Ein Buch bei BoD veröffentlichen – in der richtigen Reihenfolge

Ein Buch bei BoD veröffentlichen – in der richtigen Reihenfolge

Ganz offiziell: Tobaksplitter wird später erscheinen als geplant und ich erzähle euch gerne, warum:

Ich sah bei BoD verschiedene Möglichkeiten, Bücher zu veröffentlichen. Als kostenloses »Fun-Projekt« nur für mich alleine, ebenso gratis nur als ebook, mit »BoD Classic« für 19,- EUR Einrichtungsgebühr sowohl als Druckbuch als auch als ebook und als Comfort-Lösung für 249,- EUR inkl. Probedruck und unterstützendem Ansprechpartner. Schnell war klar, dass die Comfort-Lösung für mich zu teuer war und da ich ja nicht nur ein Buch für mein Regal zu Hause haben wollte, schied auch das »Fun-Projekt« aus. Natürlich wollte ich, dass mein Buch auch als Druckbuch erhältlich sein sollte, also fiel meine Wahl auf »BoD-Classic«.
Fehler Nummer 1!
Dadurch war ich vertraglich gebunden und jede Änderung in Form einer Neuauflage kostete fortan 19,- EUR und zudem hatte ich mir Zeitdruck gemacht mit einem geplanten Veröffentlichungsdatum, das ich lustigerweise auch noch – Fehler Nummer 2! – in meinem Blog und bei Insta herumposaunt hatte.
Als erstes hätte ich ein »Fun-Projekt« wählen sollen und dieses so häufig mithilfe des kostenlosen easyCover-Designers für Probedrucke nutzen sollen, bis ich mit dem Buchblock rundum zufrieden bin.
Denn meine liebe Coverdesignerin hatte mir den Tipp gegeben, überhaupt Probedrucke zu machen. Was mir auch nicht klar war: Ändert sich die Seitenzahl, brauche ich auch ein neues Printcover!
Fehler Nummer 3!
Da ich in einer mir unbekannten Schriftart eine viel zu große Schriftgröße gewählt hatte, änderte sich die Seitenzahl erheblich und mit deutlich weniger Seiten wurde auch der Buchrücken schmaler, was wiederum bedeutet, dass das Printcover weniger breit sein muss. Selbst mit einer Seite Abweichung ändert sich das Maß fürs Buchcover!

Die Schriftart Garamond ist in Größe 11 oder 12 optimal. Mir persönlich ist 11 etwas zu klein, aber mit einer kleineren Schriftart wird ein Buch natürlich billiger.

Meine Anleitung für mich für das nächste Buch:

  1. Plane, plotte, Schreibe, lasse ruhen, überarbeite, lasse testlesen, überarbeite, lasse lektorieren, überarbeite, bis das Buch inhaltlich steht!
  2. Kontaktiere die Coverdesignerin Deines Vertrauens und lasse Dir ein ebook-Cover geben, mit dem Du bereits im Vorfeld der Veröffentlichung werben kannst.
  3. Beauftrage den Satz. (Für SPBuchsatz bist Du zu doof und was Du aus Papyrus rausholen kannst ist einigen Leser:innen nicht gut genug. Du willst ja professionell wirken.)
  4. Starte Dein Buchprojekt als kostenloses »Fun-Projekt«!
  5. Mache Probedrucke, bis Du mit dem Buchblock rundum zufrieden bist. Die Lieferzeit liegt je nach Versandart zwischen 6 und 11 Tagen. Mindestens drei oder vier Probedrucke zu brauchen, ist normal!
  6. Beauftrage das Printcover. Auch das dauert, wenn es (bei Premades) schnell geht, nur 1-3 Tage.
  7. Mache damit einen letzten Probedruck.
  8. Gib erst jetzt das Veröffentlichungsdatum bekannt!
  9. Die ersten Lesungen erfolgen nach der Preisaktion.

Habe ich alles richtig gemacht? Nein!

Habe ich alles richtig gemacht? Nein!

