Schwuppenplanschen pausiert

Etwas zu kurz geraten
Wie soll ich sagen? Zwischenzeitlich konnte ich bei Schwuppenplanschen Richtfest feiern; die Rohfassung war zu Ende geschrieben. Leider hatte sie da gerade mal etwa 21k Wörter. Jetzt 22k, nachdem ich begonnen habe, die Szenen auszuschmücken, was ich nur höchst ungern tue. Ich tippe die Dialoge runter und am liebsten würde ich es dabei belassen. In einer Kurzgeschichte kann man das auch mal machen, aber nicht in einem Roman.
Mit dem jetzigen Umfang hat das Werk allerdings erst knapp den Umfang einer Novelle erreicht und ist weit entfernt von einem Roman – dreimal so lang sollte es werden. Nur mit ausschmücken werde ich das auch nicht mehr schaffen, denke ich. Der Mittelteil ist viel zu dünn, das Ende bisher nur skizziert.
Ich kann nun zweierlei tun: Grundlegend den Plot überarbeiten und neue Szenen einfügen oder gar eine ganze Nebenhandlung – oder mich auf eine Novelle beschränken. Ich weiß es noch nicht, aber ich tendiere dazu, den Plot auszubauen.

Die elende Überarbeitung
Ich muss zugeben, dass ich die Überarbeitung immer ziemlich vor mir herschiebe.
Irgendwie habe ich ein Problem damit, einmal hingeschriebene Zeilen noch einmal zu verändern. Wenn ich mich dransetze, um den Szenen mehr Atmosphäre zu verleihen, sehe ich wieder alles vor mir (das ich noch nicht alles hingeschrieben habe) und lese meine eigene Geschichte, anstatt sie zu überarbeiten. Ich nehme stark an, dass das ein Indiz dafür ist, dass ich sie ruhen lassen muss, bis ich so viel Abstand habe, dass ich den Text lesen kann, als sei es eine fremde Geschichte.
Wenn ich dagegen Rückmeldungen von etwa Testlesern bekomme, dann ist das kein Problem, schnell etwas zu ändern. Aber ohne diese Impulse bin ich betriebsblind, wie wohl jede:r ab einem gewissen Punkt.
Deshalb habe ich die erste Überarbeitung zunächst pausiert. Ich hoffe nur, ich schiebe sie nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag vor mir her.

Ein Anflug von Größenwahn
Es hat mich mal wieder ein Wettbewerb angelacht.
Ich habe übrigens seit Anfang 2020 an 10 Wettbewerben teilgenommen und seither 8 Absagen erhalten bzw. Daten von Preisverleihungen – an denen ich nicht teilnahm – verstreichen sehen, eine Rückmeldung steht aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf noch aus und einmal habe ich es auf die Longlist geschafft: Sparte Queer beim Berliner Literaturpreis Wortrandale 2020. Dabei habe ich jetzt nicht mitgezählt, wenn ich, wie in diesem Fall, mehrere Geschichten einreichen durfte.
Ich habe also in einem verzweifelten Anfall von »Ich kann das und wenn nicht, ist es eh egal!« just einen Auszug von Schwuppenplanschen eingereicht. Wenn ich Pech habe, muss ich aus diesem noch nicht abgeschlossenen Werk lesen – und das vor Fernsehpublikum.
Wenn ich Absagen bekomme, bin ich immer erleichtert, dass ich nicht vorlesen muss. In diesem Fall würde mich eine solche Auszeichnung sicherlich beflügeln, das Werk in welchem Umfang auch immer fertigzustellen, weil es mir zeigen würde, dass Interesse an der Geschichte besteht. Ich mache mir allerdings keine großen Hoffnungen.

Und schon steht der nächste Wettbewerb vor der Tür: #newwritingtalent
Für den würde ich ein neues Projekt starten. Da wird nämlich ein ganzer Roman gesucht. Das wäre allerdings sehr sportlich, würde ich das innerhalb von 10 Wochen schaffen.

