Nalex: Rezension „Unkaputtbar“ von Nicole Jäger

Nalex: Rezension „Unkaputtbar“ von Nicole Jäger

Am Weltumwelttag hatte ich von dem Buch erzählt, das mich zuletzt nachhaltig beeindruckt hat: Einmal kurz die Welt retten.
Heute nun ein Gastbeitrag von Nalex zum diesem Thema:


Für das zweite Quartal 2023 hat sich der Blogring das Thema Buchvorstellung zu einem Werk vorgenommen, welches einen beeinflusst hat.
In Gedanken bin ich durch die Bücher gegangen, die ich in den vergangenen Jahren gelesen habe. Allerdings bin ich immer wieder bei dem Buch von Nicole Jäger “Unkaputtbar” hängen geblieben.
Es hat mich in der Zeit des Lesens und in den wenigen Wochen danach zum Grübeln gebracht. Also hab ich im nachfolgenden eine kleine Rezension darüber verfasst.

Unkaputtbar

Autor: Nicole Jäger
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-00584-8
Preis: 16,50 €

Informationen zum Autor findet man unter folgenden Links:

www.nicole-jaeger.de

Nicole Jäger ist auch auf Instagram und Facebook vertreten. Neben ihren Auftritten als Comedian und als Autorin betreibt sie mit ihrer besten Freundin einen Podcast mit dem Namen “Ponyhof und Mittelfinger“.

Bibliografie

Die Fettlöserin
Nicht direkt perfekt
Was hat dich bloß so ruiniert?
Unkaputtbar

Zum Buch

Bei dem Buch “Unkaputtbar” von Nicole Jäger geht es um ihre Geschichte aus toxischen Beziehungen, wovon eine in häuslicher Gewalt endete, und wie sie sich hat lösen können.
Zudem gibt sie noch die ein oder anderen Einblicke aus ihrer Kindheit und Jugend.
Außerdem reflektiert sie auch, sodass man merkt, wie sie das ein oder andere ebenso hinterfragt.

Im Großen und Ganzen lässt sich das Buch gut lesen und konnte mich sogar in manch einer Situation wiederfinden.
Allerdings haben mich hier und da die doch recht langen Absätze gestört, weil es sich für mich dann doch in die Länge zog. Wenn ich aber genauer darüber nachdenke, ist das bei der ein oder anderen Passage gar nicht möglich, die Absätze zu splitten.

Mein Eindruck und Fazit

Ich selbst habe einige Stellen gefunden, die mich an mich selbst erinnert haben. Es kann auch gut sein, dass sich auch etwas in mir in Gang gesetzt hat.
Es regt zum Denken und zur Selbstreflektion an und ließ mich auch an manchen Stellen schmunzeln.

Wenn man aber glaubt, bei dem Buch einen Ratgeber zu finden, ist zu erwähnen, dass es sich um die persönlichen Erfahrungen von der Autorin handelt.

Eine rundum schöne Lektüre, die zum Entspannen einlädt.


Mehr von Nalex lest ihr auf ihrem Blog: read and write

Buchvorstellung: Projekt Rhein

Buchvorstellung: Projekt Rhein

Deutschland, 2050, mit knapp über vierzig Grad einer der kühleren Sommertage. Leonidas liegt im Schatten seiner Maispflanzen, als ihm eine Einladung des Bundeskanzlers übermittelt wird. Es geht um den längst ausgetrockneten Rhein …

Eine dystopische Kurzgeschichte.


Das ist der Klappentext. Hoffentlich habe ich die richtigen Worte gewählt. Das ist gar nicht so einfach, finde ich. Genre, Setting und Stimmung müssen klar werden, ebenso braucht der Leser sofort ein Bild vor Augen und muss sich mit einer sympathischen Hauptfigur identifizieren können.
Der Text soll zum Kauf animieren, darf aber nicht zu viel verraten. (Ich hasse es, wenn ich noch bis nach dem Mittelpunkt etwas weiß, das noch kommen muss, weil es im Klappentext stand.)
Vor allem darf man keine falschen Erwartungen wecken, nicht die falschen Leser:innen anziehen, weil diese dann enttäuscht wären von der Lektüre …

Ist mir das gelungen, was denkt ihr?

