Exposés, Recherche, Networking, Bloggen …

Exposés, Recherche, Networking, Bloggen …

Liebe Leute, wann findet ihr Zeit zum Schreiben? Diejenigen, die noch einen Brotberuf haben und Kinder …
Ich gebe zu, ich prokrastiniere etwas. Irgendwie bin ich noch nicht ganz an den Figuren und damit an der Geschichte dran.

Um für eine meiner Figuren zu recherchieren, habe ich mich in einem Forum angemeldet und dort auch schon Antworten gefunden, aber wie das so ist: Mein Unwissen vergrößert sich mit zunehmendem Wissen. Ab und an bin ich also in diesem Forum unterwegs, zusätzlich zu den anderen, in denen ich mein Unwesen treibe.
Nebenbei läuft eigentlich immer Discord, weil ich einen eigenen Server betreibe, der zum Schreib-Forum gehört. Dort bin ich jetzt auch auf einem weiteren, auf dem einige Schreibgruppen entstehen. Darüber habe ich auch schon Recherchefragen beantwortet bekommen.

Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, bin ich jetzt auch neu auf Instagram und arbeite mich da noch ein. Mit den Hashtags bin ich noch ziemlich überfordert, aber das wird schon noch. Ich finde es wirklich lästig, für jeden Beitrag ein Foto machen zu müssen, denn ich bin ein lausiger Fotograf. Aber da habe ich auch schon Ideen, wie ich mir da etwas bastel.
Tja, und nachdem die SGZ-Aktion zu Ende war, hatte ich erst mal überhaupt keine Ahnung, wie ich da jetzt weitermachen will mit den Blogs und Instagram. Zuerst dachte ich, ich blogge in der Schreibkommune für Schreibanfänger Schreibtipps und hier eine Fortsetzungsgeschichte als konzertierte Aktion mit Anregungen aus Instagram. Dann fühlte ich mich plötzlich absolut unwürdig, Schreibtipps zu erteilen, weil ich gemerkt habe, wie wenig fortgeschritten ich selbst bin im Vergleich zu erfolgreichen Autor:innen. Und so etwas auszuarbeiten kostet wirklich Zeit. In Ermangelung besserer Ideen werde ich aber an dieser festhalten. Einmal im Monat zu posten sollte jedoch auch reichen, was die Schreibkommune angeht.

Weil ich auch mit dem aktuellen Roman so auf der Stelle trat, habe ich dann, um nicht gar nichts zu machen, meine Exposés überarbeitet. Das erste Feedback, das ich dazu (Der Genesungsbegleiter) erhalten habe, stimmt mich nun nicht freudig, allenfalls erneut überarbeitungswütig.
Und zwar überlege ich, das Manuskript tatsächlich zu trennen in Ratgeber und Roman, da ich das nun zum zweiten Mal gehört habe, ich solle mich entscheiden zwischen Lehrbuch und Liebesroman oder Entwicklungsroman. Beim ersten Mal waren die Grundlage lediglich der Arbeitstitel und die ersten drei Kapitel.
Die Alternative wäre, drauf zu scheißen und ganz bewusst so ins Selfpublishing zu gehen. Auch zu einer Kurzgeschichte habe ich mal Rückmeldung dahingehend bekommen, das passe so zwar in ein Sachbuch, aber nicht in einen Roman, weil zu viel erklärt wurde. Ich muss zugeben, ich bin tatsächlich so an den Text rangegangen. Ich wollte beides miteinander verbinden: Unterhaltung und Öffentlichkeitsarbeit. In beiden Fällen.

Jetzt ist wohl eine Grundsatzentscheidung fällig. Genre oder Mix, Verlag oder Selfpublishing. Oder doch in die Rundablage und die Zeit als Lehrzeit abhaken?

Making of: Der Genesungsbegleiter – Ver-rückt vor Liebe

Making of: Der Genesungsbegleiter – Ver-rückt vor Liebe

Ich habe euch schon erzählt, dass ich derzeit an zwei Romanprojekten arbeite. Den Anfang macht mein Erstling, an dem ich schon seit drei Jahren schreibe. Es geht in die Psychiatrie.