Buchtipp: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten (Alice Hasters)

Buchtipp: Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten (Alice Hasters)

Mit diesem Thema hätte ich mich schon viel früher befassen sollen, aber ich bin erst durch die blacklivesmatter-Bewegung darauf aufmerksam geworden und im Zusammenhang mit der Recherche für den Hintergrund für eine meiner Figuren: Rasheeda. Sie ist nicht Schwarz, aber auch nicht weiß – doch dazu später mehr.

Alice Hasters erzählt Episoden aus ihrem eigenen Leben und lässt die Leser:innen mitempfinden, wie sich alltäglicher Rassismus anfühlt. Denn hierbei geht es nicht um Nationalsozialismus und Rechtsradikale mit auf den Hals tätowierten Hakenkreuze, sondern um die kleinen Dinge, an denen sich bereits Rassismus zeigt.
Auch ich, habe ich mich ertappen müssen, war schon rassistisch gegenüber meinen Mitmenschen. Und das ohne böse Absicht und ohne es überhaupt zu merken. Dabei war ich bisher überzeugt davon, frei davon zu sein. Nazis sind doch immer die anderen. Die Leute, die die AfD und die NPD wählen. Die, die Attentate auf Synagogen verüben. Die, die ihre Mitmenschen aufgrund ihrer Hautfarbe anders behandeln. Und da haben wir es.

Durch Alice Hasters’ Buch habe ich jetzt begriffen, dass wir systemisch in diesen Rassismus verstrickt sind, den irgendwann mal ein weißer Mann erfunden hat. Seine Einteilung in Rassen wurde zu meiner Schulzeit noch gelehrt. Und das an einem Gymnasium, das eine Partnerschule in Israel sowie eine Israel-AG hatte und jedes Jahr in irgendeinem Fach das Dritte Reich thematisierte. Unser Geschichtsunterricht beschränkte sich dagegen hauptsächlich auf die Römer, da der Geschichtslehrer auch Latein gab. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir je über die Kolonialisierung gesprochen haben.
Der heutige Alltagsrassismus in Deutschland ist immer noch eine der Folgen der damaligen Kolonialisierung. Aber: Nur weil das Problem systemisch ist, bedeutet das noch lange nicht, dass wir alle unschuldige Opfer sind und die Hände in den Schoß legen können. Wir müssen etwas dagegen tun. Jede:r Einzelne muss sich damit auseinandersetzen, was unsere weißen Vorfahren BIPoC angetan haben, und auf sein eigenes Verhalten achten. Das fängt beim Denken an.

Besonders resoniert hat bei mir das Thema Haare. Alice Hasters beschreibt, dass ihr Fremde einfach so ungefragt in die Haare fassen. Ein absolutes No-Go! Ich möchte auch nicht von Fremden angetatscht werden. Wie kann man sich denn als erwachsene Person so daneben benehmen?
Vielleicht hatte ich da Glück, dass ich als Kind einem netten Schwarzen Mann in den Afro fassen durfte, um zu begreifen, was ich da sah. Er schärfte mir jedoch auch ein, dass ich immer vorher fragen muss. Auch lehrte er mich den sparsamen Umgang mit Wasser, aber das ist eine andere Geschichte.

Nach einem Afrikaurlaub kam ich mit Zöpfen (ich glaube Cornrows) zurück. Am Ende der Zöpfe waren Perlen eingearbeitet. Ich ging damals noch zur Grundschule. Die Sportlehrerin forderte mich dazu auf, den Schmuck aus meinen Haaren zu nehmen. Ich wusste gar nicht, was sie wollte. »Das sind meine Haare!«, protestierte ich. Zur Strafe wurde ich vom Unterricht ausgeschlossen und als ich die Woche darauf immer noch dieselbe Frisur hatte, beschwerte sich die Lehrerin bei meiner Mutter, was zur Folge hatte, dass meine Mutter unter meinem Zetern und Wutgeheul alle Zöpfe öffnete.
Eine Geschichte über Lehrer:innen, die mit ihrer Frisur nicht einverstanden waren, erzählt auch Alice Hasters. Und dabei fiel mir meine eigene wieder ein. Der Vergleich ist nicht fair, weil meine Haare auch ohne Zöpfe pflegeleicht sind. Aber lest selbst.

