Equal Pay Day #diverserdonnerstag

Equal Pay Day #diverserdonnerstag

Heute Equal Pay Day beim #diverserdonnerstag von equalwritesde – um eine Woche verschoben. Der eigentliche für dieses Jahr errechnete Equal Pay Day war der 07. März 2022.

Equal Pay: Gleiche Arbeit, gleicher Lohn

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mal als Versandhelfer gearbeitet habe. Männer erhielten pro Stunde einen Euro mehr Basislohn als Frauen. Ich fragte nach und die Begründung war, sie seien eben stärker und erledigten schwerere Arbeiten. Tatsächlich wurden Frauen an den Packtisch eingesetzt und legten am Fließband die bestellten Waren in Transportbehälter, um sie später in Kartons zu packen, während Männer Regale voller Paletten mit Pflanzen schoben und Pakete in LKW luden.

Hier wurde also körperliche Anstrengung und Fitness höher bewertet als das Wissen um verschiedene Pflanzensorten, das schnelle Erfassen von Aufträgen sowie Herbeiholen bestellter Artikel und die Sorgfalt beim Einpacken. Ich habe alles ausprobieren dürfen, besser bezahlt wurde ich dafür nicht.

Äpfel und Birnen?

Ist das ein gutes Beispiel für die Forderung nach geschlechtergerechter Bezahlung? Wurden hier tatsächlich unterschiedliche Arbeiten erledigt?
Wenn Männer und Frauen dieselben Aufgaben machen und ein Geschlecht dafür besser bezahlt wird – das ist nicht fair.

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Einmal kurz die Welt retten

Einmal kurz die Welt retten

Einmal kurz die Welt retten
Jennifer B. Wind (Hrsg.)
416 Seiten
EUR 12,00 [D] / EUR 12,40 [A]
ISBN 978-3-8392-0128-2
Erscheinungstermin: 9. März 2022 – heute!

Zum Buch
Die Welt steht vor dem Kollaps. Den führenden Wissenschaftlern zufolge werden im Jahr 2052 wichtige Ressourcen aufgebraucht und große Teile der Welt aufgrund des Klimawandels unbewohnbar sein. Milliarden Menschen drohen Obdachlosigkeit, Hunger und Armut. 24 dramatische, sarkastische, skurrile und tiefsinnige Kurzgeschichten deutschsprachiger Topautorinnen und -autoren widmen sich den drängendsten Themen unserer Zeit und regen zum Nachdenken an. Sie sind ein Appell an uns alle: Der Kampf um das Morgen muss heute beginnen!

Presseinformation des Gmeiner-Verlags

Gestern kam das Buch als Büchersendung an und ich liebe diese Briefmarken!

Ungeplant erscheint „Einmal kurz die Welt retten“ nun zu einer Zeit, in der tatsächlich hierzulande die Spritpreise explodieren, weil der Ölpreis aufgrund des Krieg in der Ukraine durch die Decke geht.
Heute sind mir im Laden Tomaten in einer Pappschachtel aufgefallen, die sonst in Plastik verpackt waren. Der Umwelt käme es zugute, wenn Plastik nun zu teuer würde …

Mein erster Eindruck

Das Buch ist mehr als doppelt so dick, als ich erwartet hatte. Anders gesagt: So dick sind also 416 Seiten. :D Nie darauf geachtet.

Die Buchstaben auf dem Cover sind leicht erhaben und glänzen vor dem mattschwarzen Hintergrund.

Ein erster Blick hinein verrät: Auf mich kommen zwölf Kapitel mit je zwei Geschichten zu, also insgesamt 24 Werke. Ich bin schon sehr gespannt!

Danke! <3

Meine Rezension folgt, sobald ich alles gelesen und verdaut habe.

