Tschüss 2021, moin 2022!

Tschüss 2021, moin 2022!

Wie die Zeit rennt, wenn man plötzlich was zu tun hat!
Trotzdem bin ich noch nicht so recht bereit, das alte Jahr gehen zu lassen. Ich muss erst noch aufräumen, innerlich.

Wie ist das letzte Jahr gelaufen?
Habe ich meine Ziele erreicht oder mir zu viel vorgenommen?


Für das vergangene Jahr hatte ich mir vorgenommen:

  • Meinen zweiten Roman runterschreiben.
  • Meinen ersten Roman überarbeiten.
  • Aktion »100 Geschichten in 100 Tagen« im Blog starten.

Die 100 Tage-Aktion habe ich nicht nur gestartet, sondern auch abgeschlossen. Das war das unwichtigste Ziel und im Nachhinein betrachtet vielleicht nicht die klügste Idee, weil ich mir nicht die Zeit genommen habe, alles vernünftig zu verschlagworten. Wie das mit den Hashtags funktioniert, habe ich erst so richtig bei Instagram gelernt. Content habe ich jetzt, aber „Oh je, was sollen die Nachbarn denken?“ ;)
Ich meine, wenn man neu auf meine Seite kommt und sieht die Früchte meiner eilends dahergetippten Schreibübungen, dann kann der Eindruck entstehen, das sei mein übliches Niveau und nun ja, das dürfte nicht gerade verkaufsfördernd sein. Was tun? Einfach löschen zerstört sämtliche Referenzen. Am besten, ich erwähne es nicht wieder, lasse gehaltvollere Artikel sprießen und das Ganze in Vergessenheit geraten.

Die Überarbeitung meines ersten Romans habe ich zwar in Angriff genommen, mich dann aber gleich wieder ablenken – na ja, ins Tal der Depression fallen – lassen. Fertig bin ich damit noch nicht, hatte aber auch erst im Oktober damit angefangen. Schade, denn das wäre mir eigentlich das Wichtigste gewesen. Es scheint mir aber auch die schwierigste Aufgabe. Für mich ist es einfacher, mir aus dem Nichts heraus etwas einfallen zu lassen, als dann Entscheidungen darüber treffen zu müssen, was wie geändert werden soll. Hierfür will ich mir mehr Zeit nehmen, am besten täglich.

Der zweite Roman ist viel zu kurz geraten, aber zum Ende bin ich gekommen. Ein Erfolg?
Auch hier habe ich das gesetzte Ziel von 55.000 Wörtern nicht erreicht, aber 22.000 Wörter ersprintet. Daraus lerne ich, dass Schnellschreiben für mich wirklich nur dann Sinn macht, wenn es darum geht, mir das Schreibrohr freizupusten. Arbeit an Romanen erfordert sehr viel mehr Planung und einen koordinierten Blick auf das Gesamtwerk; kurze Texte lassen sich einfach mal so aus dem Handgelenk schütteln und bedürfen mit Glück nur wenig Bearbeitung.
Dieses Projekt soll erst dann wieder oberste Priorität bekommen, wenn ich mit dem Erstling in eine andere Bearbeitungsphase eingetreten bin, also etwa auf Verlagssuche bin oder erneut aus Betriebsblindheit eine Pause brauche.

(c) A&K Coverdesign

Nicht geplant war die Buchveröffentlichung.
Die war unheimlich aufschlussreich und hat Riesenspaß gemacht, war aber auch zeit- und energieraubend und hat zur Folge, dass mir nun fürs Schreiben dauerhaft weniger Zeit bleibt, weil ich mich um Buchhaltung und Werbung kümmern muss. Wobei ich die Werbung ehrlich gesagt sträflich vernachlässige. Da muss ich mehr tun.

Ich brauche einen zweiten Ruhetag, an dem ich schreiben darf, aber nicht muss. Es kommt mir einfach zu oft ein Wettbewerb dazwischen, für den ich mal eben schnell was schreiben will, was dann doch mehr Zeit in Anspruch nimmt als gedacht, auch wenn es „doch nur was Kurzes“ ist.


Nun, da das erledigt ist: Herzlich willkommen!

Image by Susan Cipriano from Pixabay

Fürs neue Jahr gilt also:

  • Meinen ersten Roman überarbeiten
  • Leipziger Buchmesse
  • Forentreffen
  • Ab und zu eine Kurzgeschichte für eine Ausschreibung
  • Mehr Energie in Werbung stecken
  • Zwei Ruhetage pro Woche
  • Meinen zweiten Roman ausarbeiten

Da ich auch noch einige Zeit ins Networking stecke (Stammtische und so), muss ich mal schauen, wie ich mit allem zurechtkomme. Einen konkreten Plan, wie es hier im Blog weitergeht, habe ich noch nicht. Ich bleibe aber auf jeden Fall am Ball. Es wird weiterhin mit Büchern und mit meinem Schreiben zu tun haben. ;)

