Interviewpartner:innen gesucht

Interviewpartner:innen gesucht

Zur Zeit werden im Rahmen dieser Studie bzgl. der Gesundheitsförderung und -Versorgung vornehmlich trans* Menschen gesucht, die Erfahrungen mit Rassismus haben oder von Flucht bzw. Migration erzählen können.

Schwarze Schrift auf grauem Grund: Wir sind ein Forschungsteam aus mehrheitlich Trans* Menschen mit dem Ziel, die Situation von Trans* Menschen in der Gesundheitsförderung und -versorgung zu verbessern. Weiße Schrift auf blauem Grund: Wir suchen Dich für ein Interview! Bist Du Trans* und BI*PoC, Arbeiter*in, Ü60 und/oder Refugee? Wirst Du be_hindert, hast eine chronische Erkrankung und/oder Erfahrungen mit Rassismus oder Antisemitismus, ...? Wir möchten Deine Perspektive mit einbeziehen! Schwarze Schrift auf grauem Grund: Melde Dich gerne bei uns unter gelebt@haw-hamburg.de Für weitere Infos: www.projekt-gelebt.de

Bitte teilt den Aufruf auch dann, wenn ihr selbst nicht trans* seid, aber vielleicht Menschen erreichen könnt, auf die die anderen Merkmale zutreffen.

trans*, nicht-binär #diverserdonnerstag

trans*, nicht-binär #diverserdonnerstag

Jedes Jahr am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, kurz IDAHOBIT. Dieses Datum hat sich etabliert als wichtigster Tag für weltweite Aktionen der LGBTI-Community.
Deshalb eignet es sich auch gut, um über nicht-binäre Personen und trans* zu sprechen.

Für mich ist trans* immer so der Überbegriff für alles, das irgendwie mit Transsexualität, Transidentität, Transgender, Transition, trans Männern, trans Frauen, trans Menschen überhaupt zu tun hat. (Für mich persönlich bevorzuge ich eigentlich die Schreibweise Transmann, Transleute usw. aber seit meiner aktiven Zeit hat die mehrheitlich bevorzugte sich verändert.) Plump gesagt sind trans Leute dabei diejenigen, die irgendwelche geschlechtsangleichenden Maßnahmen machen, um sich irgendwie auf den Weg zu machen, Mediziner unterscheiden da gerne zwischen MzF und FzM, um uns und die richtige Behandlung nicht zu verwechseln. :-D

Persönliche Erfahrungen

Ich bin also ein Transmann, ich habe meine Geschlechtsangleichung hinter mir. Für mich stand es immer fest, dass es (für mich) nur zwei Geschlechter gibt, auch wenn ich gendertheoretischen Modellen, die Geschlecht auf einer Skala von männlich zu weiblich (x-Achse) und agender zu androgyn (y-Achse) sehen. Ich bin da dann so bei etwa 80% männlich, je nach Tagesform (rasiert, unrasiert, Kleidungswahl, ..), ein Stück unterhalb der x-Achse. :-D

Vielleicht kommt von mir eines Tages noch ein Buch von mir über meinen Transweg, aber so als kurze Zusammenfassung, was man zu meiner Zeit über sich ergehen lassen musste:

  • Inting (Klärung der eigenen Geschlechtsidentität, nachdem man herausgefunden hat, dass es trans* gibt)
  • Entdeckung vieler Möglichkeiten, Entscheidungen treffen, welche Maßnahmen die richtigen sind, mit denen man leben können muss
  • Outing, im Freundeskreis, bei der Familie, beim Arbeitsplatz, bei Behörden, Ämtern – ja, schlichtweg allen Kontaktpersonen, spätestens im Zuge der Namensänderung
  • Psychotherapeuten suchen, da die Krankenkasse 18 Monate Therapie vorschreibt
  • Endokrinologen suchen und sich beraten lassen
  • Operateure suchen und sich beraten lassen, sich das Gespräch quittieren lassen für den MDK
  • Gutachter suchen, die das Go für die Namensänderung bei Gericht geben
  • Vornamens- und Personenstandsänderung beim Gericht beantragen
  • fast Verzweifeln über die Warterei

Ich hasse Warten!

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