen Welt teilen. Also verschwand das Manuskript wieder in der Schublade.

Letztes Jahr hatte ich den Wunsch, einer Handvoll Leute ein Druckbuch mitbringen zu können. Also fragte ich dezent bei einem Verleger an, den ich kenne. Nein, ich erhielt keine Antwort. ;) Ein weiteres Jahr verstrich.

Jetzt habe ich mitverfolgt, wie eine Kollegin durchgestartet ist, und da merkte ich: Ich will auch.
Ich kontaktierte also eine Lektorin, die ich schon eine Weile kenne und auch mag, und trotzdem: Bereits bei der ersten Geschichte, die ins Probelektorat ging, schämte ich mich, als ich sie abschickte. Einfach nur wegen des Themas, denn es ist eine fiktive Geschichte. Wegen trans*.
Das sollte nicht sein, denn das ist kein Grund, sich zu schämen. Vom Kopf her weiß ich das. Es fühlt sich aber nicht danach an, als ob ich out and proud wäre – von loud ganz zu schweigen. ;)

In dieser Sammlung werden mehrere Themen behandelt; es geht neben trans* um Psychiatrieerfahrungen, aber auch noch um andere, die sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lassen. Und wieder war diese Scham da, wegen dem, was ich erlebte und dabei empfand.
Ich habe auch Angst davor, wie Leser:innen auf mich zugehen könnten, wenn sie das über mich wissen und sonst eben nichts, weil sie mich nicht kennen, aber zu kennen meinen …
So habe ich mehrere Tage mit mir gerungen und mich letztlich dazu entschieden, das Gesamtmanuskript ins Lektorat gegeben. Es wird also in absehbarer Zeit ein Buch von mir geben. Arbeitstitel: Harter Tobak.

Making of: Schwuppenplanschen – Schwimm dich in sein Herz!

Auch das ist nur der Arbeitstitel. Mit diesem Projekt geht es in die Trans*szene, passend zum Pride Month.

Worum geht es in der Geschichte?
Es ist noch kein richtiger Klappentext, zeigt aber schon, wo es hingeht:
In der Dusche des Freibades erlebt Dennis, wie alle mit Fingern auf ihn zeigen und glaubt danach nicht mehr daran, je einen Partner zu finden. Seine beste Freundin Rasheeda redet ihm gut zu und auf dem CSD fällt ihnen ein Flyer des queeren Sportvereins in die Hände, der mit »Schwuppenplanschen« wirbt.
Kann er sich überwinden, auf diesem Weg Kontakte in die schwule Szene zu knüpfen?

Warum schreibe gerade ich diese Geschichte?
Wer seit der ersten Stunde meinem Blog folgt, weiß, dass ich selbst auch Transmann bin. Ich weiß also, wovon ich schreibe, wenn ich über Transmänner schreibe. Es ist wichtig, in der Literatur für mehr Sichtbarkeit zu sorgen. Neben Autobiografien, die sicher auch interessant sind, fehlen mir Romane. Ich will Figuren schaffen, mit denen man sich identifizieren kann und Zeit verbringen möchte.

Geht es diesmal schneller?
Ich hoffe es sehr. Berauscht von meinem letztjährigen NaNoWriMo-Erfolg glaubte ich, es rein rechnerisch schaffen zu können, innerhalb von drei Monaten einen Roman zu schreiben und das bequem. Tja. Die Zeit habe ich damit verbracht, einen halbwegs brauchbaren Plot auf die Beine zu stellen, Probeleser zu suchen, Recherchequellen aufzutun und mich mit den Figuren vertraut zu machen.
Spontan habe ich für einen Wettbewerb ein Exposé für diese Geschichte geschrieben und eingereicht und versucht, mir damit Zeitdruck zu machen. Das hat leider nicht so gut geklappt und ich habe es doch sehr schleifen lassen. Meine tägliche Schreibroutine, die ich nach der SGZ-Aktion für meinen Roman gleich übernehmen wollte, war schnell dahin.
Instagram kostet auch Zeit. Wenn ich nicht schreibe, ist fehlende Zeit jedoch nicht das Problem, wenn ich ehrlich bin. Die Geschichte fühlt sich noch nicht reif an, auch wenn die Zeit reif wäre …

Making of: Der Genesungsbegleiter – Ver-rückt vor Liebe

Making of: Der Genesungsbegleiter – Ver-rückt vor Liebe

Ich habe euch schon erzählt, dass ich derzeit an zwei Romanprojekten arbeite. Den Anfang macht mein Erstling, an dem ich schon seit drei Jahren schreibe. Es geht in die Psychiatrie.

Worum geht es in der Geschichte?
Durch den Verlust ihres Vaters wird Lena depressiv. In der »Klinik am Baum« lernt Lena den bipolaren Genesungsbegleiter Mark kennen. Zwischen ihnen knistert es und sie kommen sich auf der Bank an der alten Eiche näher als sie sollten …

Warum schreibe gerade ich diese Geschichte?
Ich bin selbst EX-IN-zertifizierter Genesungsbegleiter. Das bedeutet, ich habe während meiner Ausbildung selbst zwei Praktika gemacht, ein Schnupperpraktikum und ein sogenanntes Vertiefungspraktikum.

Warum brauche ich so lange?
Es ist tatsächlich so, dass ich die erste Hälfte der Geschichte während zweieinhalb Jahren geschrieben habe. Darin enthalten war ein Dreivierteljahr, in dem ich gar nicht geschrieben habe. Ich brauchte einfach etwas Abstand von der ganzen Schreiberei. Während dieser Zeit habe ich all das neue Wissen zum Schreibhandwerk verdaut. Dann habe ich während des NaNoWriMo 2020 nur drei Wochen gebraucht, um die zweite Hälfte runterzuschreiben. Die war dann schon völlig ausgereift in meinem Kopf, wartete nur darauf, erzählt zu werden, und sprudelte nur so heraus!
Damit war dann die Rohfassung endlich fertig. Jetzt muss ich das ganze noch »richtig« überarbeiten, deshalb ruht der Text. Und weil ich auch das Überarbeiten noch erlerne, wird sicher noch einiges Wasser Elbe und Rhein herunterfließen …

Mit Abstand in die Überarbeitung
Ich freue mich schon, Mark und Lena wiederzubegegnen, wenn ich die Augen eines Lesers habe und mich freue, was ich da Tolles geschrieben habe und darüber stöhne, was ich noch alles verbessern muss. ;)

Lena und Mark unter der alten Eiche.

Das Bild hat Tobias Stein mir gezeichnet, weil ich ihn bei seinem Comicbuch unterstütze, indem ich ab und an auf seine Texte schaue. Ist das nicht toll?

Aber keine Sorge: Das wird nicht das Cover! Es macht mir nur die Figuren greifbarer und hilft mir, dranzubleiben. :)