Wie gefällt euch das Cover?

Bis das ebook erhältlich ist, wird allerdings noch einiges Wasser den Rhein hinunterfließen. Im Augenblick ist das Manuskript im Korrektorat. Trotzdem wollte ich euch wie versprochen das Cover zeigen.

Euer Ingo S. Anders

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Buchtipp: Als ich aus der Zeit fiel (Jens Jüttner)

Buchtipp: Als ich aus der Zeit fiel (Jens Jüttner)

Heute anstatt einer ausführlichen Rezension mal ein kurzer Buchtipp von mir: „Als ich aus der Zeit fiel – Mein Weg durch die paranoide Schizophrenie“ von Jens Jüttner ist eine gelungene Mischung aus Schilderungen persönlicher Erlebnisse und Aufklärung über die Erkrankung. Sehr interessant fand ich vor allem die ebenfalls eingebrachte Perspektive der Angehörigen.

Jens Jüttner ist wie ich zertifizierter Genesungsbegleiter und anders als ich auch als Peerberater tätig und hält Vorträge.

Ich hatte mir das Buch gekauft, um mal zu sehen, wie ein Sachbuch aufgebaut ist, in dem persönliche Erfahrungen mit einer psychischen Erkrankung ansprechend verpackt werden. Hieran kann man sich auf jeden Fall ein Beispiel nehmen.

Ich gratuliere zu 5.000 verkauften Exemplaren!

Euer Ingo S. Anders

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Rezension: Wo das Böse regiert (Jennifer B. Wind)

Rezension: Wo das Böse regiert (Jennifer B. Wind)

Wo das Böse regiert
Jennifer B. Wind

Thriller
417 Seiten
Teil 3 der Reihe um Jutta Stern und Tom Neumann.
Das ebook ist bereits im Januar bei Thalia exklusiv als Lizenzausgabe erschienen und kostet derzeit 4,99 EUR. Die dotbooks-Ausgabe erscheint im Februar.
Das Hörbuch wird bei SAGA Egmont erscheinen.
Auf die Print-Ausgabe dürfen wir uns noch freuen.

Vom ebook-Verlag dotbooks.de habe ich freundlicherweise ein Rezensionsexemplar erhalten, für das ich mich bedanke.

Ersteindruck

Das Cover wirkt professionell gestaltet und wie aus derselben Hand wie die beiden vorhergehenden. Es lässt gleich das Genre erkennen und hat einen Bezug zur Geschichte. Das schlichte Schwarz-Weiß mit Rot trifft meinen Geschmack und ich hätte das Buch im Laden auf jeden Fall in die Hand genommen.

Mein Reader liegt gut in der Hand und ich habe für meine müden Äuglein die Schrift größer eingestellt, wie immer. ;)

Klappentext

Sie möchten selbstbestimmt und frei leben – und zahlen einen hohen Preis … Im Wiener Stadtpark wird die Leiche einer jungen Frau gefunden: Würgemale am Hals, das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit mit Säure verätzt. Wer war sie und warum musste sie sterben? Auf ihrer unermüdlichen Suche nach Spuren befragen die Kriminalbeamten Jutta Stern und Tom Neumann einen Zeugen nach dem anderen, aber niemand scheint etwas über die geheimnisvolle Tote zu wissen. Doch dann wird eine weitere Leiche in Wien entdeckt, deren Gesicht bereits in ihrer Jugend verätzt worden sein muss. Alles deutet darauf hin, dass der Täter es auf Frauen abgesehen hat, die schon einmal durch die Hölle der Gewalt gehen mussten … und nicht nur der von Männern. Hat er möglicherweise bereits sein nächstes Opfer im Visier?

