Ich stand mit meiner Skizze am menschenleeren Bahnhof und hielt Ausschau. Bisher hatte ich heute außerhalb der Bahnsteige des Nahverkehrs nur Menschen gesehen, die nichts davon mitbekommen hatten, dass die Lokführer:innen so erbittert streikten, dass hier schon die ganze Woche gar nichts ging. Dort! Jemand mit Mütze, Bart und Brille – das könnte die gesuchte Person sein. Die Haare weiß, die Mütze rot mit weißem Bommel. Bisschen spät, wenn du mich fragst. Obwohl, wenn er mit dem Zug gekommen war …
Heute ging es gleich los mit mehr Bewegung im Alltag – auch wenn noch gar nicht Alltag ist. Ich war gerade noch rechtzeitig am Treffpunkt und bin dann zügig ausgeschritten, um zur Gruppe aufzuschließen, die schon losgegangen war. Nachdem ich sie eingeholt hatte, war das Tempo dann für mich gerade okay, ich zählte sogar zu den etwas Schnelleren.
Wir gingen eine etwas längere Strecke, als ich sie kannte, und in entgegengesetzter Richtung. Damit hatte ich über 7.000 Schritte auf meinem Zähler. Und der Schweiß lief mir in Strömen den Rücken runter. Ich klammere mich an den Gedanken, dass man auch weniger transpiriert, wenn man eine bessere Kondition hat und regelmäßige Bewegung gewöhnt ist.
Ein Selfie mit Enten ist mir leider nicht gelungen. :/
Grundsätzlich gilt: Du darfst jederzeit von meinen Vorschlägen abweichen. Es geht nur darum, dich zum Schreiben anzuregen.
Stufe 1: Für eine leichte Fingerübung ohne Genrekonventionen lass etwas mit einem Fächer auf einem Ball passieren. Die Hauptfigur ist ein:e Ex-Raucher:in.
Normalerweise gehe ich nie planlos ins neue Jahr. Diesmal fühle ich mich etwas unvorbereitet.
-> Das Thema Gewichtsreduktion werde ich weiter verfolgen und vor allem muss ich dabei auf meine Leber achten. Deshalb gehört für mich intermittierendes Fasten dazu, bei einer zuckerarmen Ernährung, die wegen der Psoriasisarthritis auf entzündungsfördernde Lebensmittel verzichtet.
-> Ich baue mehr Bewegung in meinen Alltag ein, auch der Gesundheit wegen. (Ich hasse Bewegung seit dem Schulsport!) Dabei beginne ich mit Spaziergängen, wozu ich mich verschiedenen Gruppen anschließe. Dann habe ich feste Termine und etwas Gruppendruck. Wenn das gut läuft, will ich wieder im Verein schwimmen. Aber es kann gut sein, dass wir dann ein Jahr weiter sind.
Okay, zugegeben, so ganz live ist es nicht, denn es handelt sich um eine Aufnahme. Es ist ein Ausschnitt meiner dystopischen Kurzgeschichte Projekt Rhein, die live ausgestrahlt wird. Ich habe dies für eine Ausschreibung von Radio 889FM Kultur aufgenommen und bin sehr froh darüber, dass meine Präsentation ausgewählt wurde. Das ist der erste Erfolg meines Wettbewerbsmarathons im November.
Angekündigt bin ich für Silvester, ca. 12:05 Uhr (mittags).
Nun ist schon Ende Dezember, der diesjährige Schreibmarathon fast schon in Vergessenheit geraten. Ich habe keine Ahnung, warum ich es schaffe, im November so abartig viel zu schreiben – für meine Verhältnisse. Im Dezember bin ich kaum dazu gekommen: zwei Erkältungen in Folge und gut eine Woche Depression.
Für mich selbst habe ich bei diesem NaNoWriMo festgestellt, dass ich gleichzeitig schreibe und plotte und überarbeite. Deshalb geht es so scheinbar langsam voran. Wer noch nicht weiß, welcher Schreibtyp er ist, dem empfehle ich diesen Artikel von der Schreibtechnikerin. Nach der Lektüre ging mir ein Licht auf: Ich bin ein methodologischer Pantser. Ich brauche deshalb immer verschiedene Texte in verschiedenen Bearbeitungsstadien, an denen ich abwechselnd rumfummeln kann. Sonst springe ich in einem Dokument hin und her und gerate dabei in Überarbeitungsschleifen. Es kostet mich viel Disziplin, die Überarbeitung an anderen Textstellen auf später zu verschieben. Mir hilft dabei, die Szenen einzuordnen anhand des Grades der Fertigstellung. Dann arbeite ich stur von grob nach fein und jeweils vom Anfang zum Ende ab.
Um mich selbst zu motivieren, habe ich eine Tabelle angelegt und einige Diagramme gemacht. Die 30 Tage des Monats habe ich in 6 fünftägige Etappen eingeteilt. Im Tortendiagramm sieht man, dass ich in den ersten beiden Etappen die Hälfte der Wörter geschrieben habe. In der Mitte ist es eingebrochen, weil ich da zwei bewusste schreibfreie Tage hatte (Hochzeitstag und ein Tag in der Therme) und sich dann die erste Erkältung angeschlossen hat. Kurz vor Schluss habe ich noch einmal Gas gegeben und dann war schon die Luft raus.