Ich glaube, dass ich jetzt etwas sensibler mit BIPoC umgehen kann. Jedenfalls will ich versuchen, die mir jetzt bekannten Fettnäpfchen auszulassen. Natürlich reicht es nicht, nur ein Buch zu lesen. Aber irgendwo muss man ja anfangen.
Und ich werde niemanden mit der Woher-kommst-du-Frage belästigen – die hasse ich nämlich selbst.

Warum diese Scham?

Warum diese Scham?

Seit einigen Jahren trage ich mich mit dem Gedanken, einige meiner kurzen Geschichten in einer Sammlung herauszugeben, also als eigene Anthologie.

2018 hatte ich alles zusammengestellt und testlesen lassen. Ich bekam die Rückmeldung, man habe gelacht und geweint. Ein schöneres Feedback kann ich mir als Autor doch gar nicht wünschen. Es sind also nicht die Texte an sich, für die ich mich schäme. Die Geschichten sind von guter Qualität. Auch das ist es nicht.

Es handelt sich nicht nur um fiktive Texte, es sind auch autobiografische Erzählungen darunter. Es fühlte sich einfach nicht richtig an, so Persönliches zu veröffentlichen. Außerdem: Wer nimmt schon eine Anthologie? Bevor ich da Klinkenputzen gehe, veröffentliche ich doch lieber im Selfpublishing. Doch ich wollte meine Geschichten zu diesem Zeitpunkt nicht mit der ganzen Welt teilen. Also verschwand das Manuskript wieder in der Schublade.

Letztes Jahr hatte ich den Wunsch, einer Handvoll Leute ein Druckbuch mitbringen zu können. Also fragte ich dezent bei einem Verleger an, den ich kenne. Nein, ich erhielt keine Antwort. ;) Ein weiteres Jahr verstrich.

Jetzt habe ich mitverfolgt, wie eine Kollegin durchgestartet ist, und da merkte ich: Ich will auch.
Ich kontaktierte also eine Lektorin, die ich schon eine Weile kenne und auch mag, und trotzdem: Bereits bei der ersten Geschichte, die ins Probelektorat ging, schämte ich mich, als ich sie abschickte. Einfach nur wegen des Themas, denn es ist eine fiktive Geschichte. Wegen trans*.
Das sollte nicht sein, denn das ist kein Grund, sich zu schämen. Vom Kopf her weiß ich das. Es fühlt sich aber nicht danach an, als ob ich out and proud wäre – von loud ganz zu schweigen. ;)

In dieser Sammlung werden mehrere Themen behandelt; es geht neben trans* um Psychiatrieerfahrungen, aber auch noch um andere, die sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lassen. Und wieder war diese Scham da, wegen dem, was ich erlebte und dabei empfand.
Ich habe auch Angst davor, wie Leser:innen auf mich zugehen könnten, wenn sie das über mich wissen und sonst eben nichts, weil sie mich nicht kennen, aber zu kennen meinen …
So habe ich mehrere Tage mit mir gerungen und mich letztlich dazu entschieden, das Gesamtmanuskript ins Lektorat gegeben. Es wird also in absehbarer Zeit ein Buch von mir geben. Arbeitstitel: Harter Tobak.