Schleich dich oder ich fress dich

Schleich dich oder ich fress dich

Da ist er wieder
der Schwarze Hund
Er reißt mich nieder
ganz ohne Grund

Ich liege im Dreck
in Schuld und Scham
und kann nicht mehr weg
mein Bein ist lahm

So lahm wie mein Hirn
Der Köter wedelt
freudig mit feinem Zwirn
für mein letztes Hemd


Tatsächlich geht es schon wieder besser. Ehrlich.
Gut zwei Monate hing ich im tiefen Loch der Depression fest. Mal wieder völlig grundlos. Und das nach einer kurzen (4 Tage) Hypomanie, die mir schon Angst gemacht hatte. Wie jedes Auftauchen ist auch dieses mit der Angst verbunden, ob der Switch kommt oder ich es schaffe, mich in der Mitte zu halten. Oder ob es gleich wieder nach unten geht.

Mir wär jetzt danach, mir das Herz auszuschütten, aber das wäre ja nicht „professionell“ im Sinne eines beruflichen Auftretens als Schriftsteller auf dieser Website. ;)
Wenn ich das aber komplett kaschiere, trage ich zu Nichtsichtbarkeit und Stigmatisierung psychischer Erkrankungen bei, weil der Eindruck entstehen könnte, mir schiene immer nur die Sonne aus dem Arsch. Nun, dem ist nicht so.

Was also tun?
Mimimimi. ;)
(Siehe oben.)


Ist mir noch zu helfen?

Ein Freund fragte mich, was man für mich tun kann, wenn es mir nicht gut geht. Darüber habe ich nachgedacht.

Was ein Freund für mich tun kann, wenn es mir (aufgrund meiner bipolaren Störung) nicht gut geht:
• zuhören, auch als Empfänger von eMails
• mir nicht nachtragen, wenn ich ohne Ankündigung wochen- oder monatelang in der Versenkung verschwinde
• sollte ich quasseln wie ein Wasserfall ohne Punkt und Komma und dabei von Hölzchen auf Stöckchen kommen (kommt auch in Schriftform vor), mir das rückmelden und mich bitte nicht noch weiter mit Reizen fluten oder mich durch Nachfragen inspirieren / zum Nachdenken bringen – ich brauche, wenn ich nicht mehr schweigen kann, Isolation und Reizarmut, damit ich Schlaf finde, vielleicht moderate Bewegung, um mich auszupowern – etwas zu schreiben ist auch immer großartig, und wenn es nur ein paar Blatt Papier sind
• bitte nicht ausnutzen, falls ich ungewöhnlich großzügig mit Geld um mich werfen sollte
• bei Fremd- oder Eigengefährdung 112 rufen, bei Unsicherheit unter 310031 beraten lassen, ob 112 gerufen werden soll

Was ein Freund vorbeugend für mich tun kann, damit ich stabil bleibe und es mir gut geht:
• zu meiner Tages-/Wochenstruktur beitragen durch regelmäßig wiederkehrende Verabredungen wie Spaziergänge (Tageslicht!), Telefonate/Chats, Singen, Tanzen, Schwimmen, … man könnte es auch Freizeit miteinander verbringen nennen *g
• nach Absprache: mir rückmelden, wenn man den Eindruck hat, ich schlittere in eine Manie

In jedem Fall möchte ich meine Eigenverantwortung behalten und nicht auf meine Krankheit reduziert werden! (Stichwort: Ableismus)
Aber eigentlich reicht es, mir als Mensch zu begegnen. :)

Vom Weihnachtsfloh und kurzen Geschichten für die großen Kinder

Vom Weihnachtsfloh und kurzen Geschichten für die großen Kinder

Da den Auftakt eine umfangreiche Weihnachtsgeschichte bildet, passt das Video auch gut zu Nikolaus. Die folgenden Geschichten sind nicht unbedingt für Kinder geeignet. Schließlich sollte es ja gruselig sein. Besonders gruselig finde ich allerdings meine Stimme. -.-

15:08 Mario Bartling – Der kleine Floh
53:08 Ingo S. Anders – Für immer
1:03:23 Alexander Hörl – Tränen eines Monsters
1:26:30 Ingo S. Anders – Irre gesund
1:36:26 Grit Stange – Gefangen
1:56:09 Ingo S. Anders – Herr Otto Mayer
1:59:34 Ingo S. Anders – Tschüss.

Vielen Dank an die Brennenden Buchstaben, an Kueperpunk Korhonen für die Moderation und Barlok Barbosa für die Kulissen sowie an das Publikum „vor Ort“.  Es hat großen Spaß gemacht, live dabei zu sein! 

Morgen Abend 20 Uhr Halloween-Lesung

Morgen Abend 20 Uhr Halloween-Lesung

Na, gruselt es euch schon?

Zum Programm

Das sieht doch unheimlich aus! Was mag hier wohl vonstatten gehen?
Wer steht denn da?
Das ist Kueperpunk Korhonen, unser Moderator!