Lektüre

Dass ich Teil 3 einer Reihe lese, sagt eigentlich schon alles, oder? Ich und Reihen! Nachdem Dolly mich nach über 20 Bänden tränenüberströmt allein zurückgelassen hat, habe ich noch vereinzelt Versuche unternommen, aber bisher war es immer so, dass die Bücher nur deshalb „unabhängig voneinander lesbar“ waren, weil sie passagenweise exakte Kopien der vorherigen Bände waren. Das finde ich ungeschickt, weil es mich als Leser langweilt, wenn ich das vorherige Buch eben schon gelesen habe – vielleicht gerade eben erst aus der Hand gelegt. Manche Autor:innen geben sich etwas mehr Mühe und formulieren um, aber dann landet es als Info-Dump blockweise am Anfang der Geschichte und stört den Spannungsaufbau.
Jennifer B. Wind macht vor, wie man es richtig macht: So wenig wie möglich, so viel wie nötig Infos von früheren Bänden geben. Und dann einfach nebenbei in die Handlung einstreuen.

Es war mir eine Freude, zu erfahren, wie es Jutta und Tom jetzt ergeht. Bis zum Schluss blieb es spannend: Immer wieder hatte ich jemand anderen in Verdacht. Dabei waren alle Plottwists für mich nachvollziehbar und wirkten nicht an den Haaren herbeigezogen.
Ich darf nicht spoilern, aber ich darf sagen, dass ich (die Figur) Sebastian liebe und es sich wirklich lohnt, ihn kennenzulernen.

Jennifer B. Wind greift in diesem Buch einige sehr gut recherchierte Themen auf. Das wichtigste davon ist das Leben mit einem Aussehen, das nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht. Von den früheren Bänden her wird erneut die Flüchtlingskrise thematisiert und natürlich wird im Büro im Sinne der Umwelt auf Einwegkaffeebecher verzichtet.

Ich bin an drei Stellen gestolpert, weil ich dachte, Tippfehler aufgespürt zu haben. An ein Wort erinnere ich mich noch: Kassa. Das ist aber völlig korrekt, wenn man es als österreichisches Wort für Kasse betrachtet.

Fazit

Genauso wie die ersten beiden Bände ist auch der dritte Teil der Reihe sehr zu empfehlen!
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. :)

Euer Ingo S. Anders

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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen.
Was liegt da näher, als euch da noch einmal unsere Worte gegen Ableismus ans Herz zu legen?

Ich, Mensch. Worte gegen Ableismus

Die Hürden im Alltag einer Rollstuhlfahrerin, der tägliche Kampf blinder Menschen oder das Unverständnis, das geistig Beeinträchtigten entgegenschlägt: 16 Menschen haben sich in Form von Gedicht, Kurzgeschichte, Essay und Bericht geäußert und teilen ihre ganz persönliche Sicht auf die Welt mit den Leser:innen. Geschildert werden Beispiele, wie Ableismus im Alltag aussehen und sich auf die Betroffenen auswirken kann – im Kontrast zu leuchtenden Vorbildern.

Erhältlich bei Amazon, Thalia, Weltbild und Hugendubel.
»Ich, Mensch: Worte gegen Ableismus« ist erschienen im Frei!Geist Autorenverlag.
Druckbuch 92 Seiten, ISBN 978-3-756521-23-4, 9,- EUR.
Website des Verlags: https://www.autorenkollektiv-freigeist.de/

Rezension: Ich, Mensch: Worte gegen Ableismus (Frei!Geist Autorenverlag)

Rezension: Ich, Mensch: Worte gegen Ableismus (Frei!Geist Autorenverlag)

Ich, Mensch: Worte gegen Ableismus, Frei!Geist Autorenverlag
92 Seiten
Druckbuch 9,- EUR, nicht als ebook erhältlich.
ISBN 978-3-756-521-23-4
Erschienen am 10.08.2022 und erhältlich bei epubli, Amazon, Thalia, und Hugendubel.