Im Augenblick könnte ich schon wieder plärren. Es hatte sich so gut angefühlt, als ich endlich auf den Button klickte und den Vertrag mit BoD abschloss, den Druck in Auftrag gab. Aber ich hätte wirklich einen Probedruck machen sollen. Vorher. Ich habe darauf verzichtet, weil ich den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht habe und gleich nach dem Satz mit der ersten Satzdatei – und hallo, ich habe das zum ersten Mal gemacht! – das Printcover beauftragt habe. Ich hatte so ein enormes Empfinden von Zeitdruck, obwohl da gar keiner ist. Jetzt habe ich welchen, weil ich das geplante Erscheinungsdatum angekündigt habe. -.-

Bevor ich aufs Knöpfchen drückte, war ich so etwas von unsicher. Ich hatte tausend Fragen. Ob Garamond in Schriftgröße 14 zu groß ist beispielsweise. So etwas muss ich sehen, wenn ich das Ding in der Hand habe. Immerhin bin ich schon froh, die Empfehlung in der Anleitung gefunden zu haben, überhaupt diese Schriftart zu wählen. Ich habe alles mögliche gefragt. Und als ich dann endlich alles hochgeladen hatte, die letzten Fehler im Cover behoben waren, da wollte ich einfach keinen Probedruck. Weil: Wenn dabei herauskäme, dass ich etwas ändern muss und zwar so gravierend, dass ich das Cover in anderem Format brauche, dann kaufe ich das Ding noch mal. -.-

Hinterher bekam ich tolle Tipps, wo man sich in Sachen Buchsatz belesen kann und was für Programme man braucht – nein, ich hatte keine Lust, mich in weitere Programme einzuarbeiten. Ich habe mich auf Papyrus und die Anleitung seitens BoD verlassen. Ich bin sicher nicht der erste, der dabei Fehler macht. Eine Anthologie habe ich hier, die hatte ich billiger bekommen, weil das Inhaltsverzeichnis falsche Seitenzahlen anzeigt. Die Geschichten macht das nicht schlechter, nur den Gesamteindruck und so mancher zieht dafür mal eben nen Stern ab.

Und jetzt habe ich eben doch einen Probedruck beauftragt, weil mir die Sache keine Ruhe lässt. Aber nicht die Nummer mit den 249,- EUR, sondern den Krempel als „Fun“ Projekt für 0,00 EUR hochgeladen, eigenhändig einen anderen Barcode hoffentlich sauber genug reingebastelt und jetzt warte ich, bis ich das Ding drucken lassen kann. Damit sollte ich einen kleinen Zeitvorsprung haben. Das hätte ich mal sofort als erstes machen müssen. Aber wenn mein Hirn auf Hochtouren läuft, dann hat es leider manchmal Aussetzer.

Notfalls muss ich alles überarbeiten und für eine Neuauflage ein neues Cover kaufen. Beim nächsten Mal mache ich zuerst ein Fun-Projekt und weite das dann zu einem richtigen Projekt aus. Dass das möglich ist, habe ich eben erst gelesen.^^

Das Cover ist da!

Das Cover ist da!

Meine Sammlung kurzer Geschichten, die bisher unter der hochtrabenden Bezeichnung „Anthologie“ und dem Arbeitstitel „Harter Tobak“ lief, wird nun hoffentlich bald als „Tobaksplitter – Facetten meiner Persönlichkeit“ erscheinen.

Da der Uploadbereich von BoD gerade streikt und die Downtime schon zweimal verlängert wurde, ist die Sache leider immer noch nicht in trockenen Tüchern. Ich hoffe, das zieht sich nicht noch mehr in die Länge.

Das Buch kommt seitens BoD frühestens 14 Tage nach dem Upload heraus, geplant hatte ich aber einen etwas längeren Vorlauf. Sobald das Veröffentlichungsdatum steht, gebe ich es natürlich hier bekannt.

Herrenanzug schwarz mit weißem Hemd und silbergrau karierter Krawatte. 
Autorenname: Ingo S. Anders
Titel: Tobaksplitter
Zusatzhinweis: Sammlung kurzer Geschichten
(c) A&K Buchcover

Das ist es!
Ich kann gar nicht genau sagen, warum ich mich für dieses entschieden habe. War wie so oft aus dem Bauch heraus. Wenn ich jetzt überlege: Es hat mich einfach angesprochen – ich mag Anzüge – und ich habe gedacht: Den Typ würde ich gerne kennenlernen.

Wie der Anzug für einen Mann nur seine äußere Hülle ist, ist auch das Cover nur die Außenansicht eines Buches.

Genau das sollen die Leser ja auch wollen. Sie sollen die Geschichten in diesem Buch lesen wollen. Mich darüber ein Stück näher kennenlernen wollen.

Ich hoffe nur, es heißt dann nicht nachher: Außen hui, innen pfui!