Worum geht es in der Geschichte?
Durch den Verlust ihres Vaters wird Lena depressiv. In der »Klinik am Baum« lernt Lena den bipolaren Genesungsbegleiter Mark kennen. Zwischen ihnen knistert es und sie kommen sich auf der Bank an der alten Eiche näher als sie sollten …

Warum schreibe gerade ich diese Geschichte?
Ich bin selbst EX-IN-zertifizierter Genesungsbegleiter. Das bedeutet, ich habe während meiner Ausbildung selbst zwei Praktika gemacht, ein Schnupperpraktikum und ein sogenanntes Vertiefungspraktikum.

Warum brauche ich so lange?
Es ist tatsächlich so, dass ich die erste Hälfte der Geschichte während zweieinhalb Jahren geschrieben habe. Darin enthalten war ein Dreivierteljahr, in dem ich gar nicht geschrieben habe. Ich brauchte einfach etwas Abstand von der ganzen Schreiberei. Während dieser Zeit habe ich all das neue Wissen zum Schreibhandwerk verdaut. Dann habe ich während des NaNoWriMo 2020 nur drei Wochen gebraucht, um die zweite Hälfte runterzuschreiben. Die war dann schon völlig ausgereift in meinem Kopf, wartete nur darauf, erzählt zu werden, und sprudelte nur so heraus!
Damit war dann die Rohfassung endlich fertig. Jetzt muss ich das ganze noch »richtig« überarbeiten, deshalb ruht der Text. Und weil ich auch das Überarbeiten noch erlerne, wird sicher noch einiges Wasser Elbe und Rhein herunterfließen …

Mit Abstand in die Überarbeitung
Ich freue mich schon, Mark und Lena wiederzubegegnen, wenn ich die Augen eines Lesers habe und mich freue, was ich da Tolles geschrieben habe und darüber stöhne, was ich noch alles verbessern muss. ;)

Lena und Mark unter der alten Eiche.

Das Bild hat Tobias Stein mir gezeichnet, weil ich ihn bei seinem Comicbuch unterstütze, indem ich ab und an auf seine Texte schaue. Ist das nicht toll?

Aber keine Sorge: Das wird nicht das Cover! Es macht mir nur die Figuren greifbarer und hilft mir, dranzubleiben. :)

Fazit SGZ-Aktion

Fazit SGZ-Aktion

Tschakka!
Ich bin stolz, dass ich das geschafft habe!
Mein Ziel war ursprünglich, an hundert aufeinanderfolgenden Tagen jeden Morgen eine Geschichte zu schreiben. So ganz gelungen ist mir das nicht. Es kam zu sieben Lücken, was mich sehr frustriert hat, und ich habe sogar schon im Januar das erste Mal ans Aufgeben gedacht, weil ich einmal nicht liefern konnte. Ich bin aber froh, dass ich am Ball geblieben bin! Das habe ich nur erreichen können, weil ich meinen Anspruch etwas nach unten korrigiert habe. Die Bahn strebt auch nie 100% Pünktlichkeit an, nur 95% – die wissen, dass Perfektion ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Ich habe mir also zunächst etwas Mut zur Lücke zugestanden und dann habe ich nicht weiter daran festgehalten, morgens als erstes diese Schreibübung durchzuführen. Ich glaube, das erste Mal kam mir tatsächlich ein Arztbesuch in die Quere. Und dann habe ich überdacht, ob das weiterhin Sinn macht, an dieser Reihenfolge festzuhalten. Mein Roman sollte mir doch eigentlich wichtiger sein als diese Geschichten fürs Blog und der war mir ins Hintertreffen geraten, ohne dass ich genau sagen konnte warum. Doch dazu später mehr.

Dumm gelaufen
Ich habe mir mit meinen Geschichten in dieser Dichte selbst Konkurrenz gemacht. Selbst meine Stammleser haben nicht die Zeit gefunden, alles zu lesen. Ich hätte locker eine Geschichte pro Woche veröffentlichen können oder sogar eine pro Monat, um das Blog am Laufen zu halten. Dann hätte ich für Monate oder Jahre ausgesorgt gehabt. Klar, die laufen natürlich nicht weg, aber ich verliere die Positionierung im Reader.
Künftig mache ich von der Funktion Gebrauch, Beiträge zu planen.

Insgesamt
Ich würde es wieder tun. Es hat Spaß gemacht! :D
Und ich habe in kurzer Zeit jede Menge tollen unnützen Content generiert.