Wie könnte man eine Halloweenlesung gruseliger beginnen als mit einer Weihnachtsgeschichte?
Darauf folgen Gewalt, Leichen, Halluzinationen, abermals Gewalt, ein Labyrinth, ein tragikomisches Telefonat und zum Abschied sage ich nicht leise Servus.

Programm
Mario Bartling: Der kleine Floh
Ingo S. Anders: Für immer
Alexander Hörl: Tränen eines Monsters
Ingo S. Anders: Irre gesund
Grit Stange: Gefangen
Ingo S. Anders: Herr Otto Mayer
Ingo S. Anders: Tschüss.

Ich bin schon total gespannt, was für Kulissen Barlok Barbosa für uns basteln wird, und freue mich richtig auf unseren großen Abend!

Meine Geschichten stammen alle aus Tobaksplitter, meiner Sammlung kurzer Geschichten.

Termin: Sonntag, 31.10.21 um 20 Uhr

Ton über den Discord-Server der Brennenden: https://discord.gg/P3x79Xw
Live Video Übertragung auf youtube unter https://www.youtube.de/brennendebuchstaben
SLURL: https://maps.secondlife.com/secondlife/Port%20Genieva/51/108/22

#diverserdonnerstag: Sicherheit

#diverserdonnerstag: Sicherheit

Während ich mich noch frage, wie Sicherheit ein Privileg sein kann, fällt mir der Krieg in Afghanistan ein. Als nächstes denke ich an homo- oder transphobe sowie rassistische Übergriffe. Dann wird mir klar, dass auch Geld eine ganze Menge Sicherheit schaffen kann, indem man Versicherungen abschließt und sich damit die Angst abkaufen lässt vor Feuer, Einbruch, Diebstahl Krankheit, Unfällen und was es alles gibt. Auch Alarmanlagen kann man sich einbauen lassen, Kameras installieren und sogar einen Panic Room. Hat man das Geld dafür nicht, kann man das alles nicht haben. Aber ist man dadurch weniger sicher? Sicherheit ist doch vor allem ein Gefühl. Es ist das Fehlen der Sorge vor dem möglichen Eintreten verschiedenster Ereignisse. Dass man derzeit in Afghanistan erschossen wird, ist freilich weitaus wahrscheinlicher als in Deutschland. Die Leute machen sich ja nicht ohne Grund auf den Weg.

Natürlich: Kondome schützen. Prep schützt. Kugelsichere Westen schützen ebenso wie Fahrradhelme und Anschnallgurte. Alles mit wissenschaftlich nachgewiesener Wahrscheinlichkeit.

Als Blogger fühle ich mich durch das Internet relativ geschützt. Da ist eine Barriere, ich kann einfach die Kiste zuklappen und es ist Ruhe im Karton. Bis ich einmal eine Postkarte »von einem unbekannten Witzbold« bekam. Das hat mir einen Heidenschreck eingejagt und mein Blog war zwei Jahre off. Später gab sich der Absender mir gegenüber zu erkennen. Die Erinnerung bleibt. Deshalb versuche ich, nicht zu viel private Informationen preiszugeben. Ich versuche, seriös aufzutreten. Ich versuche irgendwie mit diesem Gefühl der jetzt geminderten Sicherheit umzugehen. Dabei ist es faktisch genau dasselbe Risiko wie zuvor.
Als Autor habe ich mir vor der Veröffentlichung große Sorgen gemacht, wie man nach der Lektüre auf mich zugehen könnte. Meine Geschichten können aufwühlen und aufgebrachte Menschen verhalten sich nicht immer rational und handeln schon gar nicht überlegt.

Wenn man (Menschen oder) Figuren miteinander vergleicht, muss sich zwangsläufig eine sicherer fühlen als die andere und seien die Unterschiede noch so fein. Aber vielleicht hinsichtlich verschiedener Aspekte, sodass kein Machtgefälle entsteht.
Schwuppenplanschen: Dennis macht sich Sorgen wegen seines Outings als Transmann, Rasheeda hat zudem eine dunklere Hautfarbe und hätte also einen zusätzlichen Grund zur Sorge, sie ist aber eher taff und Dennis ohnehin ein ängstlicher Typ.
Der Genesungsbegleiter: Lena ist in einer akuten psychischen Krise, Mark ist stabil und tritt als ihr Mentor auf. Lena ist einfach verletzlicher, ihre ganze Welt ist gerade zusammengebrochen und sie hinterfragt naturgemäß vieles.
In meinem angedachten Thriller, der noch nicht fertig geplant ist, wird ein Lehrer auftauchen, der seine Schüler:innen beschützen möchte. Das wird da eine große Rolle spielen. Mehr verrate ich noch nicht.