Meine Antho ist aus dem Lektorat zurück

Meine Antho ist aus dem Lektorat zurück

Ihr Lieben, es gibt tolle Neuigkeiten!
Meine Sammlung kurzer Geschichten, die bisher unter dem Arbeitstitel Harter Tobak läuft, ist fertig lektoriert und ich habe die Änderungen auch bereits eingearbeitet.
Ich musste nicht lange überlegen, um mich dazu zu entscheiden, das Buch bei Books on Demand im Format 12×19 zu veröffentlichen.

Über Nacht habe ich gesetzt und ich hoffe, ich habe keine Fehler gemacht. -.-
Zum Glück kenne ich jemanden, der sich damit auskennt. Der bindet sogar Bücher mit der Hand aus lauter Spaß an der Freud! Vielleicht kann ich ihn dazu motivieren, einen prüfenden Blick auf mein Manuskript zu werfen.

Jetzt habe ich so einen Ungeduldigkeitsschub, aber ich weiß ganz genau, dass ich jetzt nicht auf den letzten Metern noch in Sprint verfallen darf, sonst gibt es Flüchtigkeitsfehler und andere falsche Entscheidungen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, muss ich erst bei BoD den Vertrag abschließen und bekomme dann von denen die ISBN und den Barcode, der wiederum fürs Coverdesign wichtig ist und da eingebaut werden muss. Es ist also nicht zu früh, jetzt jemanden damit zu beauftragen.^^
Das fertige Cover und die Schutzhülle muss ich dann zusammen mit meinem Manuskript als pdf-Dokument hochladen und allerlei Angaben machen. Wo der Klappentext hinkommt, ahne ich bereits, aber was für Schlagworte ich angegeben soll, ist mir schleierhaft. Da muss ich mal jemanden fragen, der schon bei BoD veröffentlicht hat.

Ich habe mich für ein Cover entschieden, um das ich schon wochenlang rumgeschlichen bin. Auch da habe ich Noob natürlich noch blöde Anfängerfragen.

Ich bin so aufgeregt!

Ich muss noch was beichten: Diejenigen, die von Anbeginn an mein Blog verfolgen oder sich aus anderen Gründen damals auf der Seite umgesehen haben, dürften die eine oder andere Geschichte wiedererkennen. Es sind nicht alles Weltpremieren. Aber es ist auch viel bisher Unveröffentlichtes dabei!

Schwuppenplanschen pausiert

Etwas zu kurz geraten
Wie soll ich sagen? Zwischenzeitlich konnte ich bei Schwuppenplanschen Richtfest feiern; die Rohfassung war zu Ende geschrieben. Leider hatte sie da gerade mal etwa 21k Wörter. Jetzt 22k, nachdem ich begonnen habe, die Szenen auszuschmücken, was ich nur höchst ungern tue. Ich tippe die Dialoge runter und am liebsten würde ich es dabei belassen. In einer Kurzgeschichte kann man das auch mal machen, aber nicht in einem Roman.
Mit dem jetzigen Umfang hat das Werk allerdings erst knapp den Umfang einer Novelle erreicht und ist weit entfernt von einem Roman – dreimal so lang sollte es werden. Nur mit ausschmücken werde ich das auch nicht mehr schaffen, denke ich. Der Mittelteil ist viel zu dünn, das Ende bisher nur skizziert.
Ich kann nun zweierlei tun: Grundlegend den Plot überarbeiten und neue Szenen einfügen oder gar eine ganze Nebenhandlung – oder mich auf eine Novelle beschränken. Ich weiß es noch nicht, aber ich tendiere dazu, den Plot auszubauen.

Die elende Überarbeitung
Ich muss zugeben, dass ich die Überarbeitung immer ziemlich vor mir herschiebe.
Irgendwie habe ich ein Problem damit, einmal hingeschriebene Zeilen noch einmal zu verändern. Wenn ich mich dransetze, um den Szenen mehr Atmosphäre zu verleihen, sehe ich wieder alles vor mir (das ich noch nicht alles hingeschrieben habe) und lese meine eigene Geschichte, anstatt sie zu überarbeiten. Ich nehme stark an, dass das ein Indiz dafür ist, dass ich sie ruhen lassen muss, bis ich so viel Abstand habe, dass ich den Text lesen kann, als sei es eine fremde Geschichte.
Wenn ich dagegen Rückmeldungen von etwa Testlesern bekomme, dann ist das kein Problem, schnell etwas zu ändern. Aber ohne diese Impulse bin ich betriebsblind, wie wohl jede:r ab einem gewissen Punkt.
Deshalb habe ich die erste Überarbeitung zunächst pausiert. Ich hoffe nur, ich schiebe sie nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag vor mir her.