Ich hatte euch ja schon neulich mal das Cover gezeigt.
Mein erster Text, der in einem Verlagsbuch erscheint! Ich bin stolz auf mich, aber ebenso auf die anderen. Und ich habe sogar eine Kollegin vom BVjA-Stammtisch, Elke Jan, „wiedergetroffen“ die einen tollen Krimi beigesteuert hat. Sie ist unter anderem auch Sensitivityreaderin.
Heute will ich euch aber das Buch näher vorstellen.

Klappentext:
16 Autorinnen und Autoren, 17 Texte zum Thema Behinderung und Ableismus in Deutschland, aus ganz persönlicher Perspektive. Gedicht und Kurzgeschichte, Essay und Bericht: In so vielfältigen wie originellen Formen kommen hier diejenigen zu Wort, die in der öffentlichen Debatte immer noch viel zu oft ausgeschlossen bleiben. Die Hürden im Alltag einer Rollstuhlfahrerin, der tägliche Kampf blinder Menschen oder das Unverständnis, das geistig Beeinträchtigten entgegen schlägt: Die Beitragenden in diesem Sammelband, der aus einem Schreibaufruf des Autorenkollektivs Frei!Geist hervorging, bieten bunte, kluge, anspruchsvolle Kommentare aus ganz verschiedenen Blickwinkeln zu einem Thema, das leider immer noch brandaktuell ist.

Gesamteindruck

Ich war etwas überrascht, wie dünn sich das Buch anfühlt. Aber 92 Seiten sind eben nicht viel im Vergleich zu den für einen Roman typischen Umfang von 300 Seiten oder mehr. Das tut der Qualität der Texte, die mich allesamt sehr berührt haben, jedoch keinen Abbruch.

Zu den einzelnen Texten

Ingo S. Anders – Störungen im Betriebsablauf oder Unplanmäßige Verkehrsbehinderungen
Meine eigene Geschichte trägt einen etwas sperrigen Titel. Natürlich rezensiere ich mich nicht selbst, aber ich zeige euch die erste Seite als Leseprobe. Einfach nicht weiterlesen, wenn ihr bzgl. der Inhalte der anderen Geschichten nicht gespoilert werden wollt.

Eine aufgeschlagene Buchseite. Schwarze Schrift auf weißem Grund: Ingo S. Anders Störungen im Betriebsablauf oder Unplanmäßige Verkehrsbehinderungen Mein Telefon klingelte. Das war insofern ungewöhnlich, als dass es das nur selten tut, weil ich nicht gern telefoniere und meine Freunde das wissen. Es klingelte also unangemeldet, und ich hatte das Glück, die Wischbewegung richtig auszuführen, sodass das Gespräch mit Ina zustande kam. "Ingo, stell dir vor!" Sie war ganz aufgeregt. "Der Verlag hat angerufen. Ich soll in einer Talkshow im Fernsehen auftreten! In Osnabrück." Ich gratulierte und ließ sie erzählen, bis sie zum Grund ihres anrufs bei mir kam. Sie brauchte eine Reisebegleitung. Ausgerechnet mich, der jeden Winter in heillose Orientierungslosigkeit verfiel, wenn alle Jahre wieder urplötzlich der Umstieg am Jungefernstieg erschwert wurde, weil zwischen S-Bahnhaltestelle und Bushaltestelle ein Weihnachtsmarkt den Weg versperrte. "Mit dem Zug? Und was soll ich da machen?", fragte ich verständnislos. In meiner Welt bedeutete eine Zugfahrt eben nur Kopfhörer auf und irgendwie die Reizüberflutung durch die vielen Fahrgäste aushalten, was stressig genug für mich war. So stressig, dass ich üblicherweise entweder mit der Ersten Klasse fuhr oder zwei Übernachtungen zusätzlich buchte, wenn ich verreiste. Mich hatte Ina nur deshalb gefragt, weil die ursprünglich angedachte Begleitung ihr kurzfristig abgesagt hatte.
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