Personen und Diversity recherchieren — Hans Peter Roentgen + Nachtrag Coming Out

Personen und Diversity recherchieren — Hans Peter Roentgen + Nachtrag Coming Out

„Sensitivity-Writing“ ist das neue Schlagwort. In Romanen tauchen fast immer weiße Personen aus dem Bildungsbürgertum auf. Sonderlich verwunderlich ist das nicht, die meisten Autorinnen und Autoren stammen aus dieser Gruppe und kennen sich dort aus. Schon Frauen aus dieser Gruppe sind in Romanen und Filmen seltener als Männer, geschweige denn Angehörige von Minderheiten. Und wenn […]

Personen und Diversity recherchieren — Hans Peter Roentgen

An Recherche habe ich mich bisher noch nie so wirklich rangewagt, nur mal ein bisschen hier und da gegoogelt. Einmal habe ich eine Autorin gefragt, die jemanden kennt, der eigene Erfahrungen hatte mit einem Thema, das für mich wichtig war, weil es maßgeblich Einfluss auf eine meiner Figuren hatte. Sonst kaufe ich Bücher von Own Voice Autor:innen. Direkt Kontakt aufzunehmen und gezielte Fragen zu stellen fällt mir schwer. weshalb ich mich bisher davor gedrückt habe. Ausgenommen sind natürlich Menschen, die ich bereits kenne.

Ich finde Herrn Roentgens Beitrag lesenswert, da er aufzeigt, dass man auch bei sensiblen Themen recherchieren kann. Ich fand die Lektüre ermutigend, auch Stoff anzupacken, bei dem man sich bisweilen Sorgen macht, jemandem auf die Füße zu treten, weil man keine eigene Erfahrung hat.
Und ja: Man kann es nie allen recht machen. Aber nachfragen kann, darf und sollte man.

Nachtrag zum Coming Out

Beim letzten #diverserdonnerstag zum Thema Coming-out habe ich mich sehr kurz gefasst, weil ich vermeiden wollte, dazu einen ganzen Roman zu schreiben und auch zugegebenermaßen zu wenig Zeit dafür hatte.

Outen muss bzw. kann man sich ja nur bezüglich solcher Merkmale, die man einem nicht ansieht. Meine Hautfarbe sieht man mir an, meine Behinderung nicht. Vieles kann ich durch Kleidung ausdrücken, manches nicht. Manches möchte ich offenlegen, anderes nicht. Mein Körper schrie eine gefühlte Ewigkeit, ich sei eine Frau. Das war keine Verkleidung, ich konnte die falsche Hülle nicht einfach abstreifen.
Lange Jahre habe ich versucht, mich nicht outen zu müssen bzgl. trans*, Das sieht man mir ja nicht an, solange ich mich nicht ausziehe. Ich wurde dennoch immer wieder in Situationen gebracht (zB durch Behörden), in denen ich mich outen musste, was mich teilweise stark getriggert hat. Weil ich durch den Angleichungsprozess über Jahre hinweg gezwungen war, mich bei Hans und Franz zu outen und das auch noch zu belegen und gutachterlich bestätigen zu lassen. Es reicht ja nicht, wenn ich sage, dass ich ein Mann bin, dass müssen zwei Ärzte, ein Psychologe und ein Richter feststellen. Um den Weg zu ebnen, damit die Krankenkasse mir dabei hilft, dass mein Körper für mich spricht.
Dass ich schwul bin, muss ich eigentlich nicht rumposaunen, so lange ich nicht auf Partnersuche bin. Es reicht doch, wenn man das einmal im Freundeskreis bekanntgibt. Denkste! Es fällt doch immer wieder auf, wenn ich bei neuen Kontakten von meiner besseren Hälfte spreche. Wir werden schwul gelesen, wo wir als Paar auftreten. Dazu muss man gar nicht zum CSD gehen, nur einkaufen. Als Autor trete ich out and proud auf, weil ich mich als Own Voice positionieren will.
Auch bezüglich meiner bipolaren Störung könnte ich eigentlich Stillschweigen bewahren. Heul leise! Schon klar. Es ist aber für mich wichtig, ein Umfeld zu haben, das Verständnis hat. Für lange unangekündigte Phasen des Rückzugs. Für plötzlich auftretende Geselligkeit, die ebenso schnell wieder verschwindet. Sonst muss ich mir jedes Mal neue Freunde suchen.
Als hochsensible Person bin ich schnell überfordert von Reizen (was durch meine bipolare Störung noch verschärft wird), weshalb von anderen bevorzugte Umgebungen für Gespräche wie Cafés und Restaurants für mich absolut ungeeignet sind, weil ich da Gesprächen kaum folgen kann.
Ich könnte die Aufzählung noch fortsetzen, aber ich mag nicht mehr.

Ich bin des Outens müde. Und es fehlt mir auch, vollständig gesehen zu werden, wenn ich Teile meiner Selbst verschweigen muss. Ich mag keine Angst haben, mich zu verplappern und plötzlich unter Ressentiments leiden zu müssen. Deshalb mache ich es öffentlich: Ich bin Autor. Ich habe ein Buch geschrieben. Möge die Bubble der mir Wohlgesonnenen mich umhüllen.