#shortstorydienstag – KW 22 „Am See“

#shortstorydienstag – KW 22 „Am See“

Dennis saß auf seinem Handtuch und sah seiner besten Freundin Rasheeda nach.
Sie stand in ihrem babyblauen Badeanzug schon am Ufer des nach Algen riechenden Sees und drehte sich noch einmal zu ihm um. »Willst du wirklich nicht mit ins Wasser kommen?«
Er schüttelte den Kopf. Noch war er nicht so weit. Heute saß er oben ohne da, das war für ihn schon etwas Neues. Also wirklich oben ohne. Kein T-Shirt, kein BH, kein Binder, keine Brüste. Nur große Narben zeugten davon, dass er welche mit sich rumgetragen hatte. Jetzt war der Eingriff lange genug her. Er durfte wieder Sonne an seine Haut lassen. Es war total ungewohnt, die kühle Brise an seinen Brustwarzen zu spüren.
Rasheeda versank mit ihrer dunklen Haut im grünen See und sie planschte fröhlich, sodass das Wasser in alle Richtungen spritzte. »Na, komm schon! Hier sieht uns keiner!« Eine Ente flatterte quakend auf und ließ sich in sicherer Entfernung nieder.
»Nee!«, rief er. »Viel Spaß!«
Daraufhin begann sie, ihre Bahnen zu ziehen. Dennis legte sich auf den Rücken und guckte in den Himmel.
Er war gerade eingedöst, da schreckte ihn ein furchtbarer Schrei auf. Rasheeda!
Ohne nachzudenken sprang er auf und stürzte mit einem Hechtsprung ins Wasser.
»Dennis, nein!«
»Geht es dir gut?«
»Ja, ich … es war wohl nur ein Fisch, der mein Bein gestreift hat.«
»Fuck! Meine Hose! Mein Handy!«
»Tut mir leid, dass ich so geschrien habe. Ich hab mich voll erschreckt.«
»Schon gut. Nur wie kriege ich jetzt meine Klamotten trocken?«
»Ich kann dir meinen Rock anbieten.«
»Auf gar keinen Fall!«
»Tja dann … Ausziehen, in die Sonne legen.«
»Sag mal, Rasheeda?«
»Ja?«
»Warum trägt der Fisch eine Armbanduhr?«
Wieder schrie sie wie am Spieß und machte, dass sie aus dem Wasser kam.
»Reingelegt!«, rief Dennis und lachte.
»Biest!« Jetzt lachte auch sie und ließ sich auf ihr Handtuch fallen.


Diese Szene mit meinen Protagonist:innen aus „Schwuppenplanschen“ wird so nicht in den Roman kommen. Ich würde sie am ehesten als Prequel einordnen.

Making of: Schwuppenplanschen – Schwimm dich in sein Herz!

Auch das ist nur der Arbeitstitel. Mit diesem Projekt geht es in die Trans*szene, passend zum Pride Month.

Worum geht es in der Geschichte?
Es ist noch kein richtiger Klappentext, zeigt aber schon, wo es hingeht:
In der Dusche des Freibades erlebt Dennis, wie alle mit Fingern auf ihn zeigen und glaubt danach nicht mehr daran, je einen Partner zu finden. Seine beste Freundin Rasheeda redet ihm gut zu und auf dem CSD fällt ihnen ein Flyer des queeren Sportvereins in die Hände, der mit »Schwuppenplanschen« wirbt.
Kann er sich überwinden, auf diesem Weg Kontakte in die schwule Szene zu knüpfen?

Warum schreibe gerade ich diese Geschichte?
Wer seit der ersten Stunde meinem Blog folgt, weiß, dass ich selbst auch Transmann bin. Ich weiß also, wovon ich schreibe, wenn ich über Transmänner schreibe. Es ist wichtig, in der Literatur für mehr Sichtbarkeit zu sorgen. Neben Autobiografien, die sicher auch interessant sind, fehlen mir Romane. Ich will Figuren schaffen, mit denen man sich identifizieren kann und Zeit verbringen möchte.

Geht es diesmal schneller?
Ich hoffe es sehr. Berauscht von meinem letztjährigen NaNoWriMo-Erfolg glaubte ich, es rein rechnerisch schaffen zu können, innerhalb von drei Monaten einen Roman zu schreiben und das bequem. Tja. Die Zeit habe ich damit verbracht, einen halbwegs brauchbaren Plot auf die Beine zu stellen, Probeleser zu suchen, Recherchequellen aufzutun und mich mit den Figuren vertraut zu machen.
Spontan habe ich für einen Wettbewerb ein Exposé für diese Geschichte geschrieben und eingereicht und versucht, mir damit Zeitdruck zu machen. Das hat leider nicht so gut geklappt und ich habe es doch sehr schleifen lassen. Meine tägliche Schreibroutine, die ich nach der SGZ-Aktion für meinen Roman gleich übernehmen wollte, war schnell dahin.
Instagram kostet auch Zeit. Wenn ich nicht schreibe, ist fehlende Zeit jedoch nicht das Problem, wenn ich ehrlich bin. Die Geschichte fühlt sich noch nicht reif an, auch wenn die Zeit reif wäre …