Ein Anflug von Größenwahn
Es hat mich mal wieder ein Wettbewerb angelacht.
Ich habe übrigens seit Anfang 2020 an 10 Wettbewerben teilgenommen und seither 8 Absagen erhalten bzw. Daten von Preisverleihungen – an denen ich nicht teilnahm – verstreichen sehen, eine Rückmeldung steht aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf noch aus und einmal habe ich es auf die Longlist geschafft: Sparte Queer beim Berliner Literaturpreis Wortrandale 2020. Dabei habe ich jetzt nicht mitgezählt, wenn ich, wie in diesem Fall, mehrere Geschichten einreichen durfte.
Ich habe also in einem verzweifelten Anfall von »Ich kann das und wenn nicht, ist es eh egal!« just einen Auszug von Schwuppenplanschen eingereicht. Wenn ich Pech habe, muss ich aus diesem noch nicht abgeschlossenen Werk lesen – und das vor Fernsehpublikum.
Wenn ich Absagen bekomme, bin ich immer erleichtert, dass ich nicht vorlesen muss. In diesem Fall würde mich eine solche Auszeichnung sicherlich beflügeln, das Werk in welchem Umfang auch immer fertigzustellen, weil es mir zeigen würde, dass Interesse an der Geschichte besteht. Ich mache mir allerdings keine großen Hoffnungen.

Und schon steht der nächste Wettbewerb vor der Tür: #newwritingtalent
Für den würde ich ein neues Projekt starten. Da wird nämlich ein ganzer Roman gesucht. Das wäre allerdings sehr sportlich, würde ich das innerhalb von 10 Wochen schaffen.

Warum diese Scham?

Warum diese Scham?

Seit einigen Jahren trage ich mich mit dem Gedanken, einige meiner kurzen Geschichten in einer Sammlung herauszugeben, also als eigene Anthologie.

2018 hatte ich alles zusammengestellt und testlesen lassen. Ich bekam die Rückmeldung, man habe gelacht und geweint. Ein schöneres Feedback kann ich mir als Autor doch gar nicht wünschen. Es sind also nicht die Texte an sich, für die ich mich schäme. Die Geschichten sind von guter Qualität. Auch das ist es nicht.

Es handelt sich nicht nur um fiktive Texte, es sind auch autobiografische Erzählungen darunter. Es fühlte sich einfach nicht richtig an, so Persönliches zu veröffentlichen. Außerdem: Wer nimmt schon eine Anthologie? Bevor ich da Klinkenputzen gehe, veröffentliche ich doch lieber im Selfpublishing. Doch ich wollte meine Geschichten zu diesem Zeitpunkt nicht mit der ganzen Welt teilen. Also verschwand das Manuskript wieder in der Schublade.

Letztes Jahr hatte ich den Wunsch, einer Handvoll Leute ein Druckbuch mitbringen zu können. Also fragte ich dezent bei einem Verleger an, den ich kenne. Nein, ich erhielt keine Antwort. ;) Ein weiteres Jahr verstrich.

Jetzt habe ich mitverfolgt, wie eine Kollegin durchgestartet ist, und da merkte ich: Ich will auch.
Ich kontaktierte also eine Lektorin, die ich schon eine Weile kenne und auch mag, und trotzdem: Bereits bei der ersten Geschichte, die ins Probelektorat ging, schämte ich mich, als ich sie abschickte. Einfach nur wegen des Themas, denn es ist eine fiktive Geschichte. Wegen trans*.
Das sollte nicht sein, denn das ist kein Grund, sich zu schämen. Vom Kopf her weiß ich das. Es fühlt sich aber nicht danach an, als ob ich out and proud wäre – von loud ganz zu schweigen. ;)

In dieser Sammlung werden mehrere Themen behandelt; es geht neben trans* um Psychiatrieerfahrungen, aber auch noch um andere, die sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lassen. Und wieder war diese Scham da, wegen dem, was ich erlebte und dabei empfand.
Ich habe auch Angst davor, wie Leser:innen auf mich zugehen könnten, wenn sie das über mich wissen und sonst eben nichts, weil sie mich nicht kennen, aber zu kennen meinen …
So habe ich mehrere Tage mit mir gerungen und mich letztlich dazu entschieden, das Gesamtmanuskript ins Lektorat gegeben. Es wird also in absehbarer Zeit ein Buch von mir geben. Arbeitstitel: Harter Tobak.