#diverserdonnerstag: Coming-Out

#diverserdonnerstag: Coming-Out

»Ich bin schwul und das ist auch gut so«, sagte einst Klaus Wowereit. Zwanzig Jahre ist das her. Ist es seither leichter geworden, sich zu outen? Im allgemeinen Ja, im Einzelfall Nein.

Gibt es in deinen Geschichten Coming-Outs?

Ja und Nein. In meinem Genesungsbegleiter geht es um ein ganz anderes Thema, das Paar im Fokus ist hetero. In Schwuppenplanschen ist es für Dennis eine Hürde, die er zu nehmen hat. Nicht, weil er schwul ist, sondern weil er trans* ist. Das weiß sein Love Interest noch nicht und Dennis ist es unangenehm, sich zu offenbaren; er hat Angst vor Ablehnung.

Umgang mit Sexualitäten/Gender

Schwuppenplanschen spielt in einer Blase, in der es normal ist, trans* zu sein. Aus Sicht des Protas ist hier der Cismann das unbekannte Wesen. Ich versuche, beiden Seiten gerecht zu werden. Für den Cismann ist es natürlich normal, cis zu sein.

Worauf sollten wir beim Beschreiben eines Coming-Outs achten?

Ich finde es wichtig, beide Seiten zu zeigen. Es ist nicht nur schwer, für denjenigen, der sich offenbart. Es ist eben auch eine Offenbarung für denjenigen, der plötzlich etwas Neues über sein Gegenüber erfährt. Das kann das Vertrauen infrage stellen, das kann das ganze Weltbild ins Wanken bringen.

#diverserdonnerstag: Klassismus

#diverserdonnerstag: Klassismus

»Bonzenkind!«, bekam ich oft zu hören. Gleichzeitig bekam ich vonseiten meiner Eltern zu hören, wir seien nicht Krösus. Mein Vater leitete ein kleines Unternehmen mit bis zu 25 Mitarbeitern. Und die bekamen immer zuerst ihr Geld, bevor wir dran waren.

»Klassismus bezeichnet Vorurteile oder Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft oder der sozialen Position und richtet sich meist gegen Angehörige einer ›niedrigeren‹ sozialen Klasse.«

Wikipedia am 11.10.21, 14:40

Ich wuchs im reichsten Stadtteil einer Kleinstadt auf, oder zumindest dem mit der teuersten Wohnlage. Besuche bei Klassenkameraden, die nicht in freistehenden oder wenigstens Reihenhäusern lebten, sondern alle zusammen in einer Wohnung mit nur drei Zimmern, bereiteten mir einen Kulturschock – andersrum genauso.
Ich selbst machte mit HartzIV kurzzeitig Bekanntschaft, als ich dann auf 18qm meine ersten eigenen vier Wände hatte. Ich fühlte mich finanziell unabhängig und war doch vom Regen in die Traufe gekommen.

Wie gestalte ich also meine Figuren in meinen Geschichten? Sind sie finanziell bessergestellt? Sind sie sich dessen bewusst?

Nehmen wir mal meine Protagonisten Mark und Lena aus meinem ersten Roman Der Genesungsbegleiter (Arbeitstitel).
Beide leben in Haushalten, in denen Bücherregale stehen. Lenas Vater ist Journalist und liest täglich mehrere Zeitungen, da ist das naheliegend, dass sie einen wichtigen Halt im Lesen gefunden hat. Er lebt in einer Eigentumswohnung, sie in einem gemieteten Apartment.
Und Mark? Sein Vater ist Malermeister. Der liest ein Automagazin und fertig. Trotzdem gibt es ein Räumchen, das sie als Bibliothek bezeichnen, in dem mehrere (!) Bücherregale stehen. Marks Mutter ist Floristin und sammelt leidenschaftlich Zeitungsausschnitte. Schon wieder Zeitungen!
Marks Oma mütterlicherseits war Schriftstellerin.

Das bedeutet: Ja, meine beiden Turteltäubchen sind vom Elternhaus her finanziell bessergestellt.
Lena ist das überhaupt nicht klar, sie hat wenig soziale Kontakte und blickt anfangs kaum über ihren Tellerrand. Die Freunde ihres Vaters kommen ebenfalls aus gut situierten Haushalten, weshalb sie eben das für »normal« hält.
In Marks Elternhaus ist es omnipräsent, dass er (der Vater) sich (und seiner Familie) alles selbst hart erarbeitet hat. Durch seine EX-IN-Ausbildung kommt Mark mit Erwerbsminderungsrentnern in Kontakt, die von der Grundsicherung leben müssen. Die froh sind, sich bald wenigstens 450 Euro dazuverdienen zu dürfen, was für sie einen Riesenunterschied ausmacht, auch wenn es nicht für große Sprünge reicht. Das wird allerdings nicht thematisiert, es gehört zur Vorgeschichte, die man nicht erzählt, aber für die Figurenentwicklung braucht.