Die

Autor:innen

  • Dieter Aurass
  • Raoul Biltgen
  • Katja Brandis
  • Veronika A. Grager
  • Anne Grießer
  • Petra K. Gungl
  • Reinhard Kleindl
  • Regine Kölpin
  • Beatrix Klamlovsky
  • Uwe Laub
  • Mari März
  • Günter Neuwirth
  • Regina Schleheck
  • Claudia Schmid
  • Ursula Schmid-Spreer
  • Ingrid Schmitz
  • Alex Thomas
  • Heidi Troi
  • Eva Maria Nielsen
  • Fenna Williams
  • Barbara Wimmer
  • Janet Zentel
  • Jennifer B. Wind

Mehr über die Autorin unter: www.jennifer-b-wind.com

Schriftstellerei als Beruf

Schriftstellerei als Beruf

Heute Schriftstellerei als Beruf Equal Pay bei Schriftstellern bei Justine Pust, der Gründerin des #autor_innensonntags.

Mein bisheriger Eindruck vom Schreiben als Beruf ist: Es ist alles andere als das Schreiben als Hobby.

Du musst es wollen, mehr als alles andere. Du musst für diese Geschichte brennen, monate- oder jahrelang. Es werden Flauten kommen und dann darfst du nicht hinwerfen. Denn es macht nicht nur Spaß, es gehören auch Aufgaben dazu, die dir keinen Spaß machen werden. Die einen schreiben gerne den Rohentwurf, scheuen aber die Überarbeitung (hier, ich!); andere überarbeiten gerne, müssen aber erstmal einen ersten Entwurf zustande bringen. Die einen schwören auf Deadlines, die anderen hassen Zeitdruck oder kommen gar nicht damit zurecht.

Vor allem musst du liefern

Bild: pixabay

Zwei Bücher im Jahr sind keine Seltenheit. Auf der anderen Seite brauchst du viel Geduld, denn die Prozesse laufen alle sehr schleppend. Verlage planen Jahre im Voraus, Selfpublisher dagegen können von jetzt auf gleich veröffentlichen, wenn sie ein fertiges Manuskript haben, das reif für die Veröffentlichung ist (Stichwort: Lektorat, Buchsatz).

Und auch Schriftsteller:innen sind keine Insel: Du brauchst Testleser und, geht es ans Veröffentlichen, auch Blogger:innen. Selbst schreiben und bloggen schaffen die wenigsten und überhaupt kaufe ich doch eher ein Buch, das nicht von dem Blogger stammt, der es bewirbt. Deshalb ist das Networking auch in dieser Branche der oft introvertierte Menschen das A und O.

Das Schreiben selbst macht nur einen geringen Anteil der Arbeit des Schriftstellers aus

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Krieg gegen Putin

Krieg gegen Putin

Krieg in der Ukraine oder Krieg in Europa lauten die Schlagzeilen, doch letztlich ist es doch ein Krieg gegen Putin.
Als hätten alle nur auf einen Anlass gewartet, um sich noch rechtzeitig vor dem Klimawandel gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.

Versteht mich nicht falsch; ich bin kein Freund Putins, aber der Krieg bringt so viel vermeidbares Leid mit sich. Wäre es nicht so beängstigend, würde ich sagen:

„Bitte seid artig, gebt euch die Hand und setzt euch wieder an den Konferenztisch.“

Ich wünsche mir, dass Putin die Ukraine den Ukrainern überlässt und seine Truppen zurückzieht.

Ich wünsche mir, dass wir nicht nur in Europa, sondern alle Menschen in der Welt in Frieden miteinander leben können. Egal, ob Ukrainer oder Russen. Egal, ob Christen, Moslems oder Juden. Egal, ob hetero oder queer. Egal, ob geimpft oder ungeimpft.

Ich will keinen Krieg, auch nicht gegen Putin. Ich fühle mich so hilflos. Um wenigstens irgendetwas zu tun, spende ich.

Quelle und weitere Spendenkonten: tagesschau.de

Depression #diverserdonnerstag

Depression #diverserdonnerstag

Die Depression ist eine psychische Störung bzw. Erkrankung und wird von der Psychiatrie den affektiven Störungen zugeordnet. Typische Symptome einer Depression sind gedrückte Stimmung, häufiges Grübeln, das Gefühl von Hoffnungslosigkeit und ein verminderter Antrieb.