SGZ 54 FEST

SGZ 54 FEST

Nach ganz fest kommt ganz lose
Handwerker wissen das: Zieht man eine Schraube zu fest an, dreht sie sich plötzlich wieder schneller und greift nicht mehr. Dann ist das Gewinde hin. Bei den meisten der heutigen Schrauben wird jedoch zuerst der Kopf matschig, also das Kreuz bzw. der Schlitz für den Schraubendreher hobelt sich ab.
Deshalb muss man bei aller gebotenen Kraft auch Feingefühl walten lassen.

Nicht anders verhält es sich auch beim Schreibhandwerk: Man muss erst lernen, alle zur Verfügung stehenden Techniken richtig zu dosieren.
Mit jeder Textkritik lernt man, mit welcher Menge an Füllwörtern und Adjektiven man über die Stränge schlägt und irgendwo dazwischen wird es wohl gut sein. Auch zwischen Zeigen und Erzählen (Show don’t tell) gibt es ein Gleichgewicht. Man kann es in beide Richtungen übertreiben.
Die persönliche Mischung macht den eigenen Stil aus.
Zu wenig Spannungselemente machen den Text langweilig, zu viele davon jagen den Leser durch die Geschichte – beim Thriller ist das erwünscht, bei Fantasy nicht. Es kommt also auch aufs Genre (und auf die jeweilige Zielgruppe) an. Liebesschwüre sind im Krimi fehl am Platz wie Pistolen im Liebesroman – Ausnahmen bestätigen die Regel.

Fühle ich mich bei Kurzgeschichten (nach fünfzehn Jahren Übung) relativ sicher, so bin ich beim Schreiben von Romanen noch blutiger Anfänger. Und das heißt noch lange nicht, dass ich eine Geschichte zum Wettbewerb schicke und sofort gewinne. Es war mir ein Fest, als ich es letztes Jahr auf eine Longlist schaffte. Mein Text war (bei vergleichsweise wenig Einreichungen) in der engeren Auswahl, wurde aber nicht gedruckt. Trotzdem gab und gibt mir das eine gehörige Portion Selbstsicherheit.
Bei Romanen habe ich jetzt gerade das Gefühl, mich mit dem Handwerkszeug vertraut gemacht zu haben. Wie man eine Geschichte plant, wie man sich selbst organisiert und so weiter. Und das, nachdem ich bereits über drei Jahre hinweg meinen ersten Entwurf meines ersten Romans geschrieben habe.
Was es heißt, zu überarbeiten, erfahre ich gerade. Ich will nicht wissen, wie lange so eine Überarbeitung dauert.
Für mich unvorstellbar, innerhalb eines Monats einen Roman zu schreiben und zu veröffentlichen. Wenn ich weiß, was ich schreiben soll, etwa weil mir jemand diktiert, kann ich sicher innerhalb von drei Monaten alles abtippen, das habe ich während des letzten NaNoWriMo festgestellt. Da hatte die Geschichte drei Jahre Zeit gehabt, in mir zu reifen.

Als ich mit stolzgeschwellter Brust meine ersten Entwürfe meiner ersten Kapitel meinen Testlesern zeigte, so haben die mich sehr schnel gebremst, weil ich zu sehr durch die Handlung hetzte. Damals hatte ich überhaupt noch kein Gefühl für das richtige Erzähltempo. Ich hatte angenommen, ein Roman besteht aus einer Abfolge von Kurzgeschichten. So ist es nicht.

Ein Roman ist tiefer und breiter angelegt als eine Kurzgeschichte.
Man erfährt viel mehr über die Figuren, aber auch über deren Wahrnehmungen, ihre Empfindungen und Gedanken. Alles bekommt mehr Raum, man erzählt ausführlicher.
Und ich glaube, in Kurzgeschichten kann man getrost vernachlässigen, was Leute tun, während sie sich unterhalten. Man schreibt es nur dann hin, wenn es für die Handlung relevant ist. Unterhalten sich Mutter und Sohn, während sie den Abwasch erledigt und er abtrocknet, dann wird das höchstens in einem Halbsatz erwähnt. Aber es wird nicht jeder Topf und jede Pfanne ins Bild gebracht. Ich halte das für einen relevanten Unterschied.
Zur Zeit experimentiere ich bei meinem zweiten Roman mit dieser Rahmenhandlung, die mir in meinem ersten Roman offenbar häufig fehlt. Ich schreibe sehr dialoglastig und diese Dialoge sind stellenweise sehr blank. Da sind gerade mal Zuordnungen der Sprecher, die aber auch nicht so wirklich wichtig sind. Meistens tun diese Leute einfach nichts, als sich zu unterhalten. Das ist sicher ein Mangel, den ich noch beheben muss.