Wenn in dieser Geschichte jemand Vorurteile gegenüber jemandem wegen der sozialen Position oder Herkunft hat, dann Marks Vater gegenüber seinem Schwiegervater, denn der war ihm bereits gebürtig »überlegen« und hat auf ihn herabgeblickt, weil seine Tochter »unter Stand« geheiratet hat und seinen Segen nur ihr zuliebe zähneknirschend gegeben. Beide konkurrierten ständig miteinander. Aber das ist eine andere Geschichte.

Kurztrip nach Cuxhaven

Kurztrip nach Cuxhaven

Noch ein letztes Mal Urlaub, bevor es endgültig in die Selbständigkeit geht. Ich wollte schon eine ganze Weile mal wieder ans Meer, konnte mich aber nicht dazu aufraffen, mein Nest zu verlassen. Doch ein Tapetenwechsel war dringend nötig.

Ich kam also an den Strand in freudiger Erwartung der Brandung und wer war nicht da? Das Meer! Also es war schon da, aber eben bei Ebbe. Wattenmeer hat das so an sich. Die Nordsee so nah an der Mündung der Elbe hat offenbar nur sehr kurz Hochwasser und dann scheint alles die Elbe hoch nach Hamburg zu fließen, denn wir spüren die Tide ja selbst da noch.
Meine erste Amtshandlung war neben pflichtschuldigster tourimäßiger Knipserei ein Gewaltmarsch am Strand entlang, um im nächsten Ortsteil nach einem Restaurant zu suchen. Die Dünen haben mich an meine Kindheit erinnert; wir fuhren regelmäßig nach Skagen in Dänemark, dort gab es sie auch.
In Duhnen steppte dann auch wirklich der Bär, in Döse ging es vergleichsweise ruhig zu. Es war eine Herausforderung, einen Tisch zu bekommen, da man vielerorts reservieren musste. Das war auch der Grund, warum ich nicht im Hotel zu Abend essen konnte, was ich liebend gern getan hätte. Mein Impfnachweis wurde auch ausschließlich dort verlangt.
Nachts konnte ich vor lauter Aufregung ob all der neuen Eindrücke nicht schlafen und war also am nächsten Tag morgens früh wach und konnte mich zu einer Dame in den winzigen Pool quetschen, um dort „mit Abstand“ zu schwimmen.
Diesmal kaufte ich mir ein Tagesticket für den Bus und fuhr kreuz und quer durch die Stadt, um mir die Innenstadt anzusehen, noch mal durch die Fußgängerzone in Duhnen zu schlendern und mir nach einer frittierten Scholle eine Eisschokolade zu genehmigen sowie die Kugelbake zu knipsen. Überhaupt habe ich etliche Fotos gemacht, um mein Buch in Szene zu setzen, was mir schon ein wenig wie Arbeiten vorkam. Ob ich diese tatsächlich alle zu Werbezwecken einsetzen werde, weiß ich noch nicht. Ich möchte auch bezweifeln, dass ich diese Workation in irgendeiner Form als Dienstreise absetzen kann.
Nach einem Mittagsschlaf habe ich, dem Tidenkalender sei Dank, auch das Meer bei Flut gesehen:

Cuxhaven am Strand

Um mich auch noch in der Sauna zu erholen, war ich dann zu erschöpft vor lauter Urlaub.

Am dritten Tag war ich froh, wieder nach Hause fahren zu können mit der freudigen Aussicht, mich an meinen Schreibtisch zu kuscheln.
Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, meinen Zug knapp zu verpassen, weil der Automat nicht ordnungsgemäß funktionierte und ich den anderen nehmen musste. Deshalb sah ich mich gezwungen, drei Mängelexemplare vom Grabbeltisch mitzunehmen. Irgendwie musste ich die Stunde Wartezeit ja rumbringen.
Wie andere Leute das alles während eines Tagesausflugs schaffen, ist mir schleierhaft.

Buch setzen für Dummies

Buch setzen für Dummies

In das Thema Buchsatz musste ich mich völlig neu einarbeiten und da es das war, was mir wie letzte Woche berichtet letztlich das Genick gebrochen hat, weshalb Tobaksplitter verspätet erscheint. Im Vorfeld wusste ich gar nicht, dass man ein Buch überhaupt setzen muss; ich dachte, nach dem Lektorat kommt quasi der Druck und man sucht sich nur hübsche Schriftarten für die Überschrift aus und trennt einmal ein bissl, so ungefähr.