So weit (und weiter) die Wikipedia.

Persönliche Erfahrungen mit meiner Depression

Leider habe ich mehr als genug Erfahrung mit rezidivierenden (wiederkehrenden) depressiven Episoden.
Kurz: Depressionen sind mir nicht fremd. Gelernt habe ich über die Jahre, dass jede Depression anders ist, dass man sie aber doch früher oder später als solche erkennt. Je mehr Erfahrung man hat und je mehr man sich mit seinen Frühwarnzeichen auseinandersetzt, desto eher.

Irgendwann habe ich dann auch mal einen Psychiater kennengelernt, aber auch erst, nachdem ich – wegen trans* – einen Psychotherapeuten aufsuchen musste. Damals war ich an einem Punkt, an dem ich auch Suizidgedanken hatte, die mir Angst machten. Diese war die erste depressive Episode, die bei mir offiziell festgestellt wurde, daher lautete damals die Diagnose „unipolare Depression“. Dies war die einzige Phase, in der ich auch Antidepressiva nahm.

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Bookdate Contest: Zu Hause

Bookdate Contest: Zu Hause

Zu Hause

Der Schlüsselbund liegt verändert und doch vertraut in meiner Hand, als ich das noch ungewohnte Schloss öffne und mir der Geruch frischer Farbe entgegenweht. Zeitungspapier raschelt unter meinen Schuhsohlen, als ich mein neues Apartment betrete. Dieser Schritt musste sein, raus aus der gemeinsamen Wohnung, die vom Schweigen überfüllt war. Raus aus dem goldenen Käfig. Mehr als eine Wohngemeinschaft war das nicht mehr, was von unserer Ehe übrig geblieben war, und zuletzt hing immer öfter der Haussegen schief. Dass er sich jetzt ständig mit seinem neuen Freund trifft, schneidet mir immer noch ins Herz.
Ich schneide ebenfalls, und zwar die mitgebrachte Pizza in mundgerechte Happen, bevor ich mich auf der Trittleiter niederlasse und die Schachtel auf einem Umzugskarton ablege. Dies hier ist mein Reich. Hier putze ich nur meinen Dreck weg, hier gibt es keinen Streit darüber, wer zuletzt die Spülmaschine ausgeräumt hat und warum die Fenster immer noch nicht sauber sind. Keine gegenseitigen Verletzungen. Vor allem wird es ordentlich sein. Meine Seele atmet auf bei diesen Gedanken.

Am nächsten Morgen habe ich Muskelkater vom Schleppen der Kartons, aber seit Langem endlich wieder gut geschlafen. Die Aussicht vom Schreibtisch an die Raufasertapete ist noch ungewohnt, das Grün der Bäume fehlt mir, als ich meine Unterlagen fürs Einwohnermeldeamt zusammenstelle. Auf dem Formular pendelt mein Blick hin und her zwischen den Kästchen zum Familienstand. Noch muss ich Lebenspartnerschaft ankreuzen, aber es fühlt sich nicht mehr richtig an. Ich bin angekommen in meinem neuen Leben als Single, auch wenn der Amtsschimmel hinterhertrottet.

Bei meiner Rückkehr empfängt mich mein Name am Klingelschild. Nur meiner.
Endlich Zuhause. Endlich frei.


Diesen Text habe ich, passend zum gestrigen Valentinstag, in meinem Instagramprofil gepostet, weil dies Bestandteil des derzeit laufenden Wettbewerbs von BoD zum Thema „Ich bin angekommen.“ ist.

Und prompt liefen meine Telefone heiß. *lach

Okay, das ist weit übertrieben. Aber ein Freund fragte mich ebenso überrascht wie besorgt, ob wir uns getrennt hätten. Nein, haben wir nicht.

Eine Geschichte ist eine Geschichte ist eine Geschichte.

Manchmal muss ich das dazusagen, weil häufig das literarische Ich mit dem des Autors gleichgesetzt wird. Gerade bei authentischen Texten.