So schaut es gegenwärtig in meinem Werkzeugkasten aus. Ziemlich unsortiert, ganz gegen meine sonstige Gewohnheit.

Wörter: 621

100 Geschichten in 100 Tagen

100 Geschichten in 100 Tagen

Die Mitmach-Aktion „100 Geschichten in 100 Tagen“ läuft!

Vom 09.01.21. bis zum 18.04.21 – täglich, an 100 aufeinanderfolgenden Tagen – werde ich die Übung Schreiben gegen die Zeit (SGZ) durchführen und damit hundert im Schreib-Forum versäumte wöchentliche Schreibübungen nachholen. Das jeweilige Ergebnis veröffentliche ich dann hier.

Ich weiß, dass da auch sehr hübsche Geschichten bei entstehen können, zum Beispiel diese: Das ist doch Käse! Richtig – zum Begriff KÄSE.

Hier ist die Liste mit über 100 Begriffen.

Schreibwettbewerb: Hobbyschreiben

Schreibwettbewerb: Hobbyschreiben

Die Schreibkommune hat einen Schreibwettbewerb zum Thema „Hobbyschreiben“ ausgerufen. Der Einsendeschluss ist der 28. Februar 2021.

Du liebst das Schreiben? Du möchtest an einem Wettbewerb teilnehmen, bist Dir aber trotz leidenschaftlicher Schreibwut darüber im Klaren, dass Deine Geschichten (noch) keinerlei Anspruch auf Professionalität haben? Dann bist Du hier genau richtig. Schreiben ist ein Handwerk und ein Handwerk zu erlernen bedeutet: üben, üben, üben!

Wir, die Schreibkommune, veranstalten einen Schreibwettbewerb für Hobbyautoren, Anfangsdenker, Schlussschreiber und Mittenstagnierer. Wir wollen Herz, Leib und Seele lesen. Wir wollen Deine Entwicklung vorantreiben, von und mit Dir lernen. Wir wollen den Schreibgeist beflügeln und ihn von den erdrückenden Fesseln perfektionistischer Erwartungen befreien!

Das Thema

Schreibe uns eine Geschichte über das Hobbyschreiben.

Hierzu kannst Du gerne persönliche Erfahrungen miteinfließen lassen. Wir freuen uns über jede Form der kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema Hobbyschreiben. Ob es kleine Anekdoten sind, über die wir alle schmunzeln können, oder eine fantastische oder futuristische Geschichte, die sich lediglich in der Vorstellung des Autors abspielt, oder gar eine Horrorstory über verpasste Termine und zu hohe Erwartungen – alle Genres sind erlaubt, solange sie das vorgegebene Thema bedienen. Gedichte, Poesie und Lyrik sind ausdrücklich erwünscht.

(Aus dem Ausschreibungstext)

Die besten drei Einsendungen erhalten ein Feedback zum Text und die Gewinnertexte werden in der Schreibkommune veröffentlicht.

Ab 14 Jahre, maximal 1400 Wörter sind erlaubt. Interessant? Näheres dazu in der Schreibkommune.

Die Liste mit den 100 Begriffen

Die Liste mit den 100 Begriffen

Für 100 Geschichten in 100 Tagen, an denen gegen die Zeit geschrieben wird, braucht es auch 100 Begriffe.

Hier ist die Liste mit 117 Begriffen. So ist es kein stures Abarbeiten, sondern es bleibt etwas »Würfelglück« im Spiel.