Ich wurde auf SPBuchsatz hingewiesen. Das ist ein Programm für Menschen, die logisch genug denken können, dass sie einen Arbeitsschritt nach dem anderen machen, sicherlich ein gutes Werkzeug. Es markiert die Stellen im Text, die fehlerhaft sein könnten, bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten und den fertigen Buchblock kann man gleich nach pdf auswerfen lassen.
Ich habe bereits im Studium gelernt, dass ich nicht programmieren kann. Mich machen Fehlermeldungen verrückt und ich produziere sie immer wieder, obwohl ich weiß, dass man immer nur eine Sache ändern darf und dann sofort wieder das Programm laufen lassen muss, um zu sehen, wie es sich verhält … ich hasse Debuggen! Dazu bin ich einfach zu ungeduldig. Ich suche nach einer Sache, sehe unterwegs was anderes und ändere fünf Sachen auf einmal und weiß dann nicht, welche Änderung den Fehler verursacht hat und vor allem weiß ich auch nicht mehr, was ich alles geändert habe.
Wer gut oder gerne mit Code arbeitet, dem sei SPBuchsatz wärmstens empfohlen, es ist kostenlos. Viel gelernt über die typographischen Regeln habe ich aus der zugehörigen Anleitung zur Feinkorrektur. Vielen Dank an Karl-Heinz Zimmer!

Kostenpflichtig ist das Beauftragen des Satzes bei einem professionellen Setzer, der vermutlich mit Adobe Indesign arbeitet, das auch eine Stange Geld kostet.

Professionell wird mit Ligaturen und Mediävalziffern gesetzt.

Ich habe habe mich also dazu entschieden, selbst Hand anzulegen. Ich arbeite mit Papyrus. Vermutlich sind meine Erkenntnisse aber auch auf die Anwendung mit anderen Textverarbeitungsprogrammen übertragbar.
Weil ich keine Ahnung hatte, was da alles auf mich zukommt, bin ich xtausendmal durch den Text durchgegangen und habe jedes Mal mit dem gerade neu erworbenen Wissen wieder Fehler entdeckt und habe dann wieder von vorne angefangen. Ich versuche euch eine Empfehlung auszusprechen, mit der euch das erspart bleibt, damit ihr nicht auch vier Probedrucke bestellt, bevor ihr begreift, dass ihr noch gar nicht so weit seid, welche zu benötigen.

Ich setze mal die Lektüre dieses Artikels voraus: Zehn Grundregeln für ein professionelles Buchblockdesign.
Dort geht es unter Punkt 4 um Schriften.

Auswahl und Formatierung der Schriften

Trefft eine Entscheidung, welche Schriftart und -größe sowie Zeilenhöhe ihr nutzen wollt und bleibt dann dabei. Jede Änderung in diesen Punkten hat zur Folge, dass sich die Buchstaben alle wieder verschieben und ihr von vorne anfangen müsst, alles durchzuprüfen und ggf. zu ändern. Wenn ihr nicht wisst, was passen könnte, orientiert euch an Büchern, die ihr zu Hause habt. Haltet einen Ausdruck von eurem Drucker zu Hause – eine Seite genügt – neben eine Buchseite, die euch gefällt. Kostenlose Fonts gibt es z.B. hier, unter anderem EB Garamond: 1001 Fonts ❤ Free Fonts Baby!
Zur Orientierung: Ich habe mich letztendlich für Kapitelüberschriften mit dem Font Bradley Hand ITC in Größe 20 Punkt entschieden und als Grundschrift für Garamond in Größe 11,9 mit Faktor 1.1315.

Wenn ihr mal eine beliebige Buchseite gegens Licht haltet, sollte euch auffallen, dass ihr nie das Schwarz der Rückseite im Weißraum zwischen den Zeilen seht. So sollte es aussehen. Die Zeilen müssen auf einer Höhe sein. Bei meinen normalen Seiten war das auch so, allerdings nicht, wenn ein neues Kapitel begann, denn die Überschrift nahm in meinem Fall so viel Raum ein, dass die anderen Zeilen verschoben waren. Wenn ihr euch die Grundlinien anzeigen lasst (Ansicht > Hilfszeichen anzeigen und Einstellungen > Einstellungen … > Erscheinungsbild > Hilfszeichen > Haken setzen bei Basislinien der Zeilen), dann seht ihr bereits, ob die Linien auf einer Höhe sind oder nicht, wenn ihr euch zwei Seiten nebeneinander anzeigen lasst (Ansicht > Darstellung Einstellung … > Seiten nebeneinander: 2). Ausdrucken und zwei Blätter übereinander und gegens Licht geht halten geht auch. Ich konnte bei meinem ersten Probedruck sehen, dass die Zeilen nicht sauber übereinanderlagen.
Ich habe also in die Kapitelüberschrift geklickt und über Absatz > Erweiterte Absatzformatierung … den voreingestellten Abstand unter dem Absatz bzw. der Überschrift erhöht auf 3,9297, was automatisch gerundet wurde auf 3,93. Zur Kontrolle habe ich zwei Seiten ausgedruckt und übereinander gegens Licht gehalten. Obwohl die Basislinien wie auf dem Bildschirm erkennbar nicht exakt übereinstimmten, war für mein Auge kein Unterschied auszumachen.

