Meine Lesung in Berlin-Lichtenberg mit »Autoren für Autoren«

Meine Lesung in Berlin-Lichtenberg mit »Autoren für Autoren«

Ich bin immer noch begeistert von den tollen Geschichten und den inspirierenden Begegnungen!
Und ich habe wirklich viel dazugelernt, was Organisation von Lesungen angeht, wenn man sich wirklich selbst um alles kümmern muss. Bisher habe ich es noch nicht geschafft, selbst Lesungsorte zu akquirieren.
Tausend Dank gilt Hari Patz, der den Stein ins Rollen gebracht und mich überhaupt nach Berlin eingeladen hatte. Durch die Verbindung mit der Buchmesse am selben Wochenende lohnte sich für mich die Reise gleich doppelt.

Lampenfieber

Natürlich hatte ich wieder Lampenfieber ohne Ende und konnte die Nacht kein Auge zutun – vor allem nicht, nachdem ich bereits auf der BuchBerlin Eindrücke gesammelt hatte, die ich erst einmal verarbeiten musste.

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BuchBerlin 2023: Meine erste Buchmesse

Die Berliner Buchmesse BuchBerlin 2023 war genau das Richtige für mich.
Ich dachte, ich fange klein an. Nicht ganz so viele Menschen, nicht ganz so viel laufen, nicht ganz so überfordernd. Gute Wahl. Nach einer Stunde brauchte ich eine Pause und habe dann überlegt, ob ich schon gehen soll oder ob es noch etwas gibt, das ich mir anschauen möchte. Ja, das gab es.
Doch von vorn.

Kunstadresse

Das Wichtigste war mir, mich mit Marianne von kunstadresse.de zu treffen. Ich wollte gerne ein Gefühl dafür bekommen, auf wen ich mich da einlasse, bevor ich Mitglied bei Kunstadresse werde. Und ich habe ein gutes Gefühl! Jetzt verstehe ich, warum so viele zu diesen Messen gehen und den persönlichen Kontakt suchen.
Ich habe einen tollen Rabatt bekommen und somit erhöhen sich meine Fixkosten leider. Nun bin ich sehr gespannt, wie es sich entwickelt, ob ich tatsächlich auf diesem Wege mehr Reichweite bekomme und mehr Umsatz machen werde.

Mein Künstlerprofil dort – sozusagen meine Kunstadresse, findet ihr hier: Ingos Kunstadresse.

Verlag ohneohren

Dann durfte natürlich keinesfalls der Besuch des ohneohrigen Standes fehlen. Hier hatte ich das Gefühl, alte Freunde zu treffen, obwohl ich noch gar nicht sooo lange auf dem zugehörigen Discordserver wohne.
Beim Verlag ohneohren gab es für ein freundliches Lächeln nicht nur ein tolles Buch – die Anthologie Urban Fantasy going FAT, herausgegeben von Aşkın-Hayat Doğan & Elea Brandt – mit dem ich ohnehin schon länger geliebäugelt hatte, sondern ich bekam noch einige Goodies: Bonusmaterial zum Buch in Form einer weiteren Kurzgeschichte, ein Lesezeichen und sogar noch einen Beutel zum Tragen, obwohl ich mit Rucksack und zwei Beuteln eigentlich gut ausgestattet war.
Spoiler: Das Buch habe ich natürlich ordnungsgemäß bezahlt. Nur Lächeln reicht dann doch nicht. ;)

Thriller

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Zeugenaussage Elfriede Gerstenacker

Zeugenaussage Elfriede Gerstenacker

Ich wollte nur mit meiner Enkelin das Geld aus der Spardose einzahlen. Wenn ich gewusst hätte, dass ausgerechnet am Weltspartag die Bank überfallen wird, hätte ich das Kind doch nie im Leben mitgenommen. Ich meine, wer tut denn so was? All die armen kleinen Dinger so in Gefahr zu bringen! Es war so furchtbar, ich mag gar nicht daran denken.
Wir kamen in die Schalterhalle, da war an jedem Schalter eine lange Schlange und ich war schon froh, dass wir nicht draußen stehen mussten bei dem Regen. Wäre es eine kleine Schalterhalle wie die am Ebertplatz, da hätten wir draußen gestanden. Aber die am Stachus ist ja wirklich groß.