1 ABGESCHNITTEN
2 ABWECHSLUNG
3 ANFANG
4 APRIL-APRIL
5 AUFGABE
6 AUGENBLICK
7 AUSBRUCH
8 BESESSEN
9 BEWEGEND
10 DÄMMERUNG (mind. 500 Wörter!)
11 DRUCK
12 EIGENLOB
13 EINGESCHRÄNKT
14 ELF
15 ENGEL
16 ERFÜLLUNG
17 ERHABEN
18 ERWACHEN
19 ERWARTUNG
20 ERZ
21 FALL
22 FEST
23 FLIEGEN
24 FREUDE
25 FUNKEN
26 GEDÄCHTNIS
27 GEDULD
28 GELASSEN
29 GELEGENHEIT
30 GEMEINSAM
31 GESCHENK
32 GESELLSCHAFT
33 GESTÄNDNIS
34 GEWISSENSBISSE
35 GLAS
36 GRÜN
37 HALT
38 HAPPY END
39 HERZLICH
40 HINDERNIS
41 HUMOR
42 INSTRUMENT
43 KARTENSPIEL
44 KELLERFENSTER
45 KETTEN
46 KLAGEN
47 KOSTEN
48 KREIS
49 KRÖTEN
50 KUNST
51 LABYRINTH + JAGEN + PALME
52 LAUSCHEN
53 LEDERJACKE
54 LEGENDE
55 LEID
56 LERNEN
57 LEUCHTTURM
58 LIEBE (ohne den Begriff zu nennen)
59 LINSEN
60 LOCKEN
61 LOSE
62 LUFTBALLON + KRUMM + SCHÄUME (der Begriff muss im Text stehen)
63 MAGISCH
64 MÖCHTEGERN
65 MOOR
66 MUSCHEL
67 MYSTERIÖS
68 NICHTS
69 PFLASTER
70 PLANUNG
71 PLÖTZLICH
72 PRESSE
73 RASEN
74 RECHT
75 REGEN
76 ROLLEN
77 RUND
78 SAUER oder WALD
79 SCHALLPLATTE
80 SCHATTEN
81 SCHEIN
82 SCHIENENERSATZVERKEHR
83 SCHMERZ
84 SCHNITTE
85 SCHUH
86 SCHÜTZE
87 SEHNSUCHT
88 SIEBEN
89 SINN
90 SIRENEN
91 SOMMERSONNENWENDE
92 SPIEGEL
93 SPINNEN
94 STEHLEN
95 STILLE
96 STURMSCHÄDEN
97 SUCHEN
98 TANZEN
99 TEILEN
100 THEATER
101 TRICK
102 TRIVIAL
103 UMZUG
104 UNSICHTBAR
105 UNVERSEHRTHEIT
106 VERGEBUNG
107 VERSTECK
108 VERTRAUEN
109 VERWANDTSCHAFT
110 WEGWEISER
111 WÜSTE
112 WUT
113 ZAHLEN
114 ZÄRTLICHKEIT
115 ZEITUMSTELLUNG
116 ZIEL
117 ZUFALL

Hier ist noch mal der Link zum Zufallsgenerator: https://www.der-zufallsgenerator.com/zufallszahl.html

Also, übermorgen geht es los!

SGZ: 100 Geschichten in 100 Tagen

SGZ: 100 Geschichten in 100 Tagen

100 Geschichten in 100 Tagen – wie soll das gehen?

Im Schreib-Forum machen wir jeden Abend von 20-21 Uhr eine Schreibübung namens »Schreiben gegen die Zeit« (SGZ).
Man hat genau diese Stunde Zeit, aus einem Begriff eine kleine Geschichte oder wie auch immer gearteten Text zu basteln. Das darf auch ein Gedicht sein oder auch ein Plotansatz, ein Ausschnitt eines Romans – ganz egal, Hauptsache man tippt möglichst hemmungslos irgendwas runter. Dabei gehts auch nicht um die Masse der Anschläge an sich, sondern darum, sich den Kopf freizuschreiben. Sich zu erlauben, auch mal schlecht schreiben zu dürfen. Den Kritiker geknebelt in die Ecke stellen. Um welchen Begriff es sich handelt, weiß man vorher nicht, der wird erst abends um acht bekannt gegeben. Danach wird dann gegenseitig gelesen und kommentiert.
Bei unserer wöchentlichen Übung habe ich natürlich seit Beginn nicht jede Woche teilnehmen können und so ist eine Liste mit über 100 Begriffen zustande gekommen, zu denen ich noch keine Geschichte geschrieben habe. Also wird es mal Zeit!