Diesen krummen Wert habe ich durch folgende Formel ermittelt bzw. ermitteln lassen:
[(Abstand über dem Absatz) + (Abstand unter dem Absatz)] = (vermutete Anzahl der Zeilen auf gegenüberliegender Seite) * (Schriftgröße der Grundschrift in Punkt) * (Zeilenhöhe in Faktor) – (Schriftgröße der Überschrift in Punkt)
Auf dem Zettel, den meine Rechenfee mir hinterlassen hat, steht: x=k * 11,9 * 1,1315-20
Die erste Vermutung war, dass 2 Zeilen ausreichen, um eine Zeile mit der Überschrift auszugleichen. Diesen Wert haben wir für k eingesetzt und heraus kam 6,9297, bei einer 3 war es 20,39455. Manche mögen Überschriften, die viel Raum einnehmen. Ich in diesem Falle nicht, weil es viele kurze Texte sind und entsprechend viele Überschriften, die dann zu sehr auftragen würden.* Wenn ihr den Abstand wie errechnet erhöht, und für alle Kapitelüberschriften mit derselben Formatvorlage übernehmt, dann passt es auch, falls ihr zweizeilige Überschriften dabei habt. Dann sind es vier Zeilen gegenüber. ;)
Ihr könnt natürlich auch den Abstand über der Überschrift verändern oder es oben und unten verteilen, aber ich fand mehr Abstand zum Fließtext hübscher. Wichtig ist nur, dass die Kapitelüberschrift denselben Raum einnimmt wie die ermittelte Anzahl normalhoher Zeilen auf der gegenüberliegenden bzw. Rückseite. Dabei sollten auf einer normalen, vollbeschriebenen Seite zwischen 30 und 40 Zeilen sein. Die Zeilennummerierung schaltet ihr ein mit Dokument > Dokument-Eigenschaften … > Zeilennummerierung. Ich nehme gern jede Zeile und nicht nur jede fünfte, weil ich daran sofort erkenne, ob unten eine fehlt.

Regeln für den Buchsatz

Hier ist noch mal der Link zu Zimmers Anleitung: Feinkorrektur.
Ich arbeite mit aktivierten Hilfszeichen wie oben beschrieben.
Für mich habe ich folgende Checkliste zusammengestellt:

  1. Fehlt eine Leerzeile? Muss ich eher aufblähen oder kürzen?
    2.Gibt es noch Gassen oder Löcher, die beseitigt werden müssen?
  2. Ist die letzte Zeile des Absatzes zu lang oder zu kurz?
  3. Sind die Trennungen irreführend? Sind es zu viele Trennungen nacheinander? Befindet sich eine Trennung am Seitenende?

Nächster Durchgang mit der „Darstellung wie Ausdruck, ohne Hilfszeichen“:

  1. Gibt es ungewollte Binnenreime an Anfang oder Ende der Zeile?
  2. Sind Gedankenstriche oder Punkte am Anfang der Zeile?
  3. Suche nach .«, (kann sich durch die vielen Änderungen einschleichen.)
  4. Steht rechts eine Zeile über?

Arbeitsablauf

  1. Begonnen habe ich mit einem neuen Projekt aus einer Vorlage, die bereits für BoD 12×19 formatiert ist.
  2. Danach wäre es klug, sich für Schriftart- und -größe sowie die Zeilenhöhe zu entscheiden und alles so abzustimmen, dass man bei 30-40 Zeilen pro Seite rauskommt.
  3. Die Grundlinien müssen ausgerichtet werden. Zwei Seiten Probedruck gegens Licht halten!
  4. Dann ist es mE am besten, in zwei Durchgängen Seite für Seite vorzugehen und nicht etwa einzelne Arbeitsschritte aufs Gesamtdokument anzuwenden, weil sich mit jeder Änderung der nachfolgende Text verschiebt. Ich habe es allerdings nacheinander gemacht und daher das Gefühl, immer wieder von vorne angefangen zu haben.
  5. Natürlich folgt noch ein Prüfgang. Und noch einer. Und noch einer. Auf die überstehenden Enden habe ich im letzten Durchgang noch mal ein Auge geworfen.
  6. Das Inhaltsverzeichnis sollte man erst ganz am Ende sperren, es muss auf jeden Fall beim Druck aktuell sein.
  7. Ligaturen und Mediävalziffern habe ich ganz am Ende eingebracht. EB Garamond verfügt über Mediävalziffern, Garamond nicht.

OHNE GEWÄHR! Ich halte das hier eigentlich für mich fest, damit ich es beim nächsten Mal nachlesen kann, wenn ich wieder alles vergessen habe.

* Ich habe mich noch einmal umentschieden und es hat nicht viel aufgetragen. Ob die Formel so stimmt, bin ich mir nicht mehr sicher. Sie funktionierte auf Anhieb für mehrzeilige Überschriften. Bei einzeiligen Überschriften waren die Zeilen minimal verrutscht. Ich habe noch einmal den Faktor abgezogen und dann passte es für die einzeiligen Überschriften, aber nicht für die mehrzeiligen. Mein Buch ist also nicht perfekt. :D

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