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Sucht #diverserdonnerstag

Sucht #diverserdonnerstag

Darstellung von Sucht in Büchern und Filmen ist heute mein Thema. Dies ist noch ein Nachzügler der letztjährigen Reihe.

Um clean zu werden, muss man nicht bis Silvester warten – jeder andere Tag im Jahr ist genauso gut dafür. Vielleicht sogar besser, weil niemand insgeheim darauf lauert, dass Du Deine guten Vorsätze eh wieder nicht einhältst.
Denn ganz ehrlich, es ist doch so: Wenn die anderen sich nicht am Riemen reißen, dann muss ich das auch nicht tun. Oder? Das ist zunächst einmal ein Sozialer Abwärtsvergleich. Man fühlt sich besser, wenn man jemanden findet, der vergleichsweise schlechter abschneidet. Mit diesem Gedankengang schiebt man aber auch die Verantwortung für das eigene Verhalten auf die anderen, die ihre guten Vorsätze ja auch nicht einhalten.

Essen und Zigaretten, Alkohol, Drogen – Konsum in Film und Buch ist alltäglich. Es wird oft so dargestellt, als sei es normal, beispielsweise jeden Abend Wein zu trinken oder nach Feierabend in eine Kneipe zu gehen. Das mit anzusehen oder zu lesen, ist für Suchtkranke, die gerade entziehen wollen, hochtoxisch.

Persönliche Erfahrungen

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Nalex: Der Banküberfall

Die Waffe unter der Jacke umklammert, lief er neben seinen beiden beiden Kumpanen her, wobei seine Augen von einer Seite zur anderen huschten. Er wollte ja nichts verpassen, was sich in seinem näheren Umkreis abspielte.
Kurz fragte Jasper sich, wann er die Waffe unter seiner Jacke herausziehen sollte. Den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, war im Moment eine größere Sorge als die, dass die Bullen hier auftauchen konnten.
Als der Eingang der Bank nur noch wenige Schritte vor ihm und seinen beiden Begleitern entfernt war, holte Marek, der Kopf des Trios, die Waffe unter der Weste hervor. Das war das abgesprochene Zeichen. Jasper und der ihm nicht bekannte Mann zogen nun auch ihre Waffen aus ihren verborgenen Verstecken.
Erst jetzt merkte Jasper, wie ihm die Hitze des Sommertages von den Wänden des Gebäudes entgegenschlug. Bevor diese jedoch zu drückend werden konnte, wurde die Eingangstür von Marek aufgestoßen.
Die kühle, klimatisierte Luft des Raumes war eine immense Erleichterung, auch wenn Jasper den Eindruck hatte, gegen eine Wand aus Kälte zu laufen. Trotz dieser äußeren Umstände wies das Bevorstehende einige Risiken auf.
Marek lief auf den Schalter zu und brüllte, dass sich die Anwesenden mit den Köpfen auf den Boden legen sollten, um diesen ohne einen weiteren Ton von sich zu geben anzustarren.
Vereinzelte Schreie, vor allem von dem weiblichen Geschlecht, drangen an Jaspers Ohren, verstummten jedoch recht schnell als er oder der namenlose Kamerad mit den Waffen sie fokussierten.
Jasper selbst hielt sich lieber zurück. Er war eher die Person, die alles um sich herum im Blick hatte. So kam es, dass er nur am Rande mitbekam, dass der Kassierer gerade einen der Säcke befüllte, die sie mitgebracht hatten.
Als in diesen nichts mehr passte, warf Marek dem Mann hinter der Theke den zweiten Sack zu um sich den Vollen anzueignen. Ohne den Blick von dem verschüchterten Bankmitarbeiter zu nehmen, überreichte Marek dem dritten im Bunde das gefüllte Behältnis. Und wieder war Jasper froh darüber außen vor zu sein. Eigentlich hatte er nicht hier sein wollen und hatte erst nach mehreren Bedrohungen klein beigegeben.
Als direkt neben Jasper eine Person hustete, wurde er abgelenkt, sodass er für einen Augenblick seine Aufmerksamkeit auf den Verursacher lenkte.
Dann knallte auch schon die Eingangstür gegen die Wände und laute Rufe erklangen. Männer mit schusssicheren Westen und Waffen in den Händen ließen Jasper und die beiden Kumpane kurz erstarren, bevor sie sich in Bewegung setzen konnten.
Nun begann die Zeit so langsam zu verlaufen, dass Jasper de Eindruck hatte nichts mehr ausrichten zu können.