Für meine Zwecke werde ich die Übung etwas abwandeln. Ich mache sie nicht abends um acht, sondern gleich nach dem Aufstehen.
Da ich sie alleine mache, habe ich niemanden, der mir den Begriff vorgibt. Deshalb habe ich mir etwas einfallen lassen, wie ich mich selbst überraschen kann, um dann spontan zu einem Wort etwas zu schreiben:

  1. Jeder Begriff in der Liste hat eine Nummer. Ich verwende einen Zufallsgenerator, um eine Nummer zufällig (ja, liebe IT-ler, es heißt »Pseudozufall«) aus der Liste auswählen zu lassen.
  2. Timer auf 60 Minuten stellen und spätestens beim Klingeln wird veröffentlicht. Tipp: In den letzten Minuten lese ich noch mal drüber und mache letzte Korrekturen.
  3. Danach wird die Nummer aus der Liste gestrichen (Zeile löschen) und für die verbleibenden Begriffe werden die Nummern neu vergeben (einfach von oben nach unten ausfüllen).
  4. Und am nächsten Tag fange ich wieder bei 1. an.
    Wichtig ist nicht die Reihenfolge, sondern dass jede Nummer in der Liste nur einmal auftaucht und kein Begriff leer ausgeht.

Wer will, kann mitmachen!
Meine Liste mit den Begriffen werde ich demnächst – rechtzeitig vor Beginn der Aktion am 09.01.21 – als Blogbeitrag zur Verfügung stellen. Es laufen dann jeweils nach meinem Beitrag 24 Stunden, innerhalb derer der eigene Beitrag gepostet werden kann.
Wer vor dem Schreiben des jeweiligen SGZ über den Begriffen brütet, pfuscht!

Ich behaupte, das ist zu schaffen, jeden Tag eine Stunde zu schreiben. Ob jeden Tag eine Perle daraus hervorgeht, wird sich zeigen. Aber es ist möglich!
Ob ich die Aktion 100 Tage am Stück überhaupt durchhalte? Das sind immerhin über drei Monate. Ich weiß es nicht, aber da mich der letzte NaNoWriMo so beflügelt hat, kann ich es mir gut vorstellen.

Vielleicht traut sich ja jemand, es mit mir aufzunehmen. Wer möchte mitmachen?:D

Frohes Neues!

Ich bin wieder da.

Das habe ich manchmal, dass ich für eine Weile abtauche und eines schönen Tages aus meinem Winterschlaf aufwache. Ich brauche das, dieses Alleinsein bis hin zur Einsamkeit, um wieder Hunger nach dem Leben zu bekommen.
Das vergangene Jahr hat mich diesbezüglich aus dem Takt gebracht. Wie uns alle wohl.

2020 sollte mein Jahr werden. Ich habe mir eine anständige Schreibsoftware gekauft, die mir geholfen hat, meinen Roman zu überblicken.
Zudem hatte ich mir vorgenommen, jetzt endlich mal in einer Anthologie veröffentlicht zu werden. Ich nahm an diversen Wettbewerben teil und schaffte es in der Sparte Queer mit »Freiwillig schwul werden?« auf die Longlist des Berliner Literaturpreises »Wortrandale 2020«. Mein größter Erfolg dabei war, dies auch als Erfolg anzuerkennen.
Im November ist es mir gelungen, die Rohfassung meines ersten Romans abzuschließen. Ich war nach drei Jahren bei der Hälfte und dann habe ich innerhalb von drei Wochen – NaNoWriMo lässt grüßen – den Rest runtergetippt. Ich war total von den Socken, als ich mich mehr als 10.000 Anschläge pro Tag tippen sah.
Bis auf Weiteres befindet sich das Manuskript in der Überarbeitung. Erst ruht es eine Weile. Da brauche ich wohl auch noch Zeit, bis ich den Bogen raus habe, wie man das macht und wo meine Schwächen liegen, die ich ausbügeln muss.

Für 2021 habe ich mir vorgenommen, daran anzuknüpfen, im Idealfall noch eins draufzusetzen:

  1. Meinen zweiten Roman runterschreiben.
  2. Meinen ersten Roman überarbeiten.
  3. Aktion »100 Geschichten in 100 Tagen« im Blog starten.

Was es mit der Aktion auf sich hat, erzähle ich dann beim nächsten Mal.

Möge 2021 uns allen nur das Beste bringen!

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