Exposés, Recherche, Networking, Bloggen …

Exposés, Recherche, Networking, Bloggen …

Liebe Leute, wann findet ihr Zeit zum Schreiben? Diejenigen, die noch einen Brotberuf haben und Kinder …
Ich gebe zu, ich prokrastiniere etwas. Irgendwie bin ich noch nicht ganz an den Figuren und damit an der Geschichte dran.

Um für eine meiner Figuren zu recherchieren, habe ich mich in einem Forum angemeldet und dort auch schon Antworten gefunden, aber wie das so ist: Mein Unwissen vergrößert sich mit zunehmendem Wissen. Ab und an bin ich also in diesem Forum unterwegs, zusätzlich zu den anderen, in denen ich mein Unwesen treibe.
Nebenbei läuft eigentlich immer Discord, weil ich einen eigenen Server betreibe, der zum Schreib-Forum gehört. Dort bin ich jetzt auch auf einem weiteren, auf dem einige Schreibgruppen entstehen. Darüber habe ich auch schon Recherchefragen beantwortet bekommen.

Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, bin ich jetzt auch neu auf Instagram und arbeite mich da noch ein. Mit den Hashtags bin ich noch ziemlich überfordert, aber das wird schon noch. Ich finde es wirklich lästig, für jeden Beitrag ein Foto machen zu müssen, denn ich bin ein lausiger Fotograf. Aber da habe ich auch schon Ideen, wie ich mir da etwas bastel.
Tja, und nachdem die SGZ-Aktion zu Ende war, hatte ich erst mal überhaupt keine Ahnung, wie ich da jetzt weitermachen will mit den Blogs und Instagram. Zuerst dachte ich, ich blogge in der Schreibkommune für Schreibanfänger Schreibtipps und hier eine Fortsetzungsgeschichte als konzertierte Aktion mit Anregungen aus Instagram. Dann fühlte ich mich plötzlich absolut unwürdig, Schreibtipps zu erteilen, weil ich gemerkt habe, wie wenig fortgeschritten ich selbst bin im Vergleich zu erfolgreichen Autor:innen. Und so etwas auszuarbeiten kostet wirklich Zeit. In Ermangelung besserer Ideen werde ich aber an dieser festhalten. Einmal im Monat zu posten sollte jedoch auch reichen, was die Schreibkommune angeht.

Weil ich auch mit dem aktuellen Roman so auf der Stelle trat, habe ich dann, um nicht gar nichts zu machen, meine Exposés überarbeitet. Das erste Feedback, das ich dazu (Der Genesungsbegleiter) erhalten habe, stimmt mich nun nicht freudig, allenfalls erneut überarbeitungswütig.
Und zwar überlege ich, das Manuskript tatsächlich zu trennen in Ratgeber und Roman, da ich das nun zum zweiten Mal gehört habe, ich solle mich entscheiden zwischen Lehrbuch und Liebesroman oder Entwicklungsroman. Beim ersten Mal waren die Grundlage lediglich der Arbeitstitel und die ersten drei Kapitel.
Die Alternative wäre, drauf zu scheißen und ganz bewusst so ins Selfpublishing zu gehen. Auch zu einer Kurzgeschichte habe ich mal Rückmeldung dahingehend bekommen, das passe so zwar in ein Sachbuch, aber nicht in einen Roman, weil zu viel erklärt wurde. Ich muss zugeben, ich bin tatsächlich so an den Text rangegangen. Ich wollte beides miteinander verbinden: Unterhaltung und Öffentlichkeitsarbeit. In beiden Fällen.

Jetzt ist wohl eine Grundsatzentscheidung fällig. Genre oder Mix, Verlag oder Selfpublishing. Oder doch in die Rundablage und die Zeit als Lehrzeit abhaken?