Mehr von Nalex lest ihr auf ihrem Blog: read and write

Am Telefon

Am Telefon

Erinnert ihr euch noch an Rosalinde und Heinz? Rosa hatte sich am Spülbecken mit dem Gedanken getragen, sich am Telefon etwas dazuzuverdienen. Ob sie es wohl jetzt tut?


»Rosa hier«, sagte sie fragend.

Sie strich sich die Schürze glatt und schüttelte den Kopf. »Nein, du willst nicht wissen, was ich anhabe.«

Rosa lachte herzhaft. »Nein, wirklich nicht.«

»Noch nicht sehr lange.«

Sie legte den Kopf schief und überlegte einen Augenblick. »Du bist mein elfter Kunde.«

»Erfahrung habe ich genug, glaub mir, mein Lieber.« Wieder dieses herzhafte Lachen.

»Oh, vielen Dank.« Sie senkte den Kopf, als wolle sie sich verneigen, schonte aber ihren Rücken.

Mit einem Finger kreiste sie über die Arbeitsplatte ihrer Küche. »Ich mag sehr gerne diese New York Cheesecakes. Essen sollte ich aber nicht zu viel davon. Die schlanke Linie, nicht wahr.«

»Du Charmeur! Nun ist aber gut, sonst wird Heinz noch eifersüchtig. Für wie viele Personen soll die Torte reichen?« Sie notierte sich die Zahl.

»Also gut, einmal gedeckter Apfelkuchen, eine Marzipantorte und einmal Schwarzwälder Kirsch.«

Rosa fiel bald das Telefon aus der Hand vor Lachen. Als sie sich wieder einkriegte, sagte sie bestimmt: »Nein, ich springe nicht aus der Torte. Und jetzt lass mich bitte mit deiner Frau sprechen.«

»Hallo, meine Liebe. Nein, dafür musst du dich doch nicht entschuldigen. Ich weiß ja, wie er ist.« Sie seufzte. »Heinz würde so was im Traum nicht einfallen.«

»Er hat sich gut wieder erholt. War schon nicht ohne, die Infektion. Aber Unkraut vergeht nicht, wie er immer sagt.«

Rosa setzte sich auf den Küchenstuhl. »Mit mir ist alles in Ordnung. Die üblichen Wehwehchen, ja.«

»Von den Kindern habe ich schon eine ganze Weile nichts gehört, leider. Aber keine Nachricht ist eine gute Nachricht. Wäre etwas passiert, hätte ich das schon längst gehört.«

»Kurz nach Neujahr. Und du?«

»Ach!«

»Das ist ja allerhand! Und, war das schlimm?«

»Ich musste ja nur damals in Quarantäne, ganz am Anfang, als ein Kollege meines Sohnes Kontakt zu einer infizierten Person hatte.«

»Ja, völlig übertrieben. Ich hab mich bis heute nicht angesteckt.«

»Oder nichts gemerkt.« Sie zuckte mit den Schultern. »Stimmt.«

»Okay, dann lass uns bitte noch mal die Bestellung abgleichen.« Mit der Lesebrille auf der Nase prüfte Rosa die Notizen und beendete dann das Gespräch.


Entstanden bei der Übung 7-14-7 im Schreib-Forum. Bei dieser Übung sollte diesmal ein Text mit einem Telefonat entstehen, bei dem nur eine Seite des Dialogs gezeigt wird, dem man aber trotzdem folgen können sollte.