Du hast ME. Du bist Produkttesterin. Zwei Stunden Homeoffice ist noch drin. Du hast dich damit arrangiert, dass deine Frau dich pflegen muss und du Hilfsmittel brauchst. Irgendwie geht das Leben weiter.
Deine Aufgabe ist es nun, vor der Markteinführung eine vollautomatische Pflegewohnung zu testen und etwaige Fehlfunktionen zu protokollieren.
Leicht verdientes Geld? Was denkt ihr? Schreibts mir in die Kommentare!
Deine Frau leidet an ME. Neben deiner beruflichen Tätigkeit in Vollzeit pflegst du deine Frau. Einen Teil nimmt dir der Pflegedienst ab, aber das Geld reicht leider nicht dafür aus, dass du mal wieder ordentlich Zeit für dich selbst zum Ausruhen bekommst.
Auch wenn du dich damit arrangiert hast, dass es irgendwie weitergehen muss, käme dir eine Auszeit wie gerufen.
Da deine Frau Produkttesterin ist, bekommt ihr die Möglichkeit, für ein paar Tage in ein Smart Home zu ziehen – Pflege inklusive. Du freust dich auf ein paar Tage Entspannung …
Ich habe ja sehr lange sehr begeistert an Wettbewerben teilgenommen, weil ich es mag, eine klare Aufgabenstellung zu haben. Und weil ich immer noch darauf hoffe, vielleicht noch einmal einen Pokal zu gewinnen. ;) Nein, eher bin ich auf das Preisgeld und das Prestige scharf.
So ist auch diese Geschichte ursprünglich für einen Wettbewerb entstanden. Ich hatte es aber dann so im Urin, dass sie einfach verdammt gut ist, und auch jetzt so bald wie möglich erscheinen muss, dass ich mich dagegen entschieden habe, sie zu dem Wettbewerb einzureichen. Und das, nachdem ich ein Dreivierteljahr daran geschrieben habe und gerade innerhalb der Deadline fertig wurde!
Ihr könnte die Geschichte jetzt bereits vorbestellen. Sie erscheint dann am 17. September, dem Tag der Patientensicherheit.
Gefragt war bei dem Wettbewerb die Auseinandersetzung mit der Smarten Technologie für eine nahe Zukunftsvision und ich habe mich für das Smart Home entschieden und dieses mit dem Thema Pflege verbunden.
Schnell war klar, dass ich zwei Frauen „verheirate“ und ich wollte eine körperliche Präsenz der KI, die diese Pflegewohnung bewohnt.
Habt ihr schon einmal an einer kurzen Geschichte so überaus lange geschrieben? Schreibts mir in die Kommentare!
Jeweils am 1. eines Monats findet ihr an dieser Stelle ein Bild, das euch dazu auffordert, eine Geschichte zum Bild zu schreiben. Entstandene Geschichten reblogge ich gerne oder poste sie als Gastbeiträge.
3 x 10 Kniebeugen ging überraschend gut und dann bei den Übungen für die Arme wars plötzlich zu viel. Ich habs gemerkt an den Schmerzen in den Oberarmen/Schultern. Die, die immer schon vom Öffnen von Türen (vom Rolli aus) wehtun. Wenn das durch Wiederholung besser würde, dürfte ich damit überhaupt kein Problem haben.
Ich hatte die Krankengymnastik bewusst vor die Lymphdrainage gelegt, damit ich mich erst noch ausruhen kann, bevor es nach Hause geht. Dummerweise bin ich dann auf dem Rückweg noch einkaufen gewesen.
Im Supermarkt hat es mich plötzlich erwischt: Schlagartig Müdigkeit und Erschöpfung, allgemeines Schwächegefühl, vor allem in den Muskeln.
Meinen Schreibtreff (online!) am Nachmittag musste ich absagen, weil die Konzentration komplett weg war. Dafür war die Vergesslichkeit auf Maximum. Lust hatte ich auch ehrlich gesagt keine, aber nur deshalb, weil ich wusste, dass ich mich nur quälen würde und nichts zustande bringen. So schlecht, dass ich den Schreibtreff absagen musste, ging es mir wirklich lange nicht.
Danach wieder enormer Hunger, viel zu viel gegessen. Vor Erschöpfung schon am frühen Abend eingeschlafen. Nachts aufgewacht und die Gelegenheit zum Lüften genutzt. Geschlafen, bis der Wecker klingelte. Also doppelt so lange wie in letzter Zeit üblich.
Heute morgen dann festgestellt, dass ich meine Duftkerze rieche. Die da oben im Regal neben dem ganzen Tannenzeugs und den Teepackungen steht. Ich habe die extra da platziert als Indikator für gesteigerte Reizoffenheit. Normalerweise bin ich geruchsblind für die, weil die in all den Gerüchen in meiner Wohnung untergeht. Aber im Augenblick bin ich wieder deutlich schlechter darin, Reize auszufiltern, die gerade nicht relevant sind.
Die Schmerzen in den Armen sind tatsächlich bewegungsabhängig, wie es bei Muskelkater eigentlich üblich ist. Ich bin aber froh, dass wir abgebrochen haben, weil ich es schon oft genug erlebt habe, dass aus dem Muskelkater entzündete Muskeln und Sehnen werden.
Ich werde mal sehen, wie es mir am Donnerstag/Freitag geht. Würde ja gerne meine „Hausaufgaben“ machen, aber ich fürchte, ich muss meinen Therapeuten erst noch ein bisschen schulen. Ich muss es deutlich langsamer angehen und mehr Pausen machen.
Ich hoffe, ich mute mir nicht zu viel zu, wenn ich heute beim Optiker meine Brille abhole. Die Literaturwerkstatt abends habe ich schon abgesagt.
Morgens beim Duschen bin ich jetzt wieder voll auf Pflege angewiesen, ein herber Rückschritt. Hoffentlich nur ein paar Tage.
Ist euch unten links mein Markenzeichen aufgefallen? Ist das nicht toll? Das kommt jetzt auf alle meine Buchcover drauf.
Ich bin zwar Selfpublisher und kein Verlag, aber meine Werke sollen auch alle auf den ersten Blick als meine erkenntlich sein. Und es soll die Qualität meiner Publikationen unterstreichen. Der regenbogenfarbene Kreis soll zudem zeigen, dass es sich um queere Lektüre handelt. In dieser Geschichte geht es um ein lesbisches Paar.
Was haltet ihr von der Idee? Und wie gefällt euch das neue Logo? Schreibts mir